Zitat von Woelkeline: Ich kann aus meiner Lebenserfahrung nur für mich sprechen: ich würde einen ONS, der unter solchen Umständen zustande gekommen ist, nicht wissen wollen. Es war nichts wert, macht aber alles kaputt. Ich würde erwarten, dass mein Partner mit seinem schlechten Gewissen klar kommt. Wüsste ich es, würde ich mich auch rumdrehen und gehen.
Du kannst es ihr sagen. Aber was bewirkt das? Du trägst eine Bürde, einen Rucksack der Schuld mit Dir. So ganz unschuldig warst Du an der Sache nicht, aber auch nicht völlig schuldig. Da war der Alk., da war die Bereitschaft dieser Frau, die sich dann einfach zwischen Euch legte. Also unglaublich, was da abläuft. Ich lege mich doch nicht zwischen zwei Männer ins Bett! Aber nun gut, lockere Sitten halt.
Der Rucksack drückt Dich und Du willst ihn los werden. Und dann reichst Du ihn an Deine Freundin weiter. Denn die muss jetzt mit der brutalen Wahrheit zurecht kommen. Du hast vielleicht den Rucksack los, aber die Scham über das Getane bleibt Dir und die wird noch anwachsen, in dem Moment, in dem Du es ihr gestehst.
Sie wird Entschuldigungen und Rechtfertigungen (betrunken, nicht mehr Herr der Sinne, diese kleine *beep* ...) nicht mehr wahrnehmen, sie sieht nur den Betrug und sie muss nun mit den Konsequenzen leben.
Es war ein einmaliger Fehltritt, ohne Bedeutung für die Beziehung. Sei so gut, und behalte den Rucksack. Und irgendwann stellst Du ihn in eine Ecke im Keller, wo Du ihn vergisst.
Du wirst die erhoffte Erleichterung dadurch nicht bekommen, nur die Bürde weiter geben an einen Menschen, der gar nichts dafür kann. Ist es das wert?
Tipp für die Zukunft: Alk. vernebeln die Sinne und die Gedanken. Vielleicht künftig besser meiden. Und junge Damen, sie sich aufdrängen, können sich auch ein Taxi nehmen, anstatt fremde Männer zu begrabschen.