Rheinländer
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Wenn doch nur unser Beziehungsproblem auch diesem zeitlichen Ablauf folgen würde.
Aber dem ist nicht so.
Ja wie steht es im Moment um uns und wie geht es mir dabei. Diese Frage stelle ich mir in der Tat mehrmals die Woche. Meine Frau ist jetzt seit dem 30.12.14 in ihrer eigenen Wohnung. Habe ihr seit dem einmal in der Wohnung geholfen und ansonsten sehen wir uns derzeit nur beim Therapeuten oder wenn wir gemeinsam zu Freunden/Familie eingeladen sind.
Diese Woche hatten wir zum ersten mal beim Therapeuten ein Thema das uns beiden weh getan hat, zeigte es doch exemplarisch unser ganzes Dilemma auf. In dem Gespräch hatte ich das Gefühl, dass mir meine Frau förmlich durch die Finger gleitet. Ein Gefühl das sehr schwierig auszuhalten war. Heute, drei Tage nach dem Gespräch denke ich, ist im Moment einfach noch nicht die Zeit gekommen ans eingemachte zu gehen. Meine Frau muß erstmal wieder zu sich selbst finden und zur Ruhe kommen. Ich denke in 2-3 Monaten können wir eine ganz andere Art von Gespräch führen, als wir das jetzt können. Ich muß einfach lernen ein wenig geduldiger zu sein.
In diesem Zusammenhang stelle ich mir aber eine Frage: Wie soll ich mich die nächsten 2-3 Monate verhalten. Soll ich mich regelmäßig (bei ihr melden, einfach nur quatschen und ab und wann ein Event wie z.B Essen gehen usw. auf "neutralem Boden" organisieren, oder soll ich warten bis sie sich meldet.
Ich habe ihr erstmal gesagt, dass ich mich zurückziehe und wenn sie den Bedarf hat mich zu kontaktieren, ich sicherlich kurzfristig für sie da bin.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob das der Königsweg ist. Gibt es eurerseits Erfahrungen, obwohl ich mir jetzt schon sicher bin, dass es keine allgemeingültige Empfehlung geben kann.
Wie geht es mir in der Situation? Hier kann ich leider heute nicht sagen wie es mir morgen geht. Im allgemeinen bin ich aber stabil und gehe die Tage positiv an. Schlimm sind nur die Momente an denen ich den Gedanken zulasse, dass sich meine Frau endgültig von mir trennt und die Folgen die das für mich, meine Kinder und unsere gesammtes Umfeld hat. Diese Gedanken versuche ich derzeit so schnell als eben möglich zu verdrängen, da ich nicht die Kraft habe darüber nachzudenken.
Beruflich bin ich jetzt wieder gut eingespannt und durch meinen Freizeitverein bei dem ich seit ein paar Wochen aktiv bin, habe ich schon tolle Menschen bei schönen Veranstaltungen kennen gelernt. Die Ablenkung tut mir sehr gut, komme ich doch dadurch sehr regelmäßig unter Menschen. Zuhause könnte ich nicht sieben Tage die Woche hocken. Hier würde mir die Decke auf den Kopf fallen.
Meine größte Stütze sind aber meine Kinder. Die sind sehr liebevoll und oftmals einfach nur für mich da! Wohl dem der sowas hat.
Haushalt, erneuertes Freizeitverhalten, Sportaktivitäten, alles im Griff, läuft super bzw. macht einen riesen Spaß. Ich kümmere mich derzeit viel um mich und merke wie gut mir das tut. Das ich dabei bisher schon 11kg abgenommen habe motiviert mich nur noch mehr, diesen Weg weiter zu gehen.
Soweit zu meiner bzw. unserer derzeitigen Situation.
Ich bleibe am Ball.

Aber ich denke das möchten hier auf der Plattform fast 100% der Leute.