Gast2000
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Zitat von Ichgeheim:
Ja mir geht es so eben grad besser. Aber das ist ja leider endlich![]()
Die Entwicklung war vorhersehbar, nur der Zeitpunkt war offen. Nach 6 Wochen oder 3-4 Monaten mit
eigener Bleibe wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit genau das ebenso oder sehr ähnlich passiert.
Vermutlich durch ihre neue Freundin, denn nach deinem Bekunden etwa ab diesem Zeitpunkt, hat
deine EF sich immer mehr verändert. Hinzu kam dann der " Freund " und wahrscheinlich unter diesen
Einflüssen und weil sie letztlich das selbst so will, wollte sie ihr bisheriges Leben so nicht mehr. Eine
Art Sinnkrise mit gefühlter Überforderung und Drang neues, aufregendes ohne Verpflichtungen zu
erleben. All das dürfte - alles andere sind Nebelkerzen oder Beiwerk - passiert sein. Sie glaubte mit
der WG einen für sich guten Weg gefunden zu haben. Die Vorteile aus beiden Welten. Daraus würde
sich auch ihr ganzes Verhalten erklärbar machen.
Sie wähnte sich bereits am Ziel für 3 bis 4 Monate ihr anderes Leben zu führen um dann zu sehen
ob das anders leben oder doch die Familie besser ist. Das dürfte ihre Motivation gewesen sein und
genau das hatte sie ja bereits erreicht.
Jetzt spielt ihr EM da nicht mehr mit und plötzlich ist alles, für sie wahrscheinlich völlig unterwartet,
anders. Sie wollte beides, aber das was ihr als sicherer Hafen wichtig war, ist weggebrochen. Ihre
ganzen Reaktionen zeigen das.
Dabei wäre es doch - sie müße das nur wollen - für sie einfach etwas zurück zu rudern, die Kommu-
nikation auf Normalität ohne pers. Kontakt zum " Freund " einschränken und signalisieren das sie
verstanden hat ihre Ehe und Familie nicht weiter auf´s Spiel zu setzen. Die dann noch bestehenden
Probleme wären alle lösbar.
Stattdessen gibt es eine Trotzreaktion von ihr und so tun, als wenn sie an dem Desaster keine Schuld
hat. Sie schadet sich damit selber und kann froh sein, dass du so fair bist und auch für ihre Kinder
da bist. Auch bei ihr wird, wenn der erste Pulverdampf abgezogen ist, sich eine Zukunftsangst ein-
stellen und möglicherweise auch ein sich hinterfragen.
Der TE ist also gut beraten, momentan kein Oel ins Feuer zu gießen und höflich und freundlich blei-
bend mit klaren Ansagen ihr benennen was für ihn nicht mehr geht. Aber auch, dass er die von ihr
ausgesprochene Trennung akzeptiert und momentan auch keine Chance sieht für sie zurück zu
kommen. Fakt ist, sie hat sich selber in eine für sie schwierige Lage gebracht und muß nun be-
fürchten ihre Komfortzone und bisherigen Lebensstandard zu verlieren und zudem anstatt weniger
Stress sich enorm viel mehr, über einen längeren Zeitraum, selbst verursacht zu haben.
Jetzt muß sich erst einmal der Pulferdanmpf verziehen und beide etwas runter kommen. Die letzte
Messe dürfte noch nicht gelesen sein.