Zitat von Sorgild:Zumal sie ja nicht von Anfang an so einen ausgedehnten Drang danach hatte, fremde Männer kennenlernen zu müssen. Die ersten Ehejahre war ihr das doch gar nicht so wichtig? Erst jetzt auf einmal?
Ich bin da auch der Meinung, dass sich Gefühle trotz Ring oder Kinder verändern können.
Und man kann über viele Motive spekulieren, aber eine Veränderung, die ist greifbar und die ist real. Und von so einer Veränderung berichtet der TE ja auch. Und die Art der Veränderung lässt ja auch schon eindeutig darauf schließen, dass sich die Anziehung des TEs negativ entwickelt hat. Ob die grundsätzlich zum Start sehr hoch war oder einfach die Dame des TEs aus Gründen ein bestimmtes Lebensmodell für sich mit Gewalt durchgeboxt hat, ist zwar durchaus interessant, kommt aber dann doch erst später zum tragen.
Und da die Konkurrenz in Form von WA-Phantasie durch die Dame etabliert wird, würde ich hier auch nicht die Schuld bei der Konkurrenz suchen. Ich weiß nicht, was der Auslöser war. Ich vermute einfach, dass der Dame durch zu viel Sicherheit (Kinder, Ehe) über die Jahre einfach zu langweilig wurde (die Frage, ob man eine gute Wahl beim Partner getroffen hat, schwebt da ja auch im Raum) und sie nun einfach auf emotionaler Ebene Schwung in die Sache bringt. Dabei macht der TE meines Erachtens den Fehler, Ring und Kinder und "erwachsene Beziehung" als Grund zu sehen, die Auswahlmechanismen einer Frau aus der Gleichung zu nehmen. Da schwingt die statische Einschätzung einer sich verändernden Situation mit. So funktioniert das nicht.
Ihr ist langweilig und der TE reduziert durch Verhandlungen und Eifersucht (völlig egal, ob er im Recht ist) seine Anziehungskraft noch weiter. Dazu gibt er der Phantasie-Konkurrenz in WA viel zu viel Raum und demonstriert so, dass ihm da die Selbstsicherheit fehlt, er demonstriert seiner Frau, dass er seinen Wert so niedrig ansetzt, weil er wegen Konkurrenz so ein Fass aufmacht. Er wertet sich selber also stellvertretend für seine Frau. Und als Lösung hofft er auf die rationale Akzeptanz seiner Frau, obwohl er ja ihren emotionalen Auswahlprozess selber triggert. Bei der Anziehungskraft trumpft die Emotion immer die Ratio.
Der Umstand, dass er schon in ihr Handy schaut, zeigt doch eigentlich schon, dass die Fahrt viel früher losgegangen ist. Aber, an der Stelle muss noch erwähnt werden, dass wenn er eine nicht so gute Frau gewählt hat (nicht gut im Sinne von destruktive Lösungsmechanismen die die Frau durchs Leben schleift), er solche Herausforderungen in Form von Konkurrenz auch bekommt, wenn er alles richtig machen würde. Hat er ins Handy geschaut, weil er als Mann die kleinen Spielchen der Frauen nicht durchschaut und an das Sparbuch der Liebe glaubt oder hat er ins Handy geschaut, weil selbst in guten Phasen die Dame seine Selbstsicherheit unter Beschuss nimmt?
Ob Trennung oder Verbesserung der Lage,
die Lösung liegt in
seinem Handeln verborgen, nicht in ihrem.