Zitat von Silence_:Mein toll habe ich zwar noch nicht gefunden
Doch ich nähere mich einem ok
Immerhin
Dein "toll" kannst du getrost vergessen. Lass dein "toll" einfach los. Du bist im "untoll" und du möchtest ins andere Extrem. Das ist natürlich. Der Verstand strebt immer zum anderen Extrem hin. Du bist im Unglück und strebst nach Glück. Vergiss dein Glück, dann wirst du auch dein Unglück vergessen. Das eine kann ohne das andere nicht existieren. Nicht im Unglück zu sein ist mehr als man verlangen kann. Vergiss dein Glück und kümmer dich ausschließlich um dein Unglück. Dein Glück ist weit entfernt. Dein Unglück ist gleich hier, gleich jetzt. Wie du schon richtig sagtest: Man kann nur mit dem Arbeiten was man hat. Man muss den Menschen da abholen, wo er gerade steht und nicht da wo er stehen sollte. Du stehst im Unglück, also muss man sein Glück vergessen und mit seinem Unglück arbeiten. Glücklich zu sein ist nicht das Ziel und nicht die Lösung. Den Unfug sollte man sich aus dem Kopf schlagen.
Nicht Unglücklich zu sein, dass ist der erste Schritt. Glücklich zu sein ist nicht nötig. Es reicht vollkommen aus nicht Unglücklich zu sein.
Wer nicht unglücklich ist, der ist einfach nur. Weder das eine noch das andere. Du bist. Mehr braucht es nicht. Um in die Mitte zu kommen, muss man über einen der beiden Pole, Glück und Unglück hinaus gehen. Beides sind extreme ein und der selben Sache. Einen anderen Weg gibt es nicht um in die Mitte zu gelangen. Schnapp dir dein Unglück und gehe darüber hinaus. Dann wird es geschehen...
Zitat von Silence_:Wieder und wieder zerrt das Alte an mir
Erwische ich mich dabei, wie ich in seine Richtung Energie aussende
Zitat von Silence_:Meine Energie auf mich auszurichten ist wie laufen lernen. Ich komme ein, zwei Schrittchen weit . Maximal . Wenn es mir gelingt, freue mich . Doch bumms, sitze ich wieder auf dem Boden. Verschwende Energie . Manchmal stundenlang . Bis ich wach werde . Mich ärgere . Dann packt mich der Ehrgeiz, es erneut mit dem Laufen zu versuchen
Immerhin
Wie wäre es mit der Spiegel-Technik? Bist du sicher das es nicht seine Energien sind und du sie empfängst? Oder sind es wirklich deine Energien die du ihm sendest? Das ist meist nicht einfach zu erkennen. Wenn sie spontan erscheinen, kann man meist davon ausgehen das es die Energien von dem anderen sind. Wenn sie sich langsam steigern und aus uns selbst heraus wachsen, dann sind es meist unsere eigenen.
Eine Technik um die Gefühle zurück zu schicken, ist, sich einen Spiegel zwischen euch vorzustellen. Visualisiere es vor deinem geistigen Auge: Du stehst hinter dem Spiegel, auf der blinden Seite des Spiegels. Der Sinn dahinter liegt in der Reflexion. Alles was er dann aussendet, kehrt als Reflexion des Spiegels zu ihm zurück. Und du stehst geschützt dahinter.
Wenn du das beherrscht, stelle dir vor, auch deine blinde Seite ist ein Spiegel. Alles was du aussendest, kehrt als Reflexion zu dir zurück. Es ist eine einfache, aber wirkungsvolle Technik.
Es ist gut, dass du dir bewusst machst, was denn da passiert. Bewerte das nicht. Es kommt nicht darauf an, wie oft man hinfällt. Es kommt nur darauf an wie oft man wieder aufsteht. Ärgere dich nicht. Habe Erbarmen mit dir selbst. Vergib dir selbst. Akzeptiere deine vollkommene Unvollkommenheit. Bewerte das nicht. Es ist ein fortlaufender Prozess.
Im Tibetischen Totenbuch spricht seine Heiligkeit, der XIV Dalai Lama

über die Reinheit und die wechselseitig verbundene Anhäufung der 5- Psycho-physischen Aggregatzustände einer Person. Diese sind das Aggregat des Bewusstseins, das Aggregat der Form ( Das unseren physischen Körper und die Sinne umfasst), das Aggregat der Empfindung, das Aggregat der Unterscheidung oder Wahrnehmung und das Aggregat der Motivierenden Neigungen oder psychischen Formkräfte.
