Also was ich krass finde, ist, dass wenn Frau und Mann dasselbe tun, es offenbar nicht das Gleiche ist

Habe hier Kommentare von Frauen gelesen, die wohl bei umgekehrter Rollenverteilung ganz andere Ratschläge erteilt hätten, bei den Männern dasselbe. Manchmal hilft eine nüchterne Sicht auf die Dinge und die Geschlechter dabei nicht zu beachten.
Fakt ist, die junge Frau war 17! und gemäss ihr und dem TE nicht offiziell mit TE zusammen. Ich sehe von daher keine eigentlichen Betrug bzw kein Fremdgehen. TE hingegen hat seine Schlange in einen fremden Mund gelegt. Ob er abgebrochen hat finde ich nebensächlich, denn es ist und bleibt Betrug.
Aber ich glaube den Kern des Problems erkannt zu haben und kann mit TE mitfühlen. Die Vögelei ist dabei nicht das Problem, sondern das Lügen ohne rot zu werden. Wenn man glaubt einen Menschen zu kennen und sich dabei dermassen irren kann, bringt das das eigene Weltbild massiv ins Wanken, im schlimmsten Fall sogar zum Einsturz. Ich hätte ein Riesenproblem damit, meine grosse Liebe nicht mehr im selben Licht sehen zu können wie davor, weil man dermassen enttäuscht wurde und sich der gemeinsamen Zukunft unsicher wird. Salopp gesagt, hat seine Frau den Glanz, den er dermassen an ihr liebte, mit diesem Geständnis verloren. Das zu verarbeiten braucht Zeit. Ich bin aber überzeugt, dass das Positive massiv überwiegt, sodass einer Fortführung der Ehe nichts im Wege steht. Dafür muss TE aber sein Ego überwinden.
Für dich TE, musst Du folgende Fragen beantworten:
- Bist Du bereit, die wunderbaren 8-10 Jahre wegen dieses Vorfalls wegzuwerfen?
- Bist Du dir bewusst, dass das was Du gemacht hast, Betrug ist und Du ihr das beichten müsstest, wenn Du eine saubere Sache haben möchtest?
- Hat sie dir in den vergangen Jahren je einen Grund geliefert an ihrer Liebe zu zweifeln?