Zitat von Flusenhuhn:Sollte sie nach ein paar Monaten wirklich nicht gemerkt haben, dass Du ihr fehlst, kann man eh nichts dran ändern, aber dann sitzt Du bereits in Deinem neuen Leben fest im Sattel.

Hallo Flusenhuhn,
das ist natürlich der Punkt um den es im Endeffekt geht.
Der heutige Abend lässt diesbezüglich aber leider nichts positives ahnen.
Ich komme gerade von der Paartherapie.
Meine Frau hat von dem Besuch der Kinder erzählt. Mein Sohn sagte ihr, dass ich "oft" niedergeschlagen im Haus sitze und auch schon mal "häufiger" geweint habe. Des weiteren das ich sie über alles liebe und bereit für viele Veränderungen bin.
Das war wie ein Schlag in die Magengrube, weil ich mir genau ausdenken konnte, welches Bild meine Frau nun von mir hat. Echt Klasse. Habe heute wieder einen großen Schritt rückwärts gemacht bezüglich: Du wirst durch Deine neuen Aktivitäten von Tag zu Tag attraktiver.
Fakt ist, mein Sohn hat mich zweimal weinend (innerhalb von 3 Wochen) im Haus erwischt und in diesen Momenten war ich auch niedergeschlagen. Wusste einfach nicht, dass noch jemand anders im Haus war und habe meinen Gefühlen einfach mal freien Lauf gelassen. Dumm gelaufen. Ansonsten bin und war ich wirklich nicht niedergeschlagen. Habe im Moment kaum Zeit dafür, ausser kurz nach unseren Therapiestunden, oder Tags drauf. In diesem Zeitraum hat er mich dann auch ertappt.
Natürlich habe ich auch in dem einen oder anderen Gespräch mit meinen Kindern fallen lassen, dass ich meine Frau über alles liebe, alles für sie tun würde und die Dinge nun angehe, die meine Frau an mir bemängelt.
Mein Sohn erhoffte sich wohl mehr Verständnis meiner Frau für meine Situation und das dieser Umstand eher positiv auf unsere Zweierbeziehung wirkt. Das das meine Frau aber eher weiter von mir entfernt als alles andere sieht er ganz sicher nicht.
Typischer Fall von gut gemeint ist nicht gut gemacht.
Bin gerade am überlegen, ob ich mal ein klärendes Gespräch mit meinem Sohn führen soll, um ihm klarzumachen, dass diese Aussagen eher die Ist Situation stärken und nicht das was ich mir für uns alle wünsche.
Auf der anderen Seite möchte ich nicht, dass wenn es endgültig auseinander geht er die Schuld bei sich sucht. Und wieder eine neue Baustelle. Ich könnte kot...en.
Hatte heute das erste mal das Gefühl, dass ich alle Dinge so rüberbringen konnte, wie ich das auch wollte. Fand den Abend ausser dem bescheidenen Anfang sehr positiv. Meine Frau stellt zwar fast alles in Frage was ich sage, doch daran kann ich sowieso derzeit nichts ändern. Den positiven Gesamteindruck habe ich dann auch kurz vor Ende des Gesprächs vorgebracht, als meine Frau dann zum Abschluß sagte, sie hat den Eindruck wir drehen uns im Kreis und wir sollten den Gesprächszyklus von derzeit wöchentlich auf alle 2-3 Wochen verändern.
Und da war er wieder dahin, der positive Gesamteindruck. Der nächste Therapietermin ist jetzt in 3 Wochen.
Na dann sag ich doch mal zu mir selber: "Herzlichen Glückwunsch"