Kaetzchen-Zitat
Zitat:Affären entstehen in aller Regel aus einer Bedürftigkeit heraus. Zwei Bedürftige, deren Bedürfnisse einander perfekt ergänzen, treffen aufeinander und sehen im anderen den jeweiligen Heilsbringer. Weil er gerade all die brach liegenden Bedürfnisse deckt. Deshalb sind Affären auch so oft geprägt von starker emotionaler Abhängigkeit - je bedürftiger der gebundene Part ist, desto abhängiger wird auch er. Nun stellt man im Laufe der Affäre fest, dass diese die Bedürfnisse so, wie sie ist, nicht länger stillen kann. Jedenfalls auf mindestens einer Seite nicht, manchmal auch auf beiden (...). Und nun hat man im Grunde zwei Möglichkeiten - man versucht, den Preis zu erhöhen und dem anderen "mehr" abzunötigen, um seine Bedürfnisse weiterhin zu stillen (in der Hoffnung natürlich, dass der andere die eigenen Bedürfnisse danach auch wieder stillen wird). Oder man sieht ein, dass dieser Mensch dazu nicht mehr geeignet ist und wendet sich ab. Sich selbst zu, um einige Bedürfnisse wieder allein zu stillen, oder einem anderen - freien - Menschen, der dafür besser in Frage kommt.
@ Kaetzchen
und all die Bedürfnisse haben einen Ursprung, die mit der Affäre selbst NICHTS zu tun haben.
Diese Bedürfnisse liegen VOR dem Zeitraum der Entstehung von Fremdgehen, vor einer Affäre.
Dass sich die Situation im Umgang der AP miteinander innerhalb einer Affäre ändert, ist normal. Warum sollte das in einer Affäre anders sein, dass Veränderungen aufkommen - egal mit welchem Ausgang.
Was ist, wenn die Affäre einseitig beendet wird, was nicht mal mit den Bedürfnissen zusammenhängt? Die Bedürfnisse sind ja ggf. nicht aufgehoben. Aufarbeitung der Affäre?
Sicher auch. Herangehen an die Bedürfnisse - ganz sicher, um sich der Ursache der
Bedürfnisse zu stellen.
Affäre ist und bleibt nur das Symptom....egal um welche Bedürfnisse es ging.
@
Den jeweiligen Ursachen der Bedürfnisse auf die Schliche zu kommen - das ist wohl die
Mammutaufgabe. Und wer will da schon gern ran, wo doch die Affäre ein vergleichsweise
einfacheres Alibi darstellt? Auf den AP kann bei Bedarf alles projiziert werden, wer sich
nicht seinen eigenen Problemen/Bedürfnissen stellen will. Macht das denn Sinn? Potenzieren
sich nicht eher die Probleme/Bedürfnisse, wenn deren Ursachen nicht auf den Grund gegangen
wird?
"Geliebt zu haben" - dieses ist hier immer wieder zu lesen!
"Liebe geben" - reicht dies immer aus für den, der/dem Liebe gegeben wurde?
"Liebe bekommen" - ist das nicht viel wertvoller?
Können alle Menschen gleich viel Liebe geben?
Gibt es einen Anspruch auf Liebe, auf geliebt zu werden?
Wie soll das bemessen werden, ob jemand "genug liebt", "zu wenig liebt"?
Liebe als nicht messbar zu sehen, nicht quantitativ und nicht qualitativ messbar zu sehen - ist das möglich - und das eher "im geben" zu sehen, denn "im bekommen"?
Können darin Ursachen liegen, Liebe bewertet zu haben - die "gegeben" wurde, aber es nicht
zu einer (ausreichenden) "Gegenleistung" kam? Kann ein erhöhtes Liebespotenzial/- Bedürfnis soweit gehen, dass sich EP/AP vereinnahmt fühlen?
Bedürfnisse/Probleme.... als Ursachen - mit dem Fremdgehen/Affäre als Symptom....!?
@ Gretchen
das von dir erwähnt Buch rührt auf... und es ist gut, dass es solche Bücher gibt. Nur auf
deine Angaben aus dem Buch bezogen - es macht deutlich, dass sich EP doch wieder
finden - entgegen aller Gedanken, dass "das doch nichts mehr wird"!
Es sind Einige hier im Thread, die genau DEM nachgehen - wieder ein Paar zu werden,
bzw. ein Paar zu bleiben. Vehement vertreten diese ihre Standpunkte, warum das für
sie sinnvoller ist, wieder ein Paar zu werden, bzw. ein Paar zu werden - freilich unter
anderen Voraussetzungen.
Dass es AF/AM gibt, die dem vollkommen entgegen argumentieren, weil sie Probleme
mit der gedanklichen Beschäftigung haben, ihre ehem. AP sind wieder zu ihren EP
zurückgekehrt... auch das ist Teil der Aufarbeitung, nicht das bekommen zu haben, was
sich diese AF/AM so sehr gewünscht haben. Es gibt Gründe dafür, warum diese AF/AM
mit dem Buch und der Vorstellung konträr gehen, die aber NICHT beim zurückkehrenden
ehem. AP liegen, sondern bei den AF/AM selbst.
@ Frischgeföhnt
Kuddel sieht NULL Grund, an die Decke zu gehen - warum auch.
Kuddel macht sich Gedanken, was dich zu dieser Aussage verleitet. Deine vorherigen Angaben
geben die Antwort.... du bist im Clinch mit dir - nicht mit Männern. Kämest du mit den Umständen
wirklich klar, wären nicht ständig "die Männer" dein Thema. Nicht "die Männer" an sich stellen
deine Probleme dar....
...es ist DEIN Umgang mit Männern!
Jeder ist seines Glückes Schmied....und es gibt auch Schmiedinnen!