Kaetzchen
Gast
Wenn man niemandem, der jemals im Leben fremdgegangen ist mehr vertrauen kann, dann kann man über die Hälfte aller Menschen im paarungsfähigen Alter getrost vergessen für eine Beziehung. Kann das sein? Nö. Denn wer in der einen Beziehung fremdgeht, muss es in einer anderen nicht auch tun. Und wer einmal fremdgegangen ist, muss es nicht zwingend wiederholen. Dafür ist das Thema viel zu vielschichtig, als dass man das so pauschalisieren könnte. Es gehen Frauen mit über 50 fremd, die ihr Leben lang Fremdgänger am liebsten gesteinigt hätten. Es werden Männer, die früher notorische Schürzenjäger waren, plötzlich lammfroh und kreuzbrav.
Menschen verändern sich. Wir verändern unsere Werte oder prüfen sie zumindest hin und wieder mal. Ich bin in der einen Beziehung ein anderer Mensch als in einer anderen. Mal bin ich stark und kann Versuchungen widerstehen, mal bin ich schwach und erliege einer. Ich finde nicht, dass man das so schwarz-weiß sehen darf. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht? Tja. Dann hacken wir doch am besten jedem, der schon mal den Pfad der Tugend verlassen hat, einen Finger ab. Damit man wenigstens auf den ersten Blick gleich sieht, wem man überhaupt vertrauen kann und wem besser nicht
mit Sicherheit nicht. Wenn jemand, der neu in einem Forum ist Behauptungen aufstellt, die ich nicht nachvollziehen kann, frage ich nach. Kann derjenige diese dann untermauern, ist es ok. Wenn nicht, dann halt nicht, dann muss ich alles weitere darüber auch nicht mehr lesen. Da bin ich mit Sicherheit nicht in der Holschuld, was diese Informationen angeht, schließlich habe ich keine Behauptung aufgestellt.