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was für oder gegen ein Festhalten an Ehen spricht, liegt doch wohl eher im Ermessen der
Beteiligten. Wenn sich die EP entscheiden, eine Paartherapie zu machen und der Paartherapeut
kommt am Ende der Therapie zu dem Ergebnis, dass er Möglichkeiten sähe, die Ehe zu retten,
dann ist das SEIN Fazit.
Dieses Fazit liegt den vorherigen Gesprächen zu Grunde. Je offener die Ehepartner waren,
um so "sicherer" wird das Fazit des Therapeuten sein. Es ist klar - der Therapeut kann nur mit
den ihm gegenüber gemachten Angaben arbeiten.
Zu sagen, dass es falsch wäre, eine Ehe trotz "des toten Pferdes" erhalten zu wollen, weil die
Gespräche in die entsprechende Richtung gingen, ist schon eine ziemlich gewagte Aussage.
Wäre das Pferd wirklich tot, würde der Therapeut das sicher merken. das ginge doch aus den
Gesprächen hervor. In wie weit ein Therapeut für einen Erhalt der Ehe plädiert, bzw. keinen
Erhalt der Ehe befürwortet, liegt natürlich auch an ihm selbst - wie er das Geschilderte einschätzt.
Das ist ja das Wagnis, sich auf die Meinungen von Therapeuten 1 : 1 zu verlassen, oder dessen
Ergebnis als reinen Anhalt zu sehen, es noch mal zu versuchen, bzw. wirklich den Schlussstrich
zu ziehen. Es wäre fatal. die Aussage des Therapeuten als DAS Ergebnis zu sehen. und einen
Therapeuten nicht als Entscheider zu sein, sondern als reinen Moderator.
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Zitat Finita
Zitat:Jeder hat das Recht geliebt zu werden!
Wo steht DAS geschrieben? Wie soll DAS eingefordert werden? Wer will DAS messen, ob
"Liebe" stattfindet oder nicht? Ist es möglich zu sagen: "Du liebst mich nicht mehr!" Möglich
schon. aber nicht als Aussage, sondern als Frage!
Wenn jemand sagt: "Ich brauche Liebe!" - kann das erwartet werden? Nein. Kann die Intensität
gemessen werden? Nein.
Liebe wird GEGEBEN. und die Quantifizierung liegt bei der/dem, die/der Liebe GIBT.
Die/der Andere MUSS zufrieden sein mit dem, was an Liebe gegeben werden kann.
"Kommt" dem Befinden nach zu wenig Liebe. "mehr" einfordern geht nicht.