Zitat von plaid:Für mich ist es auch selbstverständlich, den Partner in einer Beziehung wo es geht, zu unterstützen. Die schönen und positiven Dinge sind leicht mitzunehmen.
Eben. Das zeichnet eine Beziehung doch aus; Für jemand da zu sein, auch wenn man selbst zurückstecken muss.
Ich frage mich ständig, warum die vorherigen Jahre so gut gelaufen sind... aber ehrlich gesagt denke ich aus einen Grund: Sie hat in der Zeit noch die "Vorteile" genießen können.
Zitat von plaid:Mir wurde diese Haltung bei einem Gespräch mit einer Bekannten sogar so ausgelegt, dass ich mir für Hilfe/Unterstützung Liebe erkaufen will. Dem muss ich einfach widersprechen.
Sowas in der Art wurde mir auch durch die Blume gesagt. Was soll ich sagen!?
Natürlich wollte ich, dass es ihr und den Kleinen an nichts fehlt. Und natürlich wollte ich auch, dass ihre Eltern, Verwandte und Freunde sehen, dass ich ein "guter Fang bin"
Ich wollte schließlich, dass ihr Vater denkt "Der kümmert sich um meine Tochter und meinen Enkel."
Zitat von plaid:Ich muss allerdings auch sagen, dass ich es im Nachhinein nicht gemacht hätte, wenn ich gewusst hätte, dass sie kurz nach dieser Wohnungsrenovierung Schluss machen wird.
Ich würde das Gleich auch gerne von mir behaupten können... kann ich nur leider nicht.
Nach 5 Jahren Beziehung wusste sie eben, welche Knöpfe sie bei mir drücken musste, damit ich wieder weich werde.
Ein wenig auf die Tränendrüse drücken, ihre kranke Mutter erwähnen und den Kleinen mit einbeziehen, schon kam mein schlechtes Gewissen.
Auch wenn man sich trennt, will man sich auch irgendwo im Guten Trennen. Besonders, wenn ein Kind im Spiel ist, was sein halbes Leben mit mir verbracht hat.
Es hat lange gedauert, bis ich eingesehen habe, dass "im Guten trennen" bei uns nicht mehr funktionieren wird.
Zitat von plaid:Kurz nach der Trennung hat sie mich z.B. noch gefragt, ob ich ihr wenigstens noch bei der ausstehenden Steuererklärung helfen könnte. Es kam nicht dazu, aber die Nachfrage war ernst gemeint! Es zeigt mir einfach deutlich, dass sie, wenn überhaupt, nur oberflächlich an mich und wie es mir geht gedacht hat.
Solche plumpen Nachfragen hätte ich auch im Keim erstickt. Aber zumindest ist sie ehrlich und wickelt dich nicht vorher um den Finger. Das erspart dir viel Ärger.
Dies war ja eines ihrer Verhaltensweisen, die ich ihr nach wie vor vorwerfe. Mir die Reue und die große Liebe vorspielen, damit ich ihr wieder unter die Arme greife. War das erledigt, wurde ich wieder abgesägt.
Ich denke die Erfahrung war mehr als ausreichend und ich hoffe, dass mir sowas nicht ein zweites Mal passiert.
Denn noch denke ich, dass diese Erfahrung auch vieles kaputt gemacht hat, was das Vertrauen in zukünftige Beziehungen betrifft.