Zitat von juliet:@Unheilig
und noch einmal - von herzen danke!
du sprichst mir so aus der seele!
es war ein sehr schöner thread, sehr lehrreich.
inzwischen nur noch schlimm, ich hatte immer mal den gedanken, dass es sich langsam wieder ändert - nein!
fehlanzeige.
sehr schade.
aber das sagte ich schon.
wer hier wirklich hilfe braucht, ist echt am ende.
Ich hoffe, dass diejenigen, die wirklich Hilfe brauchen, ihren eigenen Thread eröffnen!
Und ich hatte auch schon mal die Idee, so etwas, wie einen Erste-Hilfe-Plan für Betroffene zu erstellen, es jedoch dann verworfen, weil ich glaube, dass ich gar nicht so wirklich in der Lage bin, da ich gerade in den ersten Monaten selbst so jeden Ratschlag in den Wind geschossen habe, der mir gegeben wurde. Man lernt eben am besten durch Erfahrungen.
Ich denke manchmal, vielleicht ist alles gesagt, viele Aspekte beleuchtet, Mechanismen erkannt und benannt und an grundlegenden Dingen auch nichts weiter was diskutiert werden muss?
Ich habe diesen Thread gegründet, weil ich alle drei Seiten beleuchten wollte und auch um zu sehen, wie die Menschen in der jeweiligen Position leiden und um sich auszutauschen, die Fehlbarkeit der Menschen zu sehen, egal in welcher Position.
Ich finde, das ist gelungen. Auch wenn es viele Diskussionen und Grabenkämpfe gab.
Ich habe einiges gelernt, das wichtigste für mich: meine Grenzen zu wahren, meine Bedürfnisse als solche zu erkennen und zu akzeptieren. Nicht unbedingt nur durch das Forum, vor allem durch das Erlebte.
Meine Partnerschaft ist nicht mit einer Vase vergleichbar. Denn eine Vase kann ihre Form, ihr Wesen nicht verändern, eine Beziehung bleibt in Bewegung.
Ich suche noch danach mit was ich unsere Beziehung am besten vergleichen kann, am ehesten mit einem Fluß, der mehrfach seine Richtung ändert, mal breit und reißend ist, mal schmal und ruhig. Mal vor einer Schleuse.
Ich habe mich für den Fortbestand der Beziehung entschieden!
Vor allem weil der Fluß immer weiter geflossen ist, sprich die Liebe immer da war.
Es wurde viel verletzt bei uns: Vertrauen, Respekt, Loyalität, von beiden Seiten, die ich immer noch als die wichtigsten Säulen für eine Beziehung sehe. Aber es wurde verletzt, es ist nicht verschwunden.
Ich habe meine Definition von Liebe gefunden: Ich bin sehr gerne in seiner Nähe, kann jedoch auch Distanz für gewisse Zeit akzeptieren. Ich kann offen über mich und meine Bedürfnisse reden. Ich kann mich fallen lassen, sowohl s.uell, als auch mit meinen Ängsten und Sorgen. Ich kann viel mit ihm lachen, gemeinsame Zeit genießen. Ich bin glücklich, ein Teil seines Lebens zu sein und ihn in meinem Leben zu haben.
Was mir noch schwer fällt, dass ist mir auch hier noch mal deutlich geworden, ist zu erkennen, was mich stört und warum. Der Zugang zu meinen Gefühlen Trauer und Wut. Bei Angst war es anfänglich so, aber durch mein Selbstvertrauen ist auch die Angst viel weniger geworden.
Ich wünsche jedem hier, dass er den Weg weiter geht, für den sich entschieden wurde, dass die Wunden heilen und dass jeder sein Leben glücklich lebt und seine Art zu leben und zu lieben findet.
Ich verabschiede mich von euch erst mal. Nicht aus Wut oder Enttäuschung, sondern weil ich den Abstand brauche, momentane Forumsmüdigkeit.
Im Moment steht der Aufwand und der Nutzen für mich nicht im Verhältnis. Und auch das ist eine neu gewonne Erkenntnis. Dann etwas zu ändern. Und deswegen sage ich vorerst: Tschüß!