Ich habe verstanden. Und bagatellisieren möchte ich auch nichts. Ihr habt alle Recht..., das meine ich wirklich. Aber niemand redet gerne schlecht über seine Frau.
Leider kann ich nur mein Verhalten ändern und nicht das meiner Frau. Ich war am Mittag zuhause, da habe ich schon bemerkt, dass sie getrunken hat. Ich habe das auch gestern angesprochen. Trennung hin, Trennung her, aber ihr Trinkverhalten ist – „WAHNSINN!“.
Ich habe sie ein weiteres Mal ins Gebet genommen, sie möge doch aufhören und wenn sie es nicht alleine schafft, dann soll sie sich Hilfe suchen. Ich glaube langsam nicht mehr, dass bei einem solchen Konsum und die lange Strecke am Tag, sie es alleine schaffen kann. Ja, sie möchte aufhören, bald?!?! Damit kann ich aber nichts anfangen.
Wenn ich so wie vorhin nach Hause komme und ich feststelle, sie hat schon wieder so früh getrunken, da wird mir richtig übel, das zieht mich so runter. Denn ich weiß dann auch, dass ich mich ab diesem Zeitpunkt für den Rest des Tages in einem Mienenfeld befinde. Da heißt es nur noch Schnauze halten und Kopf einziehen. Egal was ich tue oder sage, alles wird negativ aufgefasst.
Ich habe mir schon überlegt es ihren Eltern zu erzählen. Ihr Vater war selbst Alk., ist aber seit 30 Jahren trocken. Ihre Mutter würde mir das gar nicht glauben. Die würde durchdrehen. Komischer Weise im Urlaub wenn wir bei den Eltern sind. Braucht sie das tagsüber überhaupt nicht. Aber ich kann das nicht, sie verraten, damit glaube ich auch nicht die Situation ändern zu können. Nochmal mehr Menschen die ihr auf die Nerven gehen. Auf der anderen Seite bin ich mir sicher die reißen mir den Kopf ab wenn was passiert – warum hab ich denn nichts gesagt. Da stecke ich in einem moralischen Dilemma.
Ich weiß einfach nicht wie es weiter gehen soll. Die Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit überkommt mich den ganzen Tag. Ich selber bin aber nach wie vor standhaft und habe auch langsam einen richtigen Hass auf diesen sch. Alk.. Der Alk. hat sicherlich einen großen Teil dazu beigetragen, dass die Situation nun ist wie sie ist. Ich kann einen Hund nicht zum Jagen tragen. Vielleicht muss doch erst was passieren und sie komplett am Boden liegen. Vielleicht wäre die Trennung, wenn auch für mich nicht vorstellbar das Beste, dann muss ich mir das nicht mehr mit anschauen.
Meine Tochter bekommt natürlich mit, damit es mir nicht so gut geht. Aber ich versuche ihr das dann zu erklären. Auf der einen Seite die Angst der Trennung und auf der Anderen die Sucht der Mutter. Bezüglich der Trennung hat sie noch keine große Meinung, wäre dann halt so. Sie könnte ja dann ab und zu auch mal zu mir kommen. Ansonsten ist sie entspannter, da ich nicht mehr trinke und es dadurch nicht zum großen Streit zwischen meiner Frau und mir kommen kann, wie es früher der Fall war. (Das ist auch ein ganz wichtiger Grund für mich nicht zu trinken, damit es zuhause nicht zu einer Eskalation kommen kann) Wie gesagt, am Morgen ist alles ganz normal, aber ab den Nachmittag wird die Situation immer angespannter, jedenfalls für mich. Ich versuche dann mir meine Sorgen nicht anmerken zu lassen und verhalte mich so normal wie es mir möglich ist.
Blöd ist nur, mir geht die ganze Geschichte nicht aus dem Kopf. Tagsüber bin ich alleine im Büro und kann mich nicht konzentrieren, und wenn dann heim komme, dann hab ich eine Situation die nicht zu ertragen ist. Und wenn meine Mädels tatsächlich weg sind, dann bin ich den ganzen Tag alleine – ich mag mir das noch gar nicht vorstellen.
Ich selber weiß einfach nicht mehr wie ich runter kommen soll. Ich bin jetzt seit Wochen in einer Stresssituation 24/7. Ich schlafe schlecht ein und wache sehr früh auf. Vielleicht sollte ich einen Arzt aufsuchen, der mir was zur Beruhigung verschreibt. Zumindest für den Abend. Und ja, ich denke dann schon an den Alk., der könnte mich schon beruhigen. Aber das geht nicht. Dann fange ich wieder von vorne an. Vielleicht hat mir hierzu jemand einen guten Tipp. Ansonsten freue ich mich wenn ich heim komme und die Küche sauber machen kann. Da habe ich wenigstens eine Beschäftigung die Sinn macht
Vielen Dank für Eure Meinungen & Ratschläge.
Ich berichte weiter wie es läuft.