Freiheit-2025
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in meinem Leben habe ich mich schon sehr häufig getrennt, weil der Richtige bis dato nicht dabei war.
Das war ganz leicht und emotionslos.
2007 habe ich dann den Richtigen kennengelernt, geheiratet, Kinder bekommen, bin in seine Selbstständigkeit eingestiegen und habe sein/unser Unternehmen expandieren lassen, habe ihm meine Niere gegeben und natürlich haben wir auch ein Haus gekauft und uns einen Hund angeschafft.
Wir hatten eine fantastische Zeit und ich bin sehr dankbar, ihn kennengelernt zu haben, denn durch ihn habe ich verstanden, was Liebe ist. Leider hatten wir auch von Anbeginn das Problem, dass er sich nur wenig in die Pflichten unseres privaten und beruflichen Alltags eingebracht hat, was besonders in den letzten fünf Jahren (als seine Nierenerkrankung dazukam) dazu geführt hat, dass ich die Verantwortung für Haushalt/ Kinder/ Betriebe/ Mitarbeiter/ Finanzen/ Haus/ Hund/ Beziehung/ Sozialleben/ usw. alleine im Blick haben-, anstoßen und managen musste.
Seit drei Jahren hat er meine Niere und ihm geht es gesundheitlich wieder richtig gut. Aber irgendwie hat er trotzdem nicht mehr zurück in die Welt der Verantwortung und Pflichten gefunden. Aufgabenteilung funktioniert nun kaum noch bzw. ich kann mich nicht darauf verlassen, dass er wirklich tut, was wir eben erst abgesprochen haben. Langfristige Absprachen funktionieren fast gar nicht, weil er dann meistens leugnet, dass wir es überhaupt abgesprochen haben.
Therapeutische Hilfe, die ich bei ihm dringend geboten sehe, sah er lange nicht.
Ihm gehe es doch gut. wenn ich nur nicht immer so viel mit ihm schimpfen würde. (Ursache/ Wirkung wurde ignoriert)
Durch mein Dauer-Geschimpfe habe er sich emotional zurück gezogen, so dass ich mich mittlerweile noch nicht mal mehr gewertschätzt bzw. geliebt fühle.
Mittlerweile bin ich 50 Jahre alt geworden, die Kinder sind 14 und 15 Jahre alt und ich musste feststellen, dass mir der Mental Load die Luft zum Atmen nimmt und ich so nicht den Rest meines Lebens verbringen möchte.
Also bin ich gestern aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ins Gästezimmer gezogen und habe meinen Job in unserem Unternehmen gekündigt (auch wenn ich damit den Ruin des Unternehmens riskiere).
Wir haben vereinbart, dass wir der Kinder zuliebe, noch bis zum Abi (vier Jahre) gemeinsam in unserem Haus wohnen bleiben werden, privat und beruflich aber getrennte Wege gehen. Neue Partner werden in dieser Zeit diskret behandelt und nicht ins Alltagsleben eingebracht.
Nach dem Auszug der Kinder wird das Haus verkauft und wir gehen auch räumlich getrennte Wege.
Was denkt ihr?
Ist das lebbar?
Hat jemand ähnliche Trennungserfahrungen gemacht?