Helgehe
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Du hast geschrieben:
Ich spreche von den wesentlichen Bedürfnissen, nicht etwa von irgendwelchen flüchtigen und unbedeutenden, wie rasch einmal einen Kaffee zu trinken, weil man gerade Gusto darauf hat.
Und ja, wenn es um wesentliche Bedürfnisse geht, geht es manchmal gar nicht anders als Grenzen zu überschreiten, die zumeist ja noch dazu von anderen gesetzt werden.
Wie gesagt, (wesentliche) Bedürfnisse hat man ja nicht grundlos. Daher hat ein bedeutendes Bedürfnis auch mehr Gewicht als eine Grenze. (Von pathologischen, kriminellen Bedürfnissen abgesehen.) Was sollte es denn bringen, gegen die eigenen Bedürfnisse zu leben - außer vielleicht ein Magengeschwür? Und wem sollte es etwas bringen?
Diese 'Bedürfnisse' entstehen aber oft erst nach langer Ehe und wenn man nicht redet!
Wenn ich von unserer Situation ausgehe, dass meine Frau Gespräche über meine Bedürfnisse ignoriert hatte, hätte ich ja sofort fremdgehen müssen nach deiner Theorie und es wäre legitim gewesen, da ich ja Bedürfnisse habe, die meine Frau nicht erfüllen wollte. Es war nicht's 'Spezielles' - nur mal, wenn ich von der Spätschicht komme, mich in Dess. zu empfangen um gemeinsam einen tollen Abend zu haben.
Wollte sie nicht - kann sie nicht, so auf Kommando.
Also hatte ich das eben toleriert, war/ist nicht schön, aber deswegen fremdgehen?
Meine Frau hatte sich auf eine lange Affäre eingelassen, eigentlich letztendlich auch grundlos (okay: Oma geworden, ich ihr einziger 6-Partner, Marktwert testen in dem 'hohen' Alter von 46, sich nicht mehr geliebt gefühlt, . ), denn sie sagte danach: Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er auf's Eis tanzen!
Sie hatte nie angesprochen, was ihr fehlte und ich konnte es nicht erahnen, da Urlaube toll waren, ich ihr zwischendurch auch Geschenke machte, sie mit Kurzurlauben überraschte - trotz diesem kleinen Wunsch, den sie mir nicht erfüllte!
Okay, ein Magengeschwür bekam ich nicht deswegen, aber man hat sich zur Hochzeit ja irgendwie ewige Treue geschworen!
Ich bin nicht ausgebrochen wegen zu wenig 6 - hatte mich damit arrangiert/abgefunden.
Dass sowas die Ehe aber belastet, ist auch klar. Ich hatte mich dann schon zurückgezogen, Wünsche nicht mehr geäussert, es angenommen, wie es eben ist! Urlaube immer toll - eigentlich war ich ja der Verlierer in der Ehe.
Wem sollte es was bringen, gegen seine Bedürfnisse zu leben, wie du gefragt hast?!
Keinem wirklich, klar.
Aber es ist eben eine lange Ehe, wo man reden sollte, bevor man Sch. ße baut, letztendlich ja sogar grundlos!
Wem hatte das was gebracht? Schmerzen, nur Schmerzen!
Bei den 2 AP's, bei mir, bei der Lebensgefährtin des AP's - bei allen irgendwie!
Es gibt einen Spruch: Es gibt nicht's, was nur Nachteile hat!
Klar, unsere Ehe wurde wachgerüttelt, wir gehen verständnisvoller miteinander um - alles okay soweit.
Aber ich bin der, der am längsten leidet deswegen!
Und deine Empfehlung: 'Daher hat ein bedeutendes Bedürfnis auch mehr Gewicht als eine Grenze. (Von pathologischen, kriminellen Bedürfnissen abgesehen.) Was sollte es denn bringen, gegen die eigenen Bedürfnisse zu leben - außer vielleicht ein Magengeschwür?' ist sehr kurzsichtig!
Die Aussage eines Egoisten in meinen Augen, um sein Verhalten begründen zu können!
Wenn man eine Ehe führt, kann man nicht einfach nur nach seinen Bedürfnissen leben, wenn es mal nicht so toll läuft!
Dann muss man reden, Probleme ansprechen.
Ändert sich nicht's - okay, dann Trennung, wenn man das will, wenn die Ehe nicht mehr lebenswert ist!
Aber einfach seinen Bedürfnissen nachgehen während der Ehe, geht gar nicht - es sei denn, der Partner weiss Bescheid und toleriert sowas - soll es ja auch geben!
Ansonsten gibt es keine Rechtfertigung für eine Affäre während der Ehe, dürfen Grenzen nicht überschritten werden!
Dann wäre es reiner Egoismus! Das dann zu tolerieren nach dem Auffliegen kostet unheimlich viel Kraft vom Betrogenen, Magengeschwüre möglich in dieser Situation!