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Fremdgehen ist für meine Frau okay - für mich die Hölle

Waspy

Waspy


1968
2021
Zitat von Tisiphone:
Tu dir das nicht an. Lohnt nicht.

Ich weiß. Zum Glück. Plus zwei von mir dann schon hier.
Wir müssen aufhören damit @Tisiphone

05.09.2021 23:25 • #346


Hansl

Hansl


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4233
Zitat von Waspy:
Mich wunderts auch n bisschen, dass dat Getrolle hier soviel Solidarität bekommt.

Naja, ist doch schön.
Jeder hat eben so seine Methoden seinen Schmerz zu verarbeiten.
Verbitterte Menschen üben sich halt oft in Aggression und Feindseligkeit. Abhängig natürlich vom jeweiligen Bildungsstand. Entscheidend ist doch, daß man erkennt warum jemand etwas tut, um optimalen Fall kann man fragen und dies gemeinsam erörtern. Andere führen eben ihren Einzelkampf, um ihre Verbitterung und ihr Versagen irgendwie anzubringen.
Früher soffen sich die Leute einen an, gingen in die Disco und prügelten auf andere ein. Oder saßen alleine im Busshäuschen, schlugen die Scheibe ein und warfen die Flaschen zu Scherben. Heute gehen diese Leute eben im Internet ihren Frust und ihre unbewältigten Ängste durch Abweisungen und mangelnde Liebe loswerden. Man erhöht sich künstlich selbst dadurch, andere zu erniedrigen. Man muß da verzeihen und zuhören.Egal wie übergriffig diese sind.

05.09.2021 23:30 • x 3 #347



Fremdgehen ist für meine Frau okay - für mich die Hölle

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ElGatoRojo

ElGatoRojo


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Zitat von leskine:
Er bat um Meinungen und Tips.

Die hat er hier doch schon seitenlang und mehrfach schon vor Tagen erhalten, ohne dass er sich je wieder gemeldet hätte (was eigentlich auch einigermaßen unhöflich ist). Das kann man jetzt zehnmal wiederholen, aber viel mehr Möglichkeiten als drei sehe ich nicht. Der TE hat auch nichts zum S. Standard seiner Ehe gesagt, so dass man nicht sehen kann, warum sie ausbrechen will - z.B. weil er sie vernachlässigt hat.

Er kann
* ihr Gelaber ignorieren (solange bis sie ihn vor vollendete Tatsachen stellt) und hoffen, dass sie den Mut nicht aufbringt
* einer offenen Ehe (möglicherweise zeitlich begrenzt) zustimmen
* die Ehe aufgrund Vertrauensverlust beenden

Wenn ansonsten das Verhältnis noch gut ist wäre eine zeitbegrenzte offene Ehe (meinetwegen ein halbes Jahr) eher einen Versuch wert als eine sofortige Scheidung.

05.09.2021 23:31 • x 1 #348


Waspy

Waspy


1968
2021
Zitat von Hansl:
Naja, ist doch schön. Jeder hat eben so seine Methoden seinen Schmerz zu verarbeiten. Verbitterte Menschen üben sich halt oft in Aggression und Feindseligkeit. Abhängig natürlich vom jeweiligen Bildungsstand. Entscheidend ist doch, daß man erkennt warum jemand etwas tut, um optimalen Fall kann man fragen und dies ...

Ja sicher. Ich sehe da auch guten Ansatz.
Nur führt es meistens dazu, dass der thread sich immer weiter weg von TE entwickelt.
Kann sein, dass das auch wieder passt irgendwann.
Ich finde es eher unpassend.
Und ja, inkludiert mich selbst auch, weil ich es auch nicht lassen kann, das zu kommentieren.
Ist halt n grundsätzlich anderer Ansatz durchaus.
Aber mehr auch nicht.

(Plus drei. Fin)

05.09.2021 23:34 • #349


Hansl

Hansl


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4233
Zitat von Waspy:
Nur führt es meistens dazu, dass der thread sich immer weiter weg von TE entwickelt.



Naja, dann lasst halt den Grünschnabel seine Ergüsse dort wo sie sind, im Monolog.

05.09.2021 23:42 • x 3 #350


darkenrahl

darkenrahl


3572
7348
Zitat von leskine:
Wir haben alles unterschiedliche Meinungen. Get over it!

