Zitat von angel09:[zitat kuddel]Wo bleibt die Objektivität der Geliebten, dass ohne sie - die Geliebten - es niemals zu den
besagten Affären gekommen wäre?!
(...)
Ja. für die meisten Betrogenen - Frauen wie Männer - sind die entsprechenden Threads und die entsprechenden Beiträge von Ex-Geliebten ein Schlag ins Gesicht.
@kuddel7591
Ich sehe es auch so, und auch dies wurde schon 100 mal diskutiert, dass der betrügende Partner die Hauptverantwortung trägt. Mit einer Ausnahme, nämlich wenn der Affärenpartner ein Freund von mir sei!
Wie konkret soll das denn aussehen, wie sollen die Affärenfrauen oder -männer denn diese Verantwortung übernehmen? Meinst du eine Entschuldigung? Soll die AF das Versöhnungsfest der Eheleute arrangieren und bezahlen? Oder meinst du sie soll nur innerlich Verantwortung übernehmen?
(...)
.[/quote]
@ Angel09
Übernahme von Verantwortung:
das Bekennen dazu, einen aktiven Part an einer Affäre eingenommen zu habe!
das Bekennen dazu, mit dem Wissen gehandelt zu haben, dass die/der Betrüger/in verh. ist!
das Bekennen dazu, dennoch (blind vor "Liebe") vertraut zu haben!
das Bekennen dazu, dass die Betrüger/innen auch GUTE Seiten hatten/haben!
das Bekennen dazu, den Betrogenen die EP "wegzunehmen" gewollt zu haben!
das Bekennen dazu, eigene Fehler im Lauf der Affäre gemacht zu haben, die das Ende bedeuteten!
Und so weiter, und so fort....
Nein... Übernahme von Verantwortung geht NICHT damit einher, mit betrogenen EF/EM und Betrüger/in "an einem Tisch" zu sitzen, um sich zur Verantwortung zu bekennen.
Nein...die Betrogenen und die jeweiligen EP haben IHRES allein zu regeln, um ggf. neue, gemeinsame Wege zu erarbeiten. AF/AM sind da vollkommen RAUS, haben damit nichts zu
tun, wie sich Betrogene und die jeweiligen EP ggf. arrangieren.
"Innerliche Verantwortung übernehmen":
sich einzugestehen, selbst "Schei.e" gebaut zu haben, überhaupt eine Affäre eingegangen zu sein.
sich einzugestehen, dass es für mehr als eine Affäre mit der/dem Betrüger/in nicht gereicht hat.
sich einzugestehen, selbst nicht überzeugend genug gewesen zu sein - der/dem Betrüger/in gegenüber.
sich einzugestehen, selbst Fehler gemacht zu haben, auch wenn sich im Verlauf der Affäre Vieles gut anfühlte.
sich einzugestehen, zum Leid der Betrogenen beigetragen zu haben (egal, ob die Affäre bekannt wurde, oder verdeckt blieb).
Und so weiter, und so fort....
Auf die Gespräche bei Therapeuten - mir ist es ein Rätsel, wie Geliebte das zum Thema machen. Noch einmal...eine gescheiterte Affäre als Geliebte/r zum Thema bei einem Therapeuten zu machen, stelle ich mir sehr schwierig vor.
Lügen - kein Mensch kommt ohne Lügen aus! Jeder Mensch lügt jeden Tag...meist unbewusst!
Ob Betrüger/innen mehr lügen, als AF/AM....da setze ich mal ein großes Fragezeichen! Was ist
denn "schamloser" - Andere zu belügen oder sich selbst zu belügen?
Was ist denn "LÜGE"? Wenn ein/e Betrüger/in dem AP sagt, dass die Ehe nicht mehr laufe,
im Bett nichts mehr geht, sich auseinandergelebt wurde - um der Affäre Willen? Ist das Lüge,
wenn es wirklich wahr ist? Wer will denn wirklich wissen, wenn es um einer Affäre Willen geschieht, wenn es um das Fremdgehen (wollen) an sich geht?
Lüge? Betrug? Selbstbetrug? Geht das ggf. miteinander einher? Ggf. wechselseitig? Ist "Affäre"
ein
Konglomerat aus Lüge, Betrug, Selbstbetrug der an Affären Beteiligten - mit Ausnahme
der Betrogenen? Wer ist
Protagonist - Betrüger/in oder Geliebte/r? Wer lügt und betrügt (sich) zuerst?
Für wen ist es "ekliger"... kann das zugeordnet werden - nein! Jeder Beteiligte empfindet anders.
Ob sich ein/e Betrüger/in "nachher" eklig fühlt - ist das ggf. sogar noch "ekeliger", als das Befinden der Betrogenen oder der Geliebten?
Einen Weg aus all dem zu finden - durch Übernahme von Verantwortung...jeder für sich selbst!
Leider sträuben sich da die meisten der Beteiligten vehement - zumindest, was die öffentliche Wahrnehmung hier im Forum angeht!