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Das Drama - was sind die Ursachen?

Random

Jeder kennt und jeder spricht von "Drama". Aber was sind die Ursachen, wie geht man damit um?
Was ist noch Drama und was schon emotionale Erpressung? Warum haben Einige viel davon und Andere kaum?

Ich würde mich über eine rege Diskussion und viele neue Erkenntnisse freuen. Gordon hat mich drauf gebracht, dieses Thema mal genauer zu beleuchten. Ein Thema, was so alt ist wie die Menschheit. Und bereits vor 100.000 Jahren sind Männer lieber der Höhle ferngeblieben aus diesem Grund. Und andere haben damit ihren Spaß gehabt.

Ist das eine Erfindung der Frauen?
(Weil man es dort vielleicht des Öfteren in Aktion sehen kann)
Oder liegt es in der Natur des femininen Kerns?

Immer wenn ich denke, ich habe da was kapiert, werde ich schnell eines Besseren belehrt.

15.06.2017 17:43 • x 1 #1


Urmel_

Urmel_


6649
9300
Apropos "emotionale Gewalt", wusstest Du, dass der Anteil von Gewalt in einer Beziehung fast bei 50/50 liegt. Also 50 Prozent der Gewalt geht von Männern aus, fast 50 Prozent der Gewalt geht von Frauen aus.

Und auf die Formen von Bindungsmöglichkeiten heruntergebrochen, kommt die mit Abstand größte Wahrscheinlichkeit auf Gewalt bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften (zwischen zwei Frauen) vor.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

15.06.2017 18:04 • #2



Das Drama - was sind die Ursachen?

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Random


Also machst du Drama wenn du geschlagen wirst?
Oder wirst du geschlagen, wenn du Drama machst?

15.06.2017 18:10 • #3


Küstenperle


@Urmel_
gibts da Quellen, Belege, repräsentative Untersuchungen zu?
Völlig wertfrei gefragt . interessiert mich einfach, denn das "normale" Opfer sowohl häuslicher als auch nächtliche Überfallgewalt ist in den Medien ja zu . gefühlt . 90%. weiblich
Wäre mir ja im Zuge der Gleichberechtigung so als Frau sehr recht, wenn sich das anders darstellt

(for the record: ich verabscheue Gewalt, physische und psychische)

15.06.2017 18:16 • #4


Urmel_

Urmel_


6649
9300
Also ich persönlich finde "Drama" (als Oberbegriff für irrationales Verhalten) nicht negativ. Wer keine Emotionalität will, der sollte seine Hände von Frauen lassen.

Worauf ich sehr wohl achte ist, ob das Drama destruktiv ist oder ob es das Salz in der Suppe ist. Man hat also im besten Fall süßes Drama mit dem kleinen Wildfang und löst dies gemeinsam und endet mit viel Spaß im Bett oder man hat die verzogene Prinzessin, die so erzogen worden ist, als wenn die ganze Welt ihr Puderzucker in den Po *beep* müsste und mit denen kann man zwar auch Spaß haben, aber die taugen nix als Partnerin, weil man die Fehler der Eltern aus denen nicht raus bekommt. Die ziehen das ganze Leben ne Fresse, wenn es nicht nach deren Willen geht. Dann lieber der Wildfang, der es genießt, eine Frau zu sein. Eben Drama auf die liebevolle Art.

15.06.2017 18:17 • x 4 #5


Urmel_

Urmel_


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Zitat von Küstenperle:
@Urmel_
gibts da Quellen, Belege, repräsentative Untersuchungen zu?
Völlig wertfrei gefragt . interessiert mich einfach, denn das "normale" Opfer sowohl häuslicher als auch nächtliche Überfallgewalt ist in den Medien ja zu . gefühlt . 90%. weiblich
Wäre mir ja im Zuge der Gleichberechtigung so als Frau sehr recht, wenn sich das anders darstellt

(for the record: ich verabscheue Gewalt, physische und psychische)


Klar, die Studie habe ich vor Monaten gesehen. Wenn ich sie nochmal finde, poste ich sie hier.

Aber Du hast da einen sehr guten Blick für den Stand der Dinge bei den Mainstream-Medien, denn dort werden solche Dinge sehr ungerne aufgenommen.

Es gab sogar mal eine Studie, die in den USA immer noch (selbst von Obama) zitiert wird, da ging es aber um die Rape-Epidemie. Ich glaube die Zahl war 4 von 5 Frauen... Da haben sich selbst die Leute, die die Studie gemacht haben, massiv von distanziert, weil es keine empirische Relevanz hatte und die Kontrollgruppen völlig vorselektiert, durch einen Emotionalen Bias, waren. Trotz der Distanzierung (ganz offiziell) wird die Studie auch Jahre nach der Veröffentlichung angeführt.

15.06.2017 18:21 • #6


Random


Sehe ich sehr ähnlich,

Ich schreib natürlich deshalb hier immer von Frauen, weil ich mit Drama bei Männern keine Berührungspunkte habe.

Positives Drama ist im Idealfall Orientierung gebend, reinigend, klärend, artgerecht und oft der Einstieg in eine heiße Nacht.

Wenn Jungs dann auf sowas mit Angst und Panik reagieren, ist das männliches Drama.
Dann sitzt man nachts auf der Couch und diskutiert Kokolores

15.06.2017 18:27 • x 2 #7


Eswirdbesser

Eswirdbesser


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Also ich bin keine Dramatante...

Mein Freund merkt meistens, wenn ich jammern will und schlägt da keine Lösungen vor, macht er erst, wenn ich da konkrete Fragen stelle...