Richtig, aber nur du scheinst das nicht akzeptieren zu können.
Und, du benimmst dich hier wie Oberlehrer kuddel

05.09.2021 23:52 • x 7 #351


Hansl

Hansl


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Zitat von darkenrahl:
Richtig, aber nur du scheinst das nicht akzeptieren zu können.
Und, du benimmst dich hier wie Oberlehrer kuddel

Bindungsphobiker weisen immer jegliche Form von Emphatie von sich.
Je nach Grad fallen diese Blockaden und Verhaltensweisen unterschiedlich aus. Oft wird dies so geschickt praktiziert, daß diese Abweisung von Nähe und Gefühlen gar nicht als solche auffällt. Sondern argumentativ und unter durch irgendwelche andere Gründe verschleiert wird. Klassisch ist die typische "Angriff ist die beste Verteidigung" Strategie.
Was hier auch schön in der Diskussion zu erkennen ist.
Fremdgehen als Schutz
Die Anziehung zu anderen Personen und das Bedürfnis fremdzugehen, entstehen (unbewusst) durch die Angst vor emotionaler Nähe und vor allem vor dem Schmerz, den der Verlust des Partners mit sich bringen würde. Gerne wird von Betroffenen vordergründig argumentiert, sie würden ihre Freiheit nicht einbüßen wollen und sich nicht gerne festlegen ein Irrtum! Dahinter verbirgt sich ein schwaches Selbstwertgefühl, das mit extremer Verlustangst einhergeht.
Sich s. exuell anderen Personen zuzuwenden und womöglich sogar permanent fremdzugehen, vermittelt den von Bindungs- und Verlustangst Betroffenen ein Gefühl von "Macht". Sie schaffen automatisch Distanz zu ihrem Partner, um die Nähe zu vermeiden, deren Verlust sie nicht ertragen könnten. Darüber hinaus wird ihr schwaches Selbstwertgefühl durch die S. Betätigung außerhalb der Beziehung genährt und gibt ihnen ein Gefühl von Stärke. Die eigentlich so nach Liebe und Nähe Suchenden kompensieren also ihre Hilflosigkeit und Angst durch aktives Ersatzverhalten.
Was man hier im Forum oft beobachten kann.
Wenn man hinsieht.

06.09.2021 00:33 • x 5 #352


ElGatoRojo

ElGatoRojo


3049
1
4348
Zitat von Hansl:
Bindungsphobiker weisen immer jegliche Form von Emphatie von sich.

So einfach ist es nicht. Fremdgehen muss nicht direkt an Bindungsphobie gekoppelt sein, sondern kann auch andere Gründe haben. Hier wurde nur die klare Ansage der Ehefrau dargestellt, aber der Hintergrund ist unklar.

Zitat von Hansl:
Die Anziehung zu anderen Personen und das Bedürfnis fremdzugehen, entstehen (unbewusst) durch die Angst vor emotionaler Nähe und vor allem vor dem Schmerz, den der Verlust des Partners mit sich bringen würde

Der Schmerz, den der Verlust des Partners mit sich bringen würde, kompensiert jemand, in dem er (mit jemand anderem) die Beziegung crashen läßt? Hört sich ro richtig logisch nicht an. Die meisten Affären sind ja eben deswegen heimlich, um die reguläre Beziehung weiterhin aufrecht erhalten zu können - und nicht selten mit dem gleichen Grad an Zuneigung wie zuvor. Hier spielen viel mehr Motive eine Rolle und auch verschiedene Motive der Beteiligten. Deswegen gibt es nicht nur die eine Erklärung, die du dargestellt hast.

06.09.2021 00:49 • x 1 #353


DonaAmiga

DonaAmiga


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4
5321
Zitat von Hansl:
Man muß da verzeihen und zuhören.

Nö.

06.09.2021 01:28 • x 2 #354


Hansl

Hansl


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4233
Zitat von ElGatoRojo:
So einfach ist es nicht. Fremdgehen muss nicht direkt an Bindungsphobie gekoppelt sein, sondern kann auch andere Gründe haben. Hier wurde nur die klare Ansage der Ehefrau dargestellt, aber der Hintergrund ist unklar.

Ich beziehe mich jetzt nicht auf den konkreten Fall. Sondern auch etwas auf Menschen, die hier Polygamie etc ua wissenschaftlich legitimieren, oder eben überhaupt als gültige Wahrheit verkaufen. Oder andere Geschichten. Man aber durchaus auch eine simple Bindungsangst vermuten kann.

Zitat von ElGatoRojo:
Der Schmerz, den der Verlust des Partners mit sich bringen würde, kompensiert jemand, in dem er (mit jemand anderem) die Beziegung crashen läßt? Hört sich ro richtig logisch nicht an

Ist es auch nicht.
Aber stellt sich oft so dar.
Hab ich selbst übrigens ähnlich praktiziert, im Ansatz.

