Zitat von VictoriaSiempre:Ich halte Euer (bzw. von Dir) geplantes Arrangement für schwierig. Du wirst gute Gründe für eine Trennung haben - egal, wie andere das sehen -, ziehst sie aber nur semi-konsequent durch. Nicht nachvollziehen kann ich, dass Du zwar mit ihm weiter unter einem Dach leben willst, mitsamt der täglichen von Dir so ...
Du triffst den Nagel auf den Kopf!
Beziehung, Business, Haus und Kinder sind ein verworrener Knoll in meinem Kopf und ich fühle mich gerade nicht imstande, dies zu trennen, geschweige denn gute Lösungen für alle Bereiche zu finden.
Jetzt zu unserem Berufsleben:
Wenn ich in mich rein höre, dann belastet mich die Zusammenarbeit mit meinem Mann am meisten.
Trotz anderer Absprachen (aufgrund Erfahrungen) trifft mein Mann Entscheidungen, die dem Unternehmen schaden und trifft keine Entscheidungen, wo welche nötig wären. Er behandelt unsere Mitarbeitenden oft wenig wertschätzend, so dass uns schon einige gute Leute abgesprungen sind und die restlichen Mitarbeitenden sind frustriert, weil sie sich größte Mühe geben, während der Chef als letzter kommt und als erster geht und in der Zwischenzeit im Internet surft.
Ist nicht gut für das Betriebsklima.
Wenn die Kacke am dampfen ist, kommt er zu mir und jammert, weil er nicht weiß, wie er die Sache wieder hinbiegen kann und ich, natürlich von Existenzängsten gespeist, springe in die Bresche und rette, was es zu retten gibt.
Das ist soooo anstrengend und meine Hoffnung, dass er irgendwann den Sinn darin sieht, sich im Vorfeld mit mir zu beraten, ist gestorben.
Neu hinzugekommen ist, dass er mir manche Entscheidungen, die uns Geld kosten, verheimlicht.
Ich fühle mich für unseren Betrieb sowie für unsere (tollen) Mitarbeitenden mit-verantwortlich und mag nicht mehr rechtfertigen und erklären, wieso mein Mann Zusagen nicht einhält, ihre Mühen nicht belohnt - oder ihre Fragen unbeantwortet bleiben.
Ich habe ihm angeboten, beide Läden alleine zu führen (zuvor hatte er einen Laden und ich einen Laden), während er sich um Haushalt, Kinder und Hund kümmert.
Er war einverstanden, ist dann aber trotzdem weiter in den Betrieb gefahren und plötzlich auch sehr spät nach Hause gekommen, ohne das irgendwelche Ergebnisse seiner Arbeit sichtbar wurden.
Haushalt, Kinder und Hund blieben unbeachtet.
Daher mein Entschluss, aus dem Laden auszusteigen.
Aber vielen Dank für den Tipp mit dem Unterhalt.
Ich werde mir gleich morgen eine Fachanwältin suchen, die mir sagen kann, ob und wann ich unterhaltspflichtig werden würde!