Zitat von Josefine81: Auch vor dem Hintergrund, dass seine Ex i.d.R. strickend im Schaukelstuhl sass und er, wenn er nach vier Wochen Arbeit nach Hause kam, noch nasse und stinkende Waesche in der Waschmaschine gefunden hat, die er vier Wochen zuvor angestellt hatte...)
Zitat von alleswirdbesser: Und dass die Waschmaschine vier Wochen lang nicht bedient wurde, bei vier Personen Haushalt halte ich für ein Märchen.
Danke @alleswirdbesser genau mein Gedanke. Klar, in einem Haushalt mit zwei Kindern läuft die Waschmaschine vier Wochen lang nicht, die Kinder organisieren sich selbst während Mama sich einen Lenz macht und strickend im Schaukelstuhl sitzt. Puh. Da muss die Brille aber ordentlich rosa angelaufen sein, um das zu schlucken. Da werden Legenden gestrickt, um unbedingt die Ex schlecht aussehen zu lassen und den Ehrgeiz von Next zu wecken, doch besser zu sein. Klappt gerade auch ganz gut.
Zitat von Josefine81: Ich finde auch, dass er es sich in seiner Opferrolle sehr gut eingerichtet hat.
Zitat von Josefine81: Das kann ich ihm so aber natuerlich nicht sagen, waere ja super verletzend.
Oh ja. Die seltsamen, mitleiderregenden Geschichten aus dem Paulanergarten rund um die Missetaten seiner Ex spornen dich ja auch ordentlich an es besser zu machen. Schade, dass du es ihm nicht konstruktiv transportieren willst, dass er mal aus seiner Opferrolle raus schlüpfen sollte. In einer Paarbeziehung gehört auch konstruktive Kritik dazu. Auch dem Partner mitzuteilen, wenn du der Meinung bist, er hat sich gemütlich in seiner Opferkuhle eingenistet. Das darf auch durchaus kritisch aber freundlich angebracht werden. Es passt aber zu eurer Beziehung, in der du auf Zehenspitzen um das Thema Zeitmanagement, Paarzeit und Bedürfnisse herum tänzelst, um dem armen, gebeutelten Mann das Leben zu erleichtern.
Zitat von Josefine81: er wollte eigentlich keine Kinder und sagt immer, er sei nicht fuer Kinder gemacht. Das aendert nichts daran, dass er sie sehr, sehr liebt und auch weiterhin dafuer kaempfen wird, sie 50% der Zeit zu haben, mit geteiltem Sorgerecht, seinen Sohn evtl auch irgendwann Richtung 100%, wenn er aelter ist und das will. Und er ist ein ganz toller und liebevoller Papa. Aber es erklaert, warum er in Bezug auf seine persoenliche Freiheit einen so aggressiv-depressiven-Kurs faehrt, er betrauert wirklich den Verlust seines Lebens, so wie er es vor den Kindern hatte (goennt mir allerdings alle meine Freiheiten aus ganzem Herzen).
Die Kindernummer ist auch strange. Er wollte nie Kinder. Fühlt sich eingeengt. Nun hat er zwei. Komisch, dass er nach dem ersten keine Verantwortung übernommen hat. Ich finde, es erklärt keineswegs, seinen aggressiv-depressiven Kurs. Ein bisserl weniger Opferrolle dafür ein Quäntchen mehr Selbstverantwortung, dann wär das schon konstruktiver. Richtig schräg wird das Ganze, wenn er verlautet, das Kind irgendwann ganz bei sich haben zu wollen. Das passt überhaupt nicht zu seiner ominösen Trauer um den vermeintlichen Verlust seines Lebens. Klingt alles ziemlich egozentrisch, wenn dir dieses opfernde Gehabe gut tut, dann go for it. Ich schätze, das kann irgendwann richtig nerven.