Zitat von ElGatoRojo:
Deswegen gibt es nicht nur die eine Erklärung, die du dargestellt hast.

Natürlich nicht.
Aber das Wesen solcher Ängste stellt sich mitunter so dar.

06.09.2021 09:48 • x 1 #355


ElGatoRojo

ElGatoRojo


3049
1
4348
Zitat von Hansl:
Sondern auch etwas auf Menschen, die hier Polygamie etc ua wissenschaftlich legitimieren, oder eben überhaupt als gültige Wahrheit verkaufen. Oder andere Geschichten. Man aber durchaus auch eine simple Bindungsangst vermuten kann.

Ich vermute, das ganze Gebiet S. Treue ist bei vielen Menschen ideologisch vermint. Sowohl in Richtung unbegrenzter Libertät als auch in Bezug auf strikte Moral. Und dass eben die persönliche Erwartungshaltung zu oft mit der Realität kollidiert. Solange dann aber zwei Menschen mit gleicher Auffassung und Handlungsweise zusammen sind, ist es ja kein Problem. Dramatisch wird es ja immer erst dann, wenn der/die eine ausbrechen will oder dazu verführt wurde (siehe hier beim TE).

Dass Menschen in ihrer Bereitschaft zur Untreue verschieden sind, ist ja klar. Es ist eben ein starker biologisch-unbewußter Anreiz zum S., der "nur" ziviisastorisch-moralisch gezähmt wurde. Das kann man gerade in der Ehe natürlich als strikt monogames Versprechen sehen und wird so ja auch von vielen ganz konflikfrei jahrzehntelang so gelebt. Vermutlich ist das aber anderen Menschen auf Dauer zu wenig und das besonders dann, wenn sie schon früh gebunden wurden.
Zitat von Hansl:
Aber das Wesen solcher Ängste stellt sich mitunter so dar.

Bei Verlustangst würde ich eher ein an den Partner klammerndes Verhalten erwarten, das ihm den Freiraum nimmt. Oder ist das eine zu naive Sicht?

06.09.2021 11:08 • #356


Hansl

Hansl


4752
3
4233
Zitat von ElGatoRojo:
Ich vermute, das ganze Gebiet S. Treue ist bei vielen Menschen ideologisch vermint. Sowohl in Richtung unbegrenzter Libertät als auch in Bezug auf strikte Moral.

Vermutlich, ja.
Aber es ist doch normal, daß man versucht eine philosophische Basis zu finden. Im Prinzip versucht man doch nur zufrieden zu sein. Und ich persönlich lebte und lebe perfekt damit, meiner Frau treu zu sein, sie nicht zu verletzen. So wie ich das nicht will. Ob das nun richtig, falsch oder wissenschaftlich unsinnig ist, daß interessiert mich null. Warum auch?

Zitat von ElGatoRojo:
Vermutlich ist das aber anderen Menschen auf Dauer zu wenig und das besonders dann, wenn sie schon früh gebunden wurden.

Ich sehe das relativ unkompliziert.
Das Leben ist kein Ponyhof. Ich unterscheide einfach zwischen Vorsatz, der charakterlichen Verankerung und dem Umstand dass das Leben eben zuschlägt.
Dann kann man immer noch schauen, was man daraus macht.
Wenn einem der Partner und die Beziehung weiter wertvoll ist.

Zitat von ElGatoRojo:
Oder ist das eine zu naive Sicht?

Ja, denn solche Ängste lösen wesentlich mehr paradoxe Verhaltensweisen aus, als es der Begriff oberflächlich vermittelt. Es ist tatsächlich so, daß der Betroffene auch schon mal dem Ereigniss des Verlustes dadurch zuvorkommt, indem er den Supergau kontrolliert selbst einleitet. Um die Kontrolle über das Leiden und die Situation zu behalten. Paradox, aber ist so.
Ich persönlich erlebe dies gerade als Dämon in mir.

06.09.2021 12:53 • #357


ElGatoRojo

ElGatoRojo


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1
4348
Zitat von Hansl:
Aber es ist doch normal, daß man versucht eine philosophische Basis zu finden. Im Prinzip versucht man doch nur zufrieden zu sein.

Ja
Zitat von Hansl:
Wenn einem der Partner und die Beziehung weiter wertvoll ist.

