Hallo Frie,
hast du meinen Tipp befolgt und mal nach typischen Verhaltensweisen gegoogelt? Mein Cluster-B-Radar springt bei deinen Schilderungen weiterhin ziemlich deutlich an.
Es geht mir dabei nicht darum, irgendeine "Diagnose" in den Raum zu werfen, sondern ein Verstehen bei dir darüber zu erwirken, dass bestimmte Verhaltensweisen darauf hindeuten, dass es sich nicht um ein Problem in der Beziehungsdynamik handelt, sondern um eines welches in der Persönlichkeit der Protagonisten begründet ist. Inwieweit diese Persönlichkeit nur sehr ausgeprägte Anteile hat oder ob das schon ein Störungsbild ist, spielt dabei keine Rolle. Es geht darum dass du grundsätzlich anerkennst, dass ihr Verhalten in ihrer Persönlichkeit begründet ist und du dich davor schützen und abgrenzen musst, da du es keinesfalls wirst ändern können.
Sie ist wie sie ist, und sie agiert wie sie agiert. Das liegt übrigens nicht an irgendeiner vorangegangenen Beziehung, sondern solche Muster sind die Folge von entwicklungsgefährdenden Lebensumständen in frühester Kindheit - um dir direkt mal den Zahn zu ziehen, du müsstest ihr Weißer Ritter sein, also ein "besserer Mann" sein als deine Vorgänger, mit denen sie so "schlechte" Erfahrungen gemacht hat. Ich tippe ja eher darauf, dass die der gleichen Behandlung unterzogen wurden wie du, je nachdem, wie lange und/oder intensiv sie das Spielchen mitgemacht haben.
Deine Frage sollte also weniger sein, wieso sie sich so besch*ssen benimmt, sondern wieso du dir eine solche Behandlung bis hierher hast gefallen lassen und aktuell anscheinend auch weiterhin gefallen lassen wirst.
Zitat von Frie: Das Problem ist tatsächlich die vielen passiv agressiven Aussagen für einen Außenstehenden irgendwie vernünftig rüber zu bringen.
Ich finde deine Beispiele sehr transparent und konnte das auch schon deinem Eingangsposting deutlich entnehmen. Klar, du hast deine Baustellen, aber mein Eindruck ist keineswegs, dass du deiner Freundin nicht genug Verständnis entgegenbringst oder sonstwas. Im Gegenteil, du bist viel zu nachgiebig und lässt sie nach Laune auf dir herumtrampeln. Deine Schilderung zeichnet mir kein Bild einer "Oberliga-Frau", sondern eher das von einem Problembären (sorry). Allerdings bist du es, der am Nasenring tanzen soll.
Mit einer Frau, die so tickt, auszukommen bedeutet im Grunde, ihr ständig Paroli bieten und deutliche Grenzen setzen zu müssen (statt stundenlanger "Gespräche" in denen man sich ständig gegen irrsinnige Vorhaltungen rechtfertigen und seine Vertrauenswürdigkeit beweisen muss). Das ist nicht nur irre anstrengend, es führt auch dazu, dass keine wirkliche Partnerschaft entsteht, da Augenhöhe unmöglich ist, wenn ständig darum gerungen werden muss, anständig behandelt zu werden.
Zitat von Frie: ständiges "Silent Treatment"
Früher dachte ich, jemand, der so handelt, weiß einfach nicht wie man Konflikte "richtig", fair usw. löst und ich könnte ihm das mit genug Geduld vermitteln... heute weiß ich, jemand der so agiert, tut das bewusst um seine Ziele durchzusetzen, nimmt meine dadurch entstehenden Nöte in Kauf und hat keinerlei Skrupel, mich manipulativ und unfair zu behandeln. Für mich wäre allein (!) dieser Punkt aus deiner Liste genug, das Kennenlernen (mehr ist es nach acht Monaten aus meiner Sicht noch nicht wirklich, sorry) als gescheitert zu betrachten, aufgrund ungenügender partnerschaftlicher Qualitäten des Kandidaten.