ysabell
Gast
Zitat:Ich habe mal gelesen, daß DIE im Moment so toll interpretierte Selbstliebe, so ausartet, daß für andere gar kein Platz mehr ist. Jeder denkt nur noch an sich. Ich bin mir selbst der wichtigste. Erst komm ich. Wo bleibt da der andere?
Ja, diese Tendenz gibt es wohl, hat aber nichts mit dem zu tun, was ich meinte.
Ich zitiere mal die weise Leonie aus dem Beziehungskiller-Thread:
Zitat:Ich habe unlängst einen Artikel gelesen, dass diese romantische uns asozial macht, da sie nur auch sich fokussiert ist. Diese Form von Liebe den Egoismus fördere, da man ihr ein Exklusivrecht verleiht. Nur du und ich und niemand sonst! Dadurch fallen eben Religion, Nächstenliebe, Gesellschaft in den Hintergrund, wenn nicht sogar ganz weg.
Dem stimme ich absolut zu.
Ohne zu flunkern habe ich festgestellt, dass ich erst dann wirklich imstande war, etwas in der Liebe zu geben, als ich mich selbst wie beschrieben entdeckte. Der Unterschied in meiner Außenwahrnehmung und meinen Gefühlen wirklich extrem. Früher rannte ich rum und wollte geliebt werden. Wurde ich sogar. Mein armer Liebster sagte dann mal "Du bist ein Fass ohne Boden!"
Heute bin ich voller Mitgefühl und Interesse, achte oft auf andere, auch Unbekannte, habe gelernt, was Freude am Geben bedeutet usw.
In vielen Psychoratgebern steht genau das: die Leute, die viel für sich selbst tun, einen gesunden Egoismus an den Tag legen, haben oft viel mehr zu geben als "ewig Leidende". Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Die zufriedenen Leute geben mir sehr viel und können vor allem gönnen. Haben Freude wenn ein anderer wächst.
@kuddelchen
Dein Beitrag 4141 ist schön! vielen Dank! Du bist so schön geerdet. Mag das. Da komme ich auch mal zur Ruhe.