hanna111
Gast
Regelmäßig taucht die Frage auf: Was soll/kann ich tun damit dies/oder das aufhört? Wie komme ich wohin?
Ich denke heute das es erstmal wichtig ist zu wissen WO will ich hin. Weg von Affäre reicht nicht. Viel präziser. Dann sollte man es wirklich wollen.....
Klar will ich weg! Werden einige aufschreien. Stimmt aber nicht. Wenn man ganz ganz ehrlich zu sich selbst ist, ist da immer noch etwas was einen dort hält in diesem Zustand. Was gibt mir dieser Schmerz, dieses Leid?! Spüre ich mich dadurch? Ei mir kam mal während einer langen Kontaktsperre plötzlich der Gedanke: Alles ist besser als dieser Zustand, dieses Nichts.....und dann steckte ich wieder in der Affäre.
Wie Bina sagte: Ich lief vor dem Zustand davon, den ich ohne Affäre gehabt hätte.
Für mich war die Annahme des Zustandes wichtig. Mich so schwach, bedürftig zu akzeptieren, ja auch irgendwie zu mögen.
Einfach klar zu sehen so ist es.
Auch die Liebe zu diesem Menschen zu akzeptieren....nicht gegen kämpfen. Kampf bindet. Es ist so Punkt.
Nicht jede Liebe ist lebbar.
Ich denk immer, irgendwann kommt der gesunde Selbsterhaltungstrieb und man will das einfach nicht mehr.
Klar, irgendwie geb ich ihm schon noch die Schuld an dem Dilemma....wie überzeugend er auftrat, mich hinhielt.
Aber es lag in meiner Verantwortung es jederzeit beenden zu können.
Konnte ich aber nicht. Ich war gefangen. Starrte jahrelang machtlos aus dem Gitterfenster im dunklen Verlies ohne zu merken, dass hinter mir eine Tür aufstand hinter der die Sonne scheint.