Zitat von Dummda2: Lauter willenlose Junkies die meinen die einzige gesunde Mittel bekommen zu haben. Seht Ihr euch wirklich so?
Und doch bleibt die Phase wo man noch kein J. ist. Wo man weiß, dass es eigentlich nicht richtig ist und es doch macht.
Steht das hier irgendwo? Und wer ist überhaupt "Ihr"? AF ist genauso wenig eine Identität wie EF. Es sei denn, man bezieht seine Identität aus der Beziehung, die man führt - aber dann hat man sowieso noch mal ganz andere Probleme.
Hat hier irgendeine AF jemals geschrieben, dass sie die Affäre super fand und jederzeit wieder eine eingehen würde? Oder die alte noch mal weiterführen würde? Ich glaube, nicht. Jedenfalls ist mir das noch nicht untergekommen. Wir alle hier schreiben, ganz egal, wie unsere Affäre verlaufen und geendet ist immer wieder, dass Affären shice sind. Dass sie ungesunde, destruktive Beziehungen sind. Dass wir uns nie wieder auf so was einlassen würden.
Die meisten von uns, behaupte ich jetzt mal kühn, sind da reingerutscht, ohne auch nur zu ahnen, auf was genau wir uns da eingelassen haben. Das merkt man erst, wenn man drinsteckt. Und dann ist es nun mal eben genau das - zu spät. Den Entzug, den Du und andere EF hier von den AF fordern, den haben wir doch längst hinter uns. Wir alle. Und wir alle haben verdammt darunter gelitten, das könnt Ihr doch hier und in anderen Threads minutiös nachlesen. Klar kannst Du jetzt wieder mit der "Moral" kommen, ist ja ein alter Hut. Und wenn Du so ein Übermensch bist, dass Du nie Deinen Bedürfnissen und Sehnsüchten nachgehst, weil Du Dich immer so gut im Griff hast und immer an die Moral der Gesellschaft denkst und Dir deswegen alles verkneifst, was eventuell gegen diese verstoßen könnte, dann ist das schön für Dich. Unschön für Deinen Mann allerdings, der in diese Kategorie Übermensch ja nun mal eben nicht fällt und dennoch ständig mit dieser moralischen Überlegenheit konfrontiert wird

das stelle ich mir extrem schwierig vor für ihn.
Man kann ja aber vielleicht auch einfach mal einsehen, dass Menschen eben nicht unfehlbar sind. Dass sie Fehler machen, dass sie mal schwach sind, dass sie ihren eigenen Bedürfnissen nachgehen, auch wenn sie dabei wissen, dass sie damit einem anderen Menschen schaden. Mir war die Person, der ich geschadet habe (wobei in meinem Fall ja gar kein Schaden entstanden ist, im Gegenteil

) nicht mal
bekannt. Ich weiß nicht mal ihren Vornamen, sie ist gar keine Person für mich, sondern ein Phantom. Im Grunde weiß ich ja nicht mal, ob sie wirklich existiert. Ich wollte ihr nie irgendwas wegnehmen, und das habe ich auch nicht. Es war ein "Kompromiss", und mein Ex-AM konnte mir nach vielen Wochen plausibel machen, warum seine Lösung eine "gute" Lösung für das generelle Problem ist. Es war jedenfalls mit meinem moralischen Kompass kompatibel, ich hatte Verständnis für ihn und auch dafür, dass eine "offene" Lösung nicht in Frage kam.
Mein Ex-AM hingegen hat
wissentlich einen Menschen hintergangen und damit eine Verletzung mindestens in Kauf genommen, den er angeblich
liebt und von dem er sogar wusste, dass er emotional labil war.
See the difference? Ich verstehe daher den Missionierungsdrang von einigen hier manchmal nicht. Es ist ja gar nicht nötig, einen trockenen Alk. von der Schädlichkeit von Alk. zu überzeugen. Das weiß der doch längst, sonst wäre er ja nicht trocken?!