@Dummda2
Zitat:Die Frage ich nur, wa Schabe ich getan und welche Auswirkungen hatte das. Habe ich mit meinem Verhalten jemanden verletzt, dann entschuldige ich mich dafür. so lange ich immer wieder auf den Dritten verweise, der auch irgendwie (meinetwegen auch hauptsächlich) damit zu tun hat, so lange zeige ich, dass ich meine Verantwortung nicht wirklich übernommen habe. Dies habe ich erst, wenn ich nur mein Verhalten in den Raum stelle. Dass es Wechselwitkungen usw. Gibt ist klar. Aber zur Übernahme von Verantwortung gehört das Verhalten nicht mit dem eines anderen zu entschuldigen. Es gilt nur "Was habe ich getan und welch Auswirkungen hatte es." Hierfür die Verantwortung zu übernehmen und sich zu entschuldigen ist maßgeblich für den Heilungsprozess auf allen Seiten. Auch für einen selber. Damit macht man sich nicht klein, sondern betrachtet erstmals den Konflikt aus einer ähnlichen Perspektive.
Das unterschreib ich voll und ganz. Es läge auch nicht in meinem Sinn dem AM die Schuld an allem zuzuweisen. Wir ham das schon beide verbock (vielleicht sogar in gewissem Maße alle vier, jeder in seiner Partnerschaft). Für das was ich getan habe, übernehm ich natürlich die Verantwortung - ich hätt mich jederzeit aus der Affäre ziehen können oder diese erst garnicht anfangen. Das wäre sicher ein Punkt, den ich ansprechen würde.
Und aufarbeiten kann und will ich nichts mit ihr zusammen. Das muss auch wieder jeder für sich und mit seinem Partner tun. Denn wir haben uns ja entschieden unseren Partnerschaften noch eine Chance zu geben. Ich möchte ihr aber gerne in dem Punkt helfen, ihr zu sagen, dass ich diese Affäre auf keinen Fall nochmals beginnen möchte. Was offenbar ihre große Angst ist. Das ist, glaube ich, das einzige, was ich für sie tun kann und möchte.
Die räumliche Nähe lässt sich nunmal in den nächsten Jahren nicht vermeiden und wenn wir uns alle wieder stabil mit beiden Beinen auf dem Boden finden möchten, dann wird das "sich-begegnen" funktionieren müssen.
Ihr von meinem Schmerz zu erzählen, da hast Du auch völlig recht, wär Schwachsinn. Dazu hab ich an anderer Stelle in Therapie genug Möglichkeiten. Das ist nicht ihre Baustelle. Es würde mich aber freuen, wenn sie mir von ihrer Sicht der Dinge erzählen würde (meinetwegen auch, dass sie mir gerne die Augen auskratzen würde, das würd ich aushalten, glaub ich). Ein Perspektivenwechsel würde mir auch helfen ihr Handeln zu verstehen. Aber das ist vielleicht ein bisschen viel verlangt... Ob man als EF dazu bereit ist? Ich schätze sie eigentlich so ein, aber mag mich täuschen. Zu viele Emotionen im Raum, da hast du recht.
Aufarbeiten kann ich sicherlich im direkten Gespräch mit ihr nichts, will ich auch nicht. Aber die "Zukunft" gestalten vielleicht. Klingt doof, aber ich kann's nicht besser ausdrücken grad.
Pfuiiii, dann werd ich mal versuchen, ob sie sich treffen möchte und Kontakt aufnehmen. Sie sicher nicht an der Haustüre überfallen und sagen: "Ich hab Kaffee dabei, woll ma reden?" So ein Gespräch - wenn es denn stattfindet, sollte sicher wohl überlegt und vorbereitet sein.
Es ist ja bei uns unterdessen auch so, dass drei von uns vieren ja auch schon Gespräche miteinander hatten (sogar der AM und mein Mann), nur ich und die EF nicht. Vielleicht stinkt mir das auch ein bisschen. Das ich noch nie Gelegenheit zu sowas hatte... Oder ist das vermessen?
Werde auf jeden Fall berichten, wie es war...