Zitat von Lars94:ich denke mal, es geht hier viel um das haben wollen / besitzen. Gewinnen / verlieren.
Nein, glaube ich nicht. Ich denke, es gibt einfach Vorfälle, danach ist es nicht mehr wie vorher. Danach kann man einem Menschen nicht mehr mit der gleichen Offenheit begegnen, wie vorher.
Da muss man sich wirklich mühsam durcharbeiten. Und selbst dann ist der Ausgang ungewiss.
Zitat von Lars94:Der S. mit der anderen war nicht das Problem für sie. Sie sagt: S. mit vielen kann gut sein, es ist okay dass du das probieren wolltest. Das hat sie mir verziehen. Es war echt nur diese Aussage.
Und das ist absolut verständlich. Sich mit verschiedenen Bettpartnern auszuprobieren, das ist ein Wunsch, der erstmal jedem einleuchtet, und auch ihr ihren Wert nicht nimmt.
Wenn du ihr sagst, dass sie als Person nicht gut genug ist, um dich in sie zu verlieben, dann stellst du ihren Selbstwert in Frage. Insbesondere, da sich ja sicher gespürt hat, dass du sehr wohl in sie verliebt warst, und dadurch auch noch ihre Wahrnehmung in Frage gestellt wurde.
Das braucht vielleicht nochmal Erklärung: eine wichtige Erkenntnis aus meiner Psychotherapie war, dass ich in meiner Kindheit mehrmals völlig arglos in gewissen Situationen war, und von meinen Eltern übel Arger bekommen hab, den ich überhaupt nicht verstanden habe. Aber meine Wahrnehmung wurde nicht beachtet. In die gleiche Kerbe hat mein Mann dann quasi geschlagen, indem er mir jahrelang immer wieder erzählt hat, dass alles in Ordnung sei, obwohl ich deutlich spüren konnte, das etwas nicht stimmt.
Irgendwann wußte ich überhaupt nicht mehr, welchen Wahrnehmungen ich vertrauen darf, auf welcher Basis ich handeln soll, und wann die nächste Katastrophe aus heiterem Himmel über mich hereinbricht, weil ich irgendetwas schrecklich falsch eingeschätzt habe.
Insofern kann ich sehr gut verstehen, dass so eine Ansage sehr zerstörerisch ist.
Edit: Seh gerade, viel davon hast auch wieder selber schon erkannt.