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Frau nach21 Jahren räumliche Trennung zum klar werden

GreenTara
Hallo @Hacki66, es ist leider nichts gutes zu erhoffen, nach dem, was du und berichtest. Deine Frau ist durch ihre Schicksalsschläge, und wohl auch durch Vorbelastungen komplett vom gesunden Weg abgekommen. Und deine Unterstützungen haben dich in eine Co-Abhängigkeit gebracht, nach meiner Einschätzung. Es ist ja auch nicht so, dass sie jetzt in ein entspanntes Leben gefunden hätte. Die Sucht bringt es mit sich, dass ein Mensch seine Bindungen und Strukturen verliert, nicht mehr klar kommt, und vor Überforderung gereizt und aggressiv reagiert. Dazu kommt, dass Alk. ein Nervengift ist.
Es ist schwer und traurig, einen Menschen loszulassen, der eigentlich Hilfe bräuchte. Aber deine Frau kann die Hilfe nicht annehmen. Vielleicht findet sie andere Gefährten, Gleichgesinnte, bei denen sie sich zunächst verstanden fühlt. Aber es endet in ein sich gegenseitig nach unten ziehen.
Es tut mir leid, zu sagen, dass es dir Frau, die du liebst, nicht mehr gibt. Es ist nicht mehr möglich, ein gemeinsames Leben zu gestalten.
Du kannst wirklich nur noch nach dir schauen. Mit der Aussage, dass ihr noch eine gemeinsame Zukunft hättet, hat sie lediglich einen Rettungsring bei dir plaziert. Unterschwellig weiß sie, was los ist. Aber das Bewusstsein verdrängt die Tatsache, und der Alk vernebelt zusätzlich. So schwer es dir jetzt auch fällt, richte dich auf ein eigenes Leben ohne sie ein. Mache alles, was dir gut tut, und lege den Fokus immer wieder bewusst auf dich. Vielleicht wäre eine SHG hilfreich, oder ein psychosozialer Dienst oder auch ein Therapeut.

• x 2 #16


A


Frau nach21 Jahren räumliche Trennung zum klar werden

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H
@Brightness2
Familie ist in der Nähe, helfen tut mir derzeit eine gute Freundin.

Mal schauen ob es morgen im Gespräch was neues gibt ?

• #17


unbel-Leberwurst
Zitat von Hacki66:
ich habe Angst das sie erst werweißwie abstürzen muss um endlich zu begreifen das sie Hilfe braucht.

Aber was ist zu fürchten, das genau das passieren muss.
Einen Alk. hat mir das mal bestätigt, dass einem in so einer Situation keiner mehr helfen kann.

Sie muss für sich selbst zu dem unbedingt einen Schluss kommen, dass sie nichts mehr trinken darf.
Bis dahin ist es für dich am besten, dich selbst zu schützen und abzugrenzen

• x 3 #18


Ouabain
Zitat von Hacki66:
Mal schauen ob es morgen im Gespräch was neues gibt ?

Hallo @Hacki66 ,

ich würde mir an Deiner Stelle keine allzu großen Hoffnungen machen, dass sich was ändert. Drücke Dir trotzdem die Daumen, dass es gut läuft

• x 1 #19


Arnika
Du kannst deiner Frau auch den guten Hinweis geben, Cola mit Schnap. ist „zum Runterkommen“ so ziemlich das Vertrotteltste, das man tun kann. Cola Weinbrand tranken früher die Rocker und Vokuhila-Disco-Fraktion, damit sie die ganze Nacht Party und durchfeiern konnten. Dafür wars ja eh geeignet.

Aber im Alltag, nach einem stressigen Arbeitstag, ist die Kombi der absolute Super-GAU für den Schlaf und das Nervenkostüm. Der Schnap. betäubt zwar, aber vom Zucker bekommt man immer mehr Durst und das Koffein hält wach und bringt einen so in Sauflaune. Mit Koffein und Zucker hält sie ihr Nervensystem und das Herz die ganze Nacht im Alarmmodus.

Da wacht man auf, als hätte man im Bergwerk gearbeitet, ist tagsüber noch gestresster, noch überforderter – und braucht abends erst recht wieder den Zucker-Koffein-Vorschlaghammer. Zudem machen Zucker und Koffein noch schneller süchtig als Alk. Wer sich nach Cola mit Hochprozentigen über chronische Erschöpfung, Übermüdung und Nervenwrack-Symptome beklagt, hat die einfachsten Regeln der Biologie nicht verstanden.

Schönen Gruß von mir: Cola Weinbrand „zum Runterkommen“ und entspannen ist mit Verlaub komplett vertrottelt und wahrlich keine intellektuelle Meisterleistung. Da kannst genauso gut sagen: Ich trink abends immer 4 Red Bull bei Einschlafproblemen. Das wird dann natürlich ein absoluter Teufelskreis.

