Lieber Lars,
gerne möchte ich Dich auf eine Mission schicken:
Entdecke Dich selbst.
Wie gesagt, wenn, dann hat sie es
mitgemacht sich als Nr. 2 zu fühlen.
Vergleichbar, wie wenn Du dich mit verwürztem Essen im Restaurant zufrieden gibst, anstatt zu reklamieren / nachbessern zu lassen.
Lars, Fakt ist, es ist müßig und nicht zielführend sich wegen eines Konjunktives der Parallelwelt als Nr. 2 zu fühlen. Weil da eine sein hätte können, die Dir hätte besser gefallen können...
Das kannst Du auf
alle Lebenslagen anwenden und erlangst immerwährende Unzufriedenheit mit dem Status Quo.
Hurra! *Sarkasmus*
Deswegen arbeitet man besser mit so isses, statt so "hätte" es sein
können.
Zitat von Lars94:Ich war schon immer der der weniger wichtig war. Unsere Beziehung bestand fast ausschließlich aus ihren Themen. Ich hab immer zugehört, sie nicht in Frage gestellt (bis vor kurzem)
Bitte, was

Das geht gar nicht.
Beide müssen
gleich wichtig sein.
Aha. Du warst also Gesellschafter, Verehrer, Unterstützer und Zustimmer.
Merkste was fehlt?
Du.
Andere Menschen nehmen für diese pers. Dienstleistungen Geld.
Du warst als Mensch, mit deinen Bedürfnissen...
nicht existent.
Sorry. *Bin gerade leicht entsetzt.*
Zitat von Lars94:Ich kann mir vorstellen dass ich sie mehr liebte als sie mich, da ich sie mehr liebte als mich selber.
Ja, stimme voll zu.
Nächster Fehler.
Meine Mutter fragte ich mal, ob die Bibel eine Hauptbotschaft hat.
Ihre Antwort:
"Liebe deinen Nächsten, wie Dich selbst."
Darin sind 2 Aussagen vorhanden:
Liebe den anderen &
Liebe Dich selbst.
Du hast nur eines davon beherzigt.
Warum, musst Du für Dich klären.
Und wie Du das änderst.
Zitat von Lars94:Meine Wünsche und Bedürfnisse.. ich weiß nicht mal, ob sie die kennt. Sie hat sich nur für Wünsche interessiert, die ihr "gefährlich" werden könnten.
Kennst Du selbige?
Das hätte sie müssen.
Nach 4 Jahren(!) hätte sie die im Schlaf wissen müssen.
Was ich liebe interessiert mich doch auch und möchte ich kennen.
Kannte ich bei meinem Partner schon nach 1 Jahr.
Da lief einiges grundlegend falsch zw. euch.
Das ist extrem desinteressiert an Dir.
Auch das... ein No-Go.
Lässt Dich auch als Menschen... austauschbar erscheinen.
Zitat von Lars94:Ich war glücklich, weil es sie gab. Aber glücklich gemacht! das hat sie nicht in dem Sinne als dass mein Glück durch sie kam.
Auch das kannst Du über einen lieben coolen Onkel sagen oder über die Sonne.
Es geht darum mit dem anderen eine Bereicherung im Leben zu erfahren, eine Maximierung des Glückes.
Liest sich bei Dir jetzt auch nicht so wirklich so.
Zitat von Lars94:Ich habe immer gegeben, bis ich nichts mehr hatte. Ich hätte sie bis an mein Lebensende auf Händen getragen.
Ersteres ist falsch.
Du bleibst auf der Strecke dabei.
Du warst für sie die Wohlfahrt, sie die Nutznießerin.
Nur, wo füllst Du die Akkus auf?
Warum musst Du jemand anderes Energiequelle sein?
Brauchst Du keine Energie für Dich?
Kann sie das nicht selbst?
Sollte sie nämlich.
Das ist absolut ungesund.
Auf die Arbeitswelt übertragen würde ich sagen, dass Dich am Horizont das Burn-Out erwartet.
Wieso ließest Du das zu?
Das 2. ist dann angemessen, wenn sie
auch Dich auf Händen trug.Woher die Annahme, dass deine Freundin ein sakrosankter unfehlbarer Mensch ist?
Kannst Du grundsätzlich Komplimente annehmen?
Ist es Dir unangenehm, wenn andere etwas für Dich tun?
Wo ist deine Wertschätzung Dir selbst gegenüber?
Beurteilst Du dich selbst als liebenswert und wertvoll?
Der eine gute Behandlung verdient hat?
Die Asymmetrie zwischen euch liest sich furchtbar.
In eurer Beziehung sehe ich
keine Augenhöhe und
keine Liebe.
Welchen Sinn bzw. Nutzen hatte diese Verbindung für Dich?
Was konntest Du mit ihr erwünschtes realisieren?
Es ist das Beste, was Dir passieren konnte, dass es vorbei ist.
Ganz ernsthaft.