Glaube daher, bei Affären sollte man den Unterschied machen ob da something nebenbei laufen soll oder ob jemand keine Gefühle in der Beziehung mehr hat und sich neu verliebte. Dessen ungeachtet muss man natürlich bei jedem Menschen die persönliche Schmerzgrenze respektieren.
Zitat von Hansl:
... daß der Betroffene auch schon mal dem Ereigniss des Verlustes dadurch zuvorkommt, indem er den Supergau kontrolliert selbst einleitet

Wäre zwar nicht mein Ding, weil für mich unlogisch. Aber mag es ja geben. Vielleicht kann man das Verhalten der Ehefrau in diesem thread sogar so interpretieren: Ihn verunsichern, ihm eine Affärenerlaubnis vorgaukeln und prüfen, ob er sich mehr um sie bemüht oder wenn unerwartet nicht es zum Trennungsanlaß nehmen.

06.09.2021 14:55 • x 1 #358


Hansl

Hansl


4752
3
4233
Zitat von ElGatoRojo:
Glaube daher, bei Affären sollte man den Unterschied machen ob da something nebenbei laufen soll oder ob jemand keine Gefühle in der Beziehung mehr hat und sich neu verliebte.

Absolut.
Und dann kommt zu tragen wie beide Teilnehmer charakterlich verankert sind. Was für Wertevorstellung jeweils vorliegt. Sind dann echte Gefühle vorhanden, nutzt jegliches taktieren und denken oft nicht.
Trotzdem ist es meiner Ansicht nach ziemlich einfach. Denn ich glaube auch weiterhin an Liebe. Und auch daran, daß auch romantische Liebe zumindest die Vorstellung davon ein Existenzrecht hat. Ja, wenn es echt ist, dann wird nicht selten die Büchse der Pandora geöffnet. Wenn man aufeinmal erkennt, wer man war, noch ist.
Trotzdem ist die Antwort der Weg einfach. Man muss wissen was echt ist. Und wissen was und wen man liebt. Nein, ob ich "liebe" darüber muss ich nicht diskutieren. Ich habe es noch nie nötig gehabt mir Liebe oder Gefühle einzubilden. Ja vielleicht ein Luftschloss. Aber es ist ein Unterschied, ob ein Mensch klar und absolut bewusst "ja" sagt. Und die absolute Bereitschaft in sich trägt, es zu versuchen. Ob es klappt weiß man nie.
Die Frage nach Monogamie stellt sich mir nicht.
Ich weiß, ich verletzte meinen Forengrund letztes Jahr mal weil ich mit einer anderen den ganzen Abend in der Bar verbrachte. Obwohl mein FG kein Paar sind.
Mir tut es immer noch weh, sie da verletzt zu haben.
Das wenn, aber usw interessiert mich null. Ob das dumm, klug, falsch oder richtig ist.

Zitat von ElGatoRojo:
Wäre zwar nicht mein Ding, weil für mich unlogisch.


Ich will es nicht fertig.
Zitat von ElGatoRojo:
Dessen ungeachtet muss man natürlich bei jedem Menschen die persönliche Schmerzgrenze respektieren.

Das natürlich.
Tötlich kann aber sein, die eigene Schmerzgrenze zu missachten.


Zitat von ElGatoRojo:
Wäre zwar nicht mein Ding, weil für mich unlogisch.

Natürlich ist das unlogisch.
Aber das Wissen darum, dass Betroffene mit solchen Ängsten oft wegen sich selbst unter starkem Leidensdruck stehen, lässt manches in einem anderen Licht erscheinen. Wenn diese natürlich reflektieren, sich ihrer Defizite klar sind.

Zitat von ElGatoRojo:
Vielleicht kann man das Verhalten der Ehefrau in diesem thread sogar so interpretieren: Ihn verunsichern, ihm eine Affärenerlaubnis vorgaukeln und prüfen, ob er sich mehr um sie bemüht oder wenn unerwartet nicht es zum Trennungsanlaß nehmen.

Ja, mag sein.
Aber sie übt dann emotionale Gewalt aus.
Dies akzeptiere ich weder bei mir selbst, noch bei anderen.

06.09.2021 15:24 • x 3 #359


ElGatoRojo

ElGatoRojo


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4348
Zitat von Hansl:
Aber sie übt dann emotionale Gewalt aus.

Wobei das wieder ein weiteres Thema wäre - wo sie beginnt und in welcher Stärke sie auftritt. Und eben in welchem Maß sie in einer Beziehung unvermeidlich ist.

06.09.2021 15:41 • x 1 #360



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