Wenn sie wenigstens auf B. oder Rotwein umsteigen würde, wäre schon viel gewonnen. Hopfen ist ähnlich wie Baldrian oder Hanf, beruhigt also und ist angstlösend. Rotwein enthält hohe Konzentration an Melatonin, also unserem Schlafhormon. Das gilt ja nicht ohne Grund als Schlummertrunk. Da wird man schwer und müde davon und die „Sauflaune“ verfliegt meist von ganz alleine, weil man dann einfach schlafen will.

Eine Milieusänderung wie mit der neuen Wohnung ist übrigens das, was Therapeuten raten würden. Weil im gewohnten Umfeld kommt man aus sowas viel schwerer wieder raus als in einem neuen. Wir alle kennen die Macht der Gewohnheit. Also dazu kannst du sie beglückwünschen. Das ist vermutlich ihre größte Chance, dem Kreislauf zu entrinnen. Vor allem, wenn sie abends auf ihr Wachmacher-Gesöff verzichtet und wenigstens gegen was Intelligenteres auswechselt.

• x 1 #20


Stella31
Zitat von Arnika:
Vor allem, wenn sie abends auf ihr Wachmacher-Gesöff verzichtet und wenigstens gegen was Intelligenteres auswechselt.

Interessant, was du erzählst.
Ich hab da gar nicht gewusst, dass es solche Unterschiede gibt.

Allerdings am besten wäre, wenn die Frau ihre Probleme angeht und nicht mit Alk. bekämpfen will, denn dann hat sie schon bald verloren.

• x 1 #21


St_Jappi
Guten Morgen @Hacki66

Ich habe beim Lesen den Eindruck, dass du dich selbst dabei ein Stück weit aufgegeben hast und dein ganzes Denken sich nur noch um diese Frau dreht. Ich kann das verstehen, ich habe das in meinen Beziehungen zum Teil selbst so erlebt.
Aber irgendwann muss man auch wieder anfangen, an sich selbst zu denken. Du kannst ihr helfen, aber du kannst ihr die Entscheidung, etwas zu ändern, nicht abnehmen. Und wenn sie selbst keine Hilfe annehmen will, sind dir irgendwann die Hände gebunden.
So schwer das auch ist, manchmal ist es besser, einen Schlussstrich zu ziehen. Es gibt ja das Sprichwort: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, wenn man einen Menschen noch liebt. Aber du hast auch ein eigenes Leben und das sollte dabei nicht völlig auf der Strecke bleiben.

• x 1 #22


A
Ohne Entzug wird da nichts mehr gehen, denn ich glaube irgendwie nicht, dass sie den Weg dieser gewählten Selbstmedikation einfach so wieder lassen kann. Geht ja immer so weiter, wird immer krasser.

Ein Austausch der Alksorte wird da nichts mehr bringen. 😉

Sie deckelt und flieht.

Ich glaube leider, sie muss erst auf dem Gesicht landen. Und deine schwere Aufgabe ist, dich zu schützen.

• x 3 #23


Arnika
Zitat von Stella31:
Interessant, was du erzählst. Ich hab da gar nicht gewusst, dass es solche Unterschiede gibt. Allerdings am besten wäre, wenn die Frau ihre ...

Ja, da gibts natürlich immense Unterschiede. Alk nur an der Promilleziffer zu sehen ist eine Milchmädchenrechnung – die gesamte Chemie und die Begleitstoffe entscheiden darüber, was im Schädel passiert. Weshalb in der modernen Therapie auch nicht mehr nur auf „Verzichte auf Alk“ gesetzt wird, die Rückfallquote liegt da ohnehin bei 75%, sondern auf einen intelligenteren Zugang und kontrolliertes Runterschrauben.

Das kann dir aber natürlich mit Unmengen an Cola am Abend nicht gelingen, da stellt sich ja schon die Frage, ob sie auf den Alk süchtig ist oder nicht viel mehr aufs Cola. Weil wenn du dadurch nicht wirklich schlafen kannst, ist sie vermutlich den ganzen Tag auf Koffein und Zucker, da ist im Zweifel der Alk dann nur die Betäubung, um wenigstens irgendwie den Abschaltknopf zu finden. Und vor allem Zucker aber auch Koffein machen extrem süchtig. Und natürlich hellwach. Kurz und gut: Wenn sie nicht gerade am Ballermann oder im Karneval die Nacht hindurch auf den Tischen tanzen will, ist abends Koffein mit Zucker mit Schnap. komplett vertrottelt. Und wohl abends die Unmengen an Cola wohl das noch größere Problem.

Wenn ich abends 5 doppelte Espressi mit Zucker „zum Einschlafen und Entspannen“ trinke, und ein paar Grappa dazu, sollte ich zuerst mal die 5 doppelten Espressi mit Zucker überdenken, wenn ich immer müde, ausgelaugt und gereizt bin. Ist ja eigentlich total logisch.

