Zitat von seltsamesSpiel:Wenn ich richtig kombiniere besteht das Problem in Vegetaris Ehe seit 2015. Im späten Frühjahr letzten Jahres wurde dann begonnen zueinander zu finden. > 1 Jahr und keinen ernsthaften Schritt weiter? Ich empfinde das schon als sehr lang und auch als einen Zeitraum der ohne erkennbare Fortschritte ungemein kräftezehrend ist (für beide Seiten). Eine Veränderung kann ich nur selbst bewirken, die muss ich aber auch anstossen, aktiv werden und nicht nur ausharren und hoffen die Zeit wird es richten.(...)
Ich glaube, dass ist das was mir in der Schilderung fehlt, der Mann zieht sich zurück, komplett auf sich (zumindest scheint es bei Herrn Vegetari so), und Vegetari auf die Position, tut zwar weh, aber wenn ich nur lange genug ausharre, wird schon was passieren. Da ist keine Aktivität drin, keine Auseinandersetzung mit sich, mit der Situation. Der Grund mag Überforderung beider Parteien sein, aber das spielt eigentlich keine Rolle. Ich verwende gerne den Satz "nur Reibung erzeugt Wärme".
Wenn es allerdings so ist wie Vegetari sagt, dass sie schon versucht zu reden, er aber verweigert, dann ist Aktivität schon auch schwer!
@ seltsamesSpiel
du sprichst genau das an, worum es gehen könnte - wissen, ob es so ist, kann das nur Vegetari.
Dass Unzufriedenheit herrscht, ist deutlich erkennbar. Dafür gibt es sicher zig Gründe. Dass andere Strategien auf den Plan gerufen werden können - das wird erst mal ins Bewusstsein Beider gelangen müssen. Ob der jetzige Umgang ein "miteinander" ist, oder - aus welchen Gründen auch immer - nur ein "nebeneinander", weiß nur Vegetari und ihr EM. Wir alle wissen nicht, was zur Kommunikation gehört...und WIE das kommuniziert wird.
Und Überforderung spielt sehr wohl eine Rolle - eine sehr große sogar. Die wird nur gemindert werden können, indem "Dampf vom Kessel" Beider gelassen wird. Wenn auf "Gedeih und Verderb" ein gemeinsamer neuer Anfang gesucht wird, aber keine Alternative berücksichtigt wird - die tatsächliche Trennung - geht das schon mit Überforderung einher, wenn sie keiner der Beiden bewegt.
Es fehlt die Dynamik im Umgang mit der Situation. Allerdings - auch "Dynamik" von einer Seite, kann eine Überforderung für den Anderen bedeuten. Was hemmt wo? Warum Stagnation? Richtige Fragestellungen? Öffnende Frage?
Z. B. -
Was will ich (jeder für sich) wirklich?
Was bin ich bereit, dafür zu tun?
Was brauche ich, um das zu erreichen?
Wen brauche ich (zusätzlich), um das zu erreichen?
Ob sich der EM im Klaren darüber ist, was er WIRKLICH will? Will/kann er ans "Eingemachte"? Was muss er ggf. dafür aufgeben? Allerdings - was gewinnt er, wenn er weiß, was er wirklich will?
Eine andere Rhetorik - eine einfachere, eine gezieltere, eine breitere? Ggf. eine härtere? Eine ultimative? Wo muss der EM rhetorisch "abgeholt" werden? Weiß er wirklich, was auf dem Spiel steht?
"Nur Reibung erzeugt Wärme!" Es gilt, damit umzugehen und Reibung wie Wärme aushalten zu können. Zu viel Reibung - was soll das bewirken? Weitere Überforderung? Spekulativ, dass die Wärme ggf. "Abhilfe" schafft, wenn der EM sich in sich zurückgezogen hat...
Die oben erwähnten Fragen - es wäre eine Möglichkeit, sie dem EM schriftlich zu geben, dass
er darüber nachzudenken beginnt....und zwar in der ICH-Form!