Zitat von Tom77889: Deshalb plagt mich das schlechte Gewissen, leider seit Monaten, da ich sie nach dem Urlaub auch noch anlügen musste. Sie fragte mich, ob was lief.
Ich musste jedoch erstmal Nein sagen, da ich die Situation selbst erst verarbeiten musste und nicht unüberlegt eine Beichte ablegen wollte. Ich möchte sie auf keinen Fall verlieren, das würde ich nicht ertragen. Zu Beginn unsere Beziehung haben wir vereinbart, dass wir einen Seitensprung immer besprechen. Ich weiß aber auch, wie sie über einen Seitensprung denkt. Sie würde mich sofort verlassen. ohne wenn und aber. Ich möchte aber auch keine Beziehung führen, die auf einer Lüge basiert.
Wenn Du mit Deiner Freundin durch emotionale und körperliche Verbundenheit "eins" geworden bist und sie zudem sensibel ist, dann sei Dir sicher, dass sie etwas gemerkt hat und zwar genau in dem Augenblick, wo Du mit der anderen
Frau GV hattest. Das ist keine Kleinigkeit. Ich weiß nicht, welchen Glaubenshintergrund Du hast, doch das schlechte Gewissen (das "eingebaute Wissen" um das was richtig und falsch ist) plagt Dich und wird weiter plagen, bis es auch
psychosomatisch zum Ausdruck kommt.
In Psalm 32,4-6 wird das sehr deutlich, wo der Psalmist klagt:
4 Denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht,
sodass mein Saft vertrocknete,
wie es im Sommer dürr wird.
5 Da bekannte ich dir meine Sünde
und verbarg meine Schuld nicht;
ich sprach: »Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen!«
Da vergabst du mir meine Sündenschuld.
Es geht in Deinem Fall folglich zuerst um Schuld gegenüber Gott und dann auch noch gegenüber einem Menschen, Deiner
Freundin. Und in dieser Reihenfolge muss sie auch bereinigt werden, sonst wird es nicht funktionieren, zumindest nicht nachhaltig. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du Christ bist, oder nicht. Schuld benötigt Vergebung, ist ein universelles Prinzip, das bei jedem Volk gilt. Eine materielle Schuld kann durch eine Leistung (z.B. Schadensersatz) gesühnt werden, eine ideelle nur durch Vergebung. Bei Diebstahl würde es sich um eine materielle und ideelle Schuld handeln und beide Bereiche wären betroffen. Doch Du kannst bei Fremdgehen nichts materielles "wiedergutmachen" von daher nur bekennen. Jesus wird Dir vergeben, wenn Du mit aufrichtigem Herzen Schuld bekennst, denn es heißt in 1. Joh. 1,9:
Zitat:Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
Und glaube mir, ich weiß wovon ich rede, weil ich in der Vergangenheit dieselbe Schuld wie Du auf mich geladen hatte, nur unter anderen Umständen.
Was Deine Freundin betrifft, wirst Du sie mit beschädigen, wenn es nicht gebeichtet wird und ans Licht kommt. Denn sie hat etwas gespürt und Du hast es abgestritten. Damit hast Du so viel gesagt wie 1. war nichts und 2. kann sie ihrer Intuition nicht vertrauen. Lass das bitte nicht so stehen!
Es kann bedeuten, die unangenehmen Konsequenzen tragen zu müssen. Doch wenn sie Dir etwas bedeutet und Deine Frau werden soll, geht es nicht anders. Es wird Dich so oder so einholen. Darum rate ich zur Aufrichtigkeit!
Seelsorgerliche Hilfe kann Dir zusätzlich die Beratungshotline von CBN geben: 040-18188800
Alles Gute!