• x 2 #24


H
@Arnika
Mit dem Schlafen hat sie definitiv kein Problem gehabt.
Auch nicht wenn sie was getrunken hat.
Sie war in der Vergangenheit ständig erschöpft und konnte bis zu 10-11 Std schlafen.
Aber auch ohne Alk. ist sie morgens niemals ausgeruht aufgestanden

• #25


Stella31
Zitat von Hacki66:
Mit dem Schlafen hat sie definitiv kein Problem gehabt.
Auch nicht wenn sie was getrunken hat.
Sie war in der Vergangenheit ständig erschöpft und konnte bis zu 10-11 Std schlafen.
Aber auch ohne Alk. ist sie morgens niemals ausgeruht aufgestanden

Kann auch alles durch die Wechseljahre verstärkt werden.
Aber letztendlich muss sie das anpacken!

• x 2 #26


H
@Stella31
Wechseljahre spielen auch definitiv eine Rolle, ärztlich bestätigt.

• x 1 #27


H
Wenn ich nur aufhören könnte mir den Kopf zu zerbrechen, der rationelle Part in mir sagt natürlich das es keine Lösung gibt.
Aber ich denke leider jede Minute an sie und die langen Jahre
Echt schwierig und dann heute der persönliche Kontakt gegen 15.00h, vor dem habe ich echt Bammel.

• x 1 #28


Arnika
Zitat von Hacki66:
@Arnika Mit dem Schlafen hat sie definitiv kein Problem gehabt. Auch nicht wenn sie was getrunken hat. Sie war in der Vergangenheit ständig ...

Schlaf ist ja nicht gleich Schlaf - du kommst ja nicht mehr in den erholsamen Tiefschlaf und die REM-Phase, wenn Koffein und Zucker die ganze Nacht hindurch durch deinen Körper jagen.

Alk. im Allgemeinen unterdrückt ja ohnehin schon die REM-Phasen und fragmentiert den Schlaf. Aber die Kombination mit der Cola ist der absolute Todesstoß für den Tiefschlaf. Koffein und die massiven Zuckermengen halten das zentrale Nervensystem im Hintergrund auf Hochtouren. Die Herzfrequenz bleibt erhöht, der Körper schüttet trotz (!) des Alk. Stresshormone aus.

Der Körper wirkt zwar schlafend, in Wahrheit ist ihr Gehirn aber die ganze Nacht in akuter Überstimulation. Sie schläft ja nicht wirklich, sie ist nur quasi narkotisiert.

Wenn du so schläfst, wachst u am nächsten Morgen ohne echte Regeneration auf. Das Gehirn konnte den psychischen Müll des Tages (die Trauer, den Jobstress) überhaupt nicht verarbeiten. Kein Wunder, dass die Frau emotional komplett auf dem Zahnfleisch geht, abstürzt und das Gefühl hat, aus der Ehe ausbrechen zu müssen.

Wenn ich mir mit Unmengen Koffein und Zucker den heilsamen tiefen Schlaf abdrehe, was soll man da schon anders erwarten? Da bin ich natürlich mit und ohne Alk dauermüde. Und der Alk in die Cola gekippt oft nur das Mittel, damit sie trotz der ebenfalls sehr süchtigmachenden Wachmacher irgendwie (zumindest gefühlt) wieder runterkommt. Umkippen statt Tiefschlaf quasi.

Kurz und gut, ich bleibe dabei: Koffein mit Zucker mit Schnap. abends ist außerhalb von Ballermann-Gas geben einfach nur vertrottelt. Die ist durch Unmengen an Koffein und Zucker natürlich chronisch übermüdet, kann Erlebtes nicht im Schlaf verarbeiten etc, auch wenn sie mal nichts Alk. trinkt. Da reicht schon allein Koffein und Zucker abends schon mehr als aus.

• x 1 #29


B
Puh! Ich habe nicht alle Beiträge gelesen. Aber es tut mir sehr Leid. Pass bitte auch auf deine mentale Gesundheit auf. Ich kann mir vorstellen, du bist auch mit den Kräften langsam am Ende.

Sie wird sich wahrscheinlich erst richtig Hilfe suchen und was ändern wenn SIE sich helfen lassen möchte und wenn sie etwas ändern möchte. Ich glaube als Außenstehender kann man noch soviel auf Jemanden einreden, den letzten Schritt Hilfe bewusst und aktiv annehmen können, muss von dem Betroffenen selbst kommen.

Mir scheint, sie ist noch nicht an diesem Punkt. Was natürlich sehr tragisch ist. Denn so macht sie sich nach und nach mehr kaputt. Sicher sehr schwer für dich zuzusehen und machtlos zu sein.

Du solltest aber auch an dich denken. Hast du denn Unterstützung? Und Jemanden der für dich da ist?

• x 1 #30


A


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