Guten Morgen,
@zugaste, grundsätzlich stimme ich zu, aber warum sollte man nicht auch über das Scheitern sprechen (egal wo?), die Frage ist doch nur WIE tue ich das, oder?
Ich sage es nochmal, was wäre passiert, wenn Vegetari den Artikel gepostet hätte und hätte geschrieben, schaut mal, ihr Leute die ihr um eure Partnerschaft kämpft, hier macht uns jemand Mut (und nicht, das ist wohl für AF ein Schlag), dann wäre es als das angekommen, was es wahrscheinlich sein sollte.
Und es sollte auch möglich sein, sich einfach mal anzuhören, dass man vielleicht auf den Holzweg sein könnte, auch wenn man diesen Brocken nicht mag, ohne dass es gleich heißt, nee, von der "Gegenseite" lass ich mir gar nichts sagen, ihr seid doch alle x. (was auch immer, je nach Seite). Für mein Gefühl wächst man selbst auch an solchen Diskussionen, wenn sie nicht nur dazu da sind festzustellen, wer der Größte "ätsch bätsch selber einer" ist.
Wenn ich in so einem Forum schreibe, dann muss ich mir bewusst sein, dass es da Menschen gibt mit anderen Hintergründen, anderen Geschichten und Meinungen. Ich finde, das muss ich auch aushalten können, denn mich entwickeln (und das wollen wir ja eigentlich alle) tue ich nur, wenn ich auch mal ins Nachdenken komme, auch wenn es schmerzt. Auch Zustimmung und Trost ist wichtig, aber von "heititei" allein kommt man am Ende auch nicht weiter. Was hier nichts zu suchen haben sollte ist an anderen Wut und Enttäuschung auszulassen, der vermeintlichen Gegenseite mal so richtig die Meinung zu sagen, weil der eigentliche Ansprechpartner aus diversen Gründen doch lieber geschont werden soll.
Verletzt worden sind alle genug, das muss man nicht noch gegenseitig!
Solche Menschen, die sich selbst erst groß und toll finden, wenn sie auf Andere losgehen können, die wird man allerdings wohl leider -wie im echten Leben

- überall finden. Diese müssen dazu wohl nicht verbittert sein. Es GIBT einfach solche Menschen, die ihren Selbstwert woanders nicht hernehmen können, die auf Teufel komm raus über andere Drüberbügeln um von sich selbst abzulenken (vielleicht von ihrem Schmerz, vielleicht auch nur von ihren eigenen Defiziten).