Zitat von hanna111:Ich glaube hier entsteht oft ein falsches Bild....viele stellen sich die AF als klammerndes Etwas vor, was den AP am Gehen hindert, was vielleicht nicht immer richtig ist und der Realität entspricht.
Oft ist es doch eher so, dass AFs verzweifelt versuchen diese destruktive Beziehung zu beenden.
Sind es doch die AMs die darum betteln, nicht verlassen zu werden, die beteuern es doch hin kriegen zu wollen.
Apropos Studie.... neulich hab ich eine Umfrage von Affärenfrauen gelesen, was ihr größter Wunsch war.
Auf Platz eins war, vom AM loszukommen. Nicht den AM zu "bekommen".
Ganz ehrlich, ich wollte nur ein Ende dieser Situation, eine Entscheidung ...auch wenn diese gegen mich ausginge..
Mein Fehler, dass ICH die Kraft nicht aufbrachte zu Gehen....erst nach zu langer Zeit.
Wir AFs sind keine becircenden S. in Reizwäsche die alle Register ziehen, genauso wenig wie alle EF die nörgelnden, frigiden Hausmütterchen sind.
Wir sind einfach Frauen die lieben und hoffen. Egal auf welcher Seite.
Das ist leider sehr wahr, Hanna. Denn da die wenigsten Affären auf Augenhöhe stattfinden ist es für die meisten AF nahezu unmöglich, die Affäre zu beenden, solange der AM noch festhält und seinerseits nicht loslässt. In den Fällen, wo der AM klar den Schlussstrich gezogen und die Affäre beendet hat geht es dann meistens eben so aus, dass die AF natürlich noch eine Weile unter Liebeskummer leidet, irgendwann aber "durch" ist damit, wie nach jeder anderen Trennung auch. Das Leid entsteht meistens erst durch die Dauer und eben durch die Ambivalenz des AM. Es ist verdammt schwer, loszulassen, solange noch Hoffnung da ist.
Würde der AM nun die Hoffnung radikal vernichten, indem er deutlich sagt, er trennt sich nicht und will nur ab und zu mal ein bisschen S. mitnehmen, wäre es definitiv leichter, loszukommen. Leider aber passiert das nur recht selten meiner Erfahrung nach, die meisten AM klammern sehr an ihrer AF, auch oder insbesondere nach Auffliegen der Affäre noch. Da wird dann in einem Atemzug davon gesprochen, die Ehe retten, aber die Affäre trotzdem nicht aufgeben zu wollen. Spätestens dann weiß man als AF aber auch "Bescheid" und kann entsprechende Schlüsse daraus ziehen.
Obendrein musste ich feststellen, dass es für die meisten Männer nicht einfach ist, eine Affäre zu finden. Ein renommierter Paartherapeut und Buchautor hat neulich sogar gesagt, dass die meisten Menschen nur deshalb treu sind, weil ihnen die Gelegenheiten fehlen, und nicht etwa, weil sie wirklich treu sein wollen. Nun sind die Gelegenheiten durch Onlinedating zwar schon größer geworden als früher, aber trotzdem hat es ein verheirateter Mann immer noch recht schwer, eine willige Affäre zu finden. Eine verheiratete Frau dagegen schöpft aus dem Vollen, wenn sie eine Affäre sucht. S. ist nun mal eben ein Gut, bei dem die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt zugunsten der Frauen.