Diskutieren wir erhitzt und es besteht die "Gefahr" das wir aneinander geraten, cute ich das.

Manchmal redet er dann sehr bestimmend weiter und dann verlasse ich den Raum...

Wir haben das vorher so abgesprochen, das es jedem zusteht, wenn es einem zuviel wird, aus der Situation zu gehen...

Aber manchmal reitzt mich das schon, auch emotional zu werden, da ich seine Reaktion mag.

Ein liebevoller Klapps auf den Po...

15.06.2017 18:34 • x 2 #8


Urmel_

Urmel_


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Zitat von Eswirdbesser:
Aber manchmal reitzt mich das schon, auch emotional zu werden, da ich seine Reaktion mag.

Ein liebevoller Klapps auf den Po...


Und wenn Dein Partner die Sache richtig einschätzt und mitspielt? Dann hast Du bestimmt ziemlich gute Laune.

15.06.2017 18:36 • x 2 #9


Eswirdbesser

Eswirdbesser


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Zitat von Urmel_:

Und wenn Dein Partner die Sache richtig einschätzt und mitspielt? Dann hast Du bestimmt ziemlich gute Laune.


15.06.2017 18:40 • #10


Gretchen

Gretchen


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Tja...Frauen und die Hysterie (hieß es ja schon bei Freud..).inzwischen heißt es dann eben histrionisch.

Gibt auch histrionische Männer, tatsächlich ist das aber wohl (Erziehungsbedingt? Oder doch die Gene?) seltener denke ich...denke da eher so an musiker, Künstler (oder sind das dann Narzissten?) ach ist schubladendenken herrlich

Würde denken das das eine bestimmte Persönlichkeit ist die dazu neigt die Dinge zu emotionalisieren, wurde schon mal in Gordons Thema angesprochen glaub ich.

Tatsächlich kann man (oder besser Frau) damit sehr gut eine innere Leere oder Identitätsunsicherheit kompensieren/abwehren,
So spürt derjenige eben mehr das Drama als die eigentliche Leere.

Alles ist eine Inzsenierung, mit der sich die Person identifiziert, ohne wirklich so zu sein. Bestes Beispiel Holly in frühstück bei tiffany.

Und ich gebe zu, ich finde die richtige Dosis Drama auch ganz wunderbar.

Allerdings schwingt immer auch die Frage mit: wozu brauche ich das jetzt?

15.06.2017 18:41 • x 1 #11


Random


Die Frage ist ja auch immer, ob Madame sich noch mal runter bringen lässt.

John Gottman schreibt von so genannten Rettungsversuchen.
Wenn beim D. Die Dame auch bei seinen Rettungsversuchen (blödes Gesicht, hochheben etc.) drauf bleibt und nicht unterkommt, läuft da was schief.

Insofern könnte man Drama wohl auch als "Wasserstandsmeldung" für die Beziehung ansehen.

15.06.2017 18:42 • #12


Gretchen

Gretchen


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Mmhh meinst du je mehr Drama desto mehr ist die Beziehung vor dem Aus?

15.06.2017 19:09 • x 1 #13


Random


Zitat von Gretchen:
Mmhh meinst du je mehr Drama desto mehr ist die Beziehung vor dem Aus?


Nö,
Die Häufigkeit ist eher eine Frage des Typs.
Ich persönlich hab mit häufigem positiven Drama keinerlei Probleme.
(Wie gesagt, ich hab drei Töchter und wäre ansonsten auch schon tot).

Das ist kein Drama!

Wenn das z.b. Zwar selten vorkommt, dann aber mit an die Person gerichteter Kritik und grundsätzliche Konfliktthemen auf den Tisch kommen, dann wird es brenzlig.

Mit aggressiv vorgebrachten persönlichen Angriffen kommt eigentlich niemand klar.
Und das sollte auch um Gottes willen nie das Ziel sein.
Ich wette einen Zehner, dass so eine Partnerschaft innerhalb der nächsten 1-2 Jahren gescheitert ist.

15.06.2017 19:19 • #14


Küstenperle


nicht selten lese ich hier von (zumeist nach langjährigen Partnerschaften) nach der Trennung: wir haben uns in 26 o 18 o 32 Jahren nie gestritten! Darum vermiss ich ihn/sie ja auch so.
Da bin ich immer baff - und vielleicht haben die dann ja auch eine andere Vorstellung von streiten, als ich?
Wenn es wirklichin Jahren nicht eine etwas lautstärkere Diskussion gibt, kA wie man da so drauf ist - ist ja oft auch die Rede von "harmoniebedürftig o. süchtig" -

aber das ist nicht das Thema -
wie so oft eben einfach absolut typabhängig, eine(r) bekommt schon Angstzustände, wenn auch nur die Andeutung einer aufkeimenden Meinungsverschiedenheit im Raume schwebt, der/die andere lächelt müde, wenn der/die andere wutentbrannt auf der Brust rumtrommelt und rumkreischt.

Und da ist es, jeder wie er mag -
meist zieht sich das ja auch als eine Art Beuteschema durch das Beziehungsleben.
Schwierig, wenn man sich aufgrund biologischer Prägung andauernd irgendwelchen "kranken" Kram anlacht, weil nur der/die das Blut in Wallung bringt. Und der Rest eher nervt.

Definitiv hatte ich noch nie einen Drama-Mann - das lief immer sehr kopfgesteuert - und wenn ich so einen mal kennen lernen sollte, würde ich wohl bei der ersten Hysterie zusammen brechen vor lachen. Leben und leben lassen und nicht immer alles so ernst nehmen. (was natürlich leicht geschrieben ist und für viele schwer gelebt)

15.06.2017 19:36 • x 2 #15



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