Zitat von Cinderella01:
Glückwunsch, das nennt man loslassen. Ich beneide dich darum, wie lange hat es gedauert?
Ich würde auch sagen nach allem, was ich gehört, gelesen und selbst erlebt habe, dass Du mal gut mit einem Jahr rechnen kannst. Danach ist das "Gröbste" vorbei. Und was die Gleichgültigkeit angeht stimme ich hanna und frischgeföhnt zu. Es ist mir nicht "egal", ob mein Ex-Mann oder auch mein Ex-Am heute glücklich sind. Wenn ich feststelle, sie sind es, freue ich mich, wenn nicht, tun sie mir leid.
Aber - ich fühle mich nicht (mehr) verantwortlich dafür, ob sie glücklich sind in ihrem Leben oder nicht. Ich habe nicht mehr das Gefühl, ich müsste ihnen helfen, irgendwie für sie da sein, sie unterstützen oder was auch immer. Dieses Gefühl hatte ich nach der Trennung meinem Ex-Mann gegenüber sehr häufig noch, und auch bei meinem Ex-AM hatte ich diesen Drang, ihm "helfen" zu wollen. Obwohl er sich ganz gut selber helfen konnte

und mich dazu eh gar nicht brauchte. Seitdem ich dieses "schön, wenn es ihnen gut geht und schade, wenn nicht, aber ist nicht mehr meine Sache"-Gefühl habe - not my circus, not my monkeys anymore - weiß ich, dass ich losgelassen habe. Das ist für mich der Unterschied zwischen jemandem, den ich mal sehr mochte und jemandem, den ich immer noch sehr mag - wenn einer meiner Freunde in "Not" ist, bin ich sofort da, helfe, unterstütze, biete mich an, möchte etwas tun. Bei Menschen, denen ich nicht emotional verbunden bin, ist das nicht so. Da helfe ich nur, wenn ich explizit danach gefragt werde und dann auch weiß, dass gerade ich irgendwie helfen kann.
Wenn mein Ex-AM in seiner Ehe glücklich ist, freut mich das wirklich sehr für ihn. Ist er es nicht, ist es schade, aber er ist erwachsen und kann sich selber helfen, auf welche Weise auch immer. Ich allerdings bin da "raus" und fühle mich nicht mehr für sein Seelenheil zuständig.