Zitat von Zugaste:Ich oute mich hier auch mal.
Ich habe auch betrogen zwei Mal, unterschiedliche Partner.
Aber ich tat es nicht aus Empathielosigkeit, aus mangelndem Verantwortungsgefühl.
Das war Angst, Angst etwas zu verpassen, mangelnde Erfahrung (beim 1. Mal), und Hilflosigkeit, Verstehen wollen, Schwäche, gekränktes Ego, tief gesunkenes Selbstwertgefühl beim 2. Mal, (ca. 3 Monate nachdem die Affäre meines Mannes aufgeflogen war.)
Ich bin da bestimmt nicht stolz drauf, aber ich habe eben den ein oder anderen Umweg gemacht. Bin aber sicherlich kein narzistisstisches, manipulatives, empathieloses A.!
Es war nicht "aus Empathielosigkeit" ABER es ging einher mit Empathielosigkeit.
Und die Gründe, die du aufzählst sind wie anders zu nennen, als klassisch narzisstisch?
Ego-Politur, in beiden Fällen.
Setzt du hier jetzt eigentlich ONS mit schlechtem Gewissen vorgetragen mit monate- bis jahrelangem Doppelleben gleich?
Eieiei
Hättest du dich anschließend eigentlich auch hingestellt und gesagt: Ach Schatz, muss auch mal gut sein mit _deinem ewigen Misstrauen_?
So oder so ähnlich las ich das - übrigens guter Thread, dickes Danke dafür an dich- hier viele Male.
Nö, so schätze ich dich im entferntesten nicht ein. Rein spieltheoretisch betrachtet war dein Racheakt übrigens keineswegs der schlechteste aller Züge btw.
Wie oft las ich hier auch von den EF:
Liebt er mich denn jetzt wirklich noch? Was liebt er denn hier?
Nun, eines ist sicher bewiesen worden vom betrügende Partner selbst: "Schatz das hast du super gemacht und ich liebe dich" steht für diesen Menschen in keinerlei Widerspruch dazu, eben gerade noch einer Geliebten die "Du bist meine einzige wahre Liebe, mit meiner Frau bin ich nur noch aus Sachzwängen zusammen"- Platte aufgelegt zu haben.
Ich muss echt sagen, vieles was ich hier las, von den Betrogenen egal welcher Seite, erinnerte mich an Matrix. "Rote Pille oder blaue Pille? --- Lass man, ich habe meine kleinen blauen Tavor-Beruhigungspillen schon griffbereit".
Auch die EP. Da wird ständig gefragt "Liebt er mich noch liebt er mich noch"
Anstatt mal zu fragen: Was liebe ich hier noch? Was hält mich hier noch? Dass ich diesem Menschen wenig vertrauen kann in einer Liebes- und Lebenspartnerschaft, das wurde bewiesen.
(Genaue Zahlen dazu kann jeder googeln, der wissen _will_)
Da müssten die Gespräche doch logischerweise viel häufiger mit einigem zweitliche Abstand in die Richtung laufen, "Wollen wir eine offene Partnerschaft wagen?" Oder "Kannst du mir jetzt erstmal eine Auszeit von mehreren Monaten gönnen, räumlich, ich muss jetzt für mich schauen, was ich will".
Auch möglich: Gut, er ist eben so, ich mach mein Lebensglück daran nicht fest und verschaffen mir jetzt Freiräume auf Basis WG-LEBEN. Mir egal.
Statt dessen dann lieber die blaue Pille.
Nunja. Muss ja jeder selbst wissen.