Manchmal hab ich das Gefühl, alle anderen kriegen es besser und klüger auf die Reihe als ich.
Manchmal ist mir schon peinlich, noch wieder vom großen Schmerz zu schreiben.
Ich probiere fast alle Tipps aus, die hier so gegeben werden.
Im Moment ist es aber immer noch so, dass die Wahrheit, die sich mir jetzt öffnet ( bzw die ich dafür halte), den Schmerz, egal, was ich dagegen versuche zu unternehmen, immer größer und größer wird.
Das, was in meinem Kopf vorgeht, was ich denke, wird immer unerträglicher.
Es sind Dinge, die ich einfach nie verstehen und nachvollziehen kann.
Die mir so weh tun, immer mehr , je mehr sich das Bild der Realität offenbart, dass ich es immer WENIGER ertragen kann.
Es ist wie vor der Trennung in ganz akuten, den allerschlimmsten Momenten.
Nur, dass es jetzt ohne neuen Anlass ist.
Der Schmerz entsteht aus dem, was in meinem Kopf vorgeht.
Und das entsteht aus Erlebten, aus dem Wissen von Lügen, aus Tatsachen etc.
Einzig auf der Arbeit bin ich , meistens, leider auch nicht immer, abgelenkt.
Manchmal fällt es mir auch dort sehr schwer, Haltung zu bewahren, mir meine innere Qual nicht anmerken zu lassen.
Ich versuche, zu funktionieren, aber im Grunde schrei ich innerlich um Hilfe, weil ich merke, ich schaff es nicht.
Keine Angst, ich werde mir nichts antun, aber ich hab schon mehrfach gedacht, ich halte es nicht mehr aus, ich wünsche mir nur noch, dass der Schmerz endlich vorüber ist.
Juliet, ich hab sogar schon versucht, mich selbst, mein inneres Kind, das ruft, zu trösten.
Es gelingt mir nicht.
Ich war schon mal weiter... hab wieder vernünftig gegessen, mich verabredet, viel mehr erledigt.
Die letzte Runde und ihre Wahrheit, waren zu viel.
Ich bin in die laufende Kreissäge gerannt.
Hab die Gefahr gesehen, aber bin nochmal auf Worte rein gefallen.
Es hilft mir auch nicht zu sagen, er ist schwach, es hat nichts mit mir zu tun.
Mein Kopf kann mir das sagen, aber mein Herz ist persönlich tief verletzt.
Ich mag hier kaum mehr schreiben, dass es mir nicht besser, sondern wieder schlechter geht.
Erwarte von mir selbst, dass ich voran komme und schäme mich fast meiner " Schwäche".
Im realen Leben spreche ich mit NIEMANDEM mehr drüber.
Ich fühle mich so allein ( innerlich) wie noch nie zuvor, dabei bräuchte ich mehr denn je einen Menschen, der an meiner Seite ist, mich in den Arm nimmt und tröstet.
Weiß auch nicht, ob es gut ist, mich hier jetzt so " geoutet " zu haben...
Meine Erwartung an mich ist, endlich weiter zu sein und mein Leben in den Griff zu bekommen.