Das heißt, dass es unseren Körper, die physische Welt und unsere 5 Sinne gibt, sowie die verschiedenen Prozesse mentaler oder geistiger Aktivität, unsere Neigungen, unser Unterscheiden und Benennen der Objekte, unsere Gefühle und das zugrunde liegende Gewahrsein oder Bewusstsein.
Nach Ansicht des Buddhismus muss man das Ich/Selbst oder die Person in Begriffen einer dynamischen wechselwirkenden Beziehung zwischen den körperlichen und geistigen Attributen verstehen- also zwischen den 5 psycho- physischen Bestandteilen, aus denen die Person besteht. Das heißt: Wenn man es genauer untersucht, findet man, dass unsere ich-Empfindung ein komplexer Fluss von mentalen und psychischen Ereignissen ist, die zu klar unterscheidbaren Mustern zusammengeballt sind, zu denen unsere körperlichen Merkmale, Instinkte, Emotionen, Einstellungen usw gehören, die eine Kontinuilität in der Zeit besitzen.
Mit anderen Worten, diese Ich- Empfindung ist einfach ein mentales Konstrukt, eine bloße Bezeichnung, mit der wir diese Anhäufung von im Abhängigkeit entstehenden mentalen und physischen Ereignissen in Hinsicht auf ihre Kontinuilität benennen.
*Puh*
Betrachten wir diese wechselseitige Abhängigkeit oder Interdependenz mentaler und physischer Bestandteile aus der Sicht des Höchsten Yogatantra, dann gibt es 2 Konzepte einer Person. Da haben wir einmal die zeitweilige Person oder das Ich, dass so ist, wie wir im Augenblick existieren und dieses wird auf Grundlage unseres groben physischen Körpers und konditionierten Geistes benannt. Gleichzeitig gibt es aber auch noch eine subtile Person oder subtiles Ich, dass in Abhängigkeit vom subtilen Körper und subtilen Geist benannt wird. Dieser subtile Körper und subtile Geist gelten als eine einzige Entität mit 2 Facetten.
Der Aspekt, der die Eigenschaft des Gewahrseins besitzt, der Nachdenken kann und über die Kraft des Erkennens verfügt, ist der subtile Geist. Gleichzeitig gibt es dessen Energie, die Kraft, die den Geist in Hinsicht auf sein Objekt aktiviert. Und das ist der subtile Körper oder subtile Wind. Diese beiden untrennbar miteinander verbundenen Eigenschaften werden im Höchsten YogaTantra als die endgültige Natur einer Person angesehen und als Buddha-Natur identifiziert, die essenzielle Natur oder Wahre Wirklichkeit des Geistes.
Die Vorstellung des >> Entstehens in Abhängigkeit<< oder >> Abhängigen Entstehens<< gehört zum Kern der buddhistischen Philosophie. Das Prinzip des Abhängigen Entstehens besagt, dass nichts aus sich selbst heraus und unabhängig von anderen Faktoren existiert.
"Obwohl, das sehe ich etwas anders. Wenn ich die Natur beobachte, entsteht alles aus sich selbst heraus. Nicht unabhängig von allem anderen, aber irgendwie aus sich selbst heraus. Aber wie auch immer..."
Dinge und Ereignisse treten allein in Abhängigkeit von der Anhäufung mannigfaltiger Ursachen und Bedingungen in Erscheinung.
Die äußere Welt und die fühlenden Wesen in diese Welt durchlaufen einen Kreislauf der Existenz, der von karmischen Neigungen und ihrer Wechselwirkung in Form von Fehlwahrnehmung, Anziehung und Abneigung sowie Bedingungen angetrieben wird.
Dieser Prozess wird in Begriffen von 12 interdependenten Gliedern beschrieben. Jeder Zyklus dieses Prozesses beginnt mit einer Fehlwahrnehmung der Natur der gegebenen Wirklichkeit. Diese fundamentale Unwissenheit wirkt als Bedingung für das Auftauchen jener Neigungen, die durch unsere vergangenen mentalen, verbalen und psychischen Taten, die unser duales Bewusstsein konditionieren, erzeugt wurden. Unser dualistisches Bewusstsein konditioniert widerum die Eigenschaften und den Modus der Wechselwirkung unserer Psycho- physischen Aggregate und diese konditonieren unsere Sinnesfelder, welche den Kontakt erzeugen, der unsere Sinneswahrnehmung hervorbringt, wodurch dann widerum Anhaften, Ergreifen und die Reifung hin zur Wiedergeburt entstehen.
Quelle: The Tibetan Book of the Dead ISBN 978-3-442-33774-3
Wie man sieht, alles ganz einfach. Sarkasmus!
Wie war das jetzt nochmal mit den Wahrnehmungsstörungen?
