Gretchen
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Reguliert die Affaire bzw die Verliebtheitsgefühle zB vorangegangene Einsamkeitsgefühle und stabilisiert vordergründig das Selbstwert (schadet aber im Grunde mehr als das es hilft, hatten wir ja schon das Thema)
Da kommt die Frage auf, wie bisher im Leben mit negativen Emotionen umgegangen wurde und was das Selbstwert bis dahin stabilisiert hatte.
Gleiches gilt natürlich auch für die Zukunft um anders damit umgehen zu können.
Nur aus liebe heraus gehandelt zu haben halte ich für zu kurz gegriffen, damit ist sozusagen alles (oder nichts) erklärbar.
Wird nicht sogar aus liebe getötet?
Die Liebe als alles besiegende und erklärende Kraft klingt zwar toll, haut aber in der Realität nicht unbedingt immer hin.
(Wie man ja leider sieht)
Liegt meiner Meinung nach auch am Liebesbegriff, also die Vorstellung die man von diesem
Konzept hat und meint das sei bei allen so.
Liebe ist vielleicht kein passives Gefühl, welches einen übermannt, liebe ist vielleicht eher eine aktive Kraft. Eben eher geben als nehmen. Wer also fähig ist etwas von sich zu geben, liebt.
In einer Affaire (kann natürlich auch in einer anderen Beziehung so sein!) ist das liebeskonzept vielleicht manchmal eher : ich liebe dich weil ich dich brauche (siehe oben) und nicht ich brauche dich weil ich dich liebe.
Oder anders ausgedrückt: ich liebe weil ich geliebt werde und nicht ich werde geliebt, weil ich liebe (vor allem auch zuerst ein mal mich selbst)
(Frei nach Fromm)
Deshalb sind ja auch selbstsüchtige Menschen unfähig zu lieben, da sie sich selber im Grunde nicht lieben
Liebe strebt nach dem persönlichen Glück der geliebten Person?
Exkurs liebesgegriff Ende
Mein eigenes Konzept von liebe hat sich schon ein paar mal gewandelt und wird es auch denke ich noch tun...
Vielleicht ist ja eine Affaire auch eine Gelegenheit über den Umgang mit Gefühlen und das eigene Konzept von liebe nachzudenken.
Bei mir war das so. (Ich mag aber auch Theorien, sie schaffen Abstand)
