Zitat von hanna111:Vegetari, bei aller "Aufarbeitung" weiß ich nicht, ob Du Dir die "richtigen Fragen" stellst...
Sich darüber den Kopf zu zerbrechen, wo er bei der AF geschlafen hat und ob der Sohn daneben lag und wie das zu beurteilen ist, ist doch eher für Dich kontraproduktiv. Das sind Dinge, die doch eher quälend sind...und ja auch nicht mehr zu ändern. Das befeuert doch nur unnötig das Kopfkino. Tatsache ist doch, dass er an der Ehe festhalten möchte bzw. arbeiten möchte.
Und die Frage, inwieweit Du bereit bist das zu tragen und zu verzeihen.
Das mit dem Handy sehe ich zweigeteilt. Euer Kind hat dem Handy des Vaters nichts zu suchen, meiner Meinung nach. Wenn ich schon was zu verbergen hätte, dann sichere ich das Gerät wenigstens.
Affären wo Kinder beteiligt sind, sind doppelt übel. Ich hab als Kind selbst meinen Vater mit seiner AF im Park getroffen als ich aus der Schule kam und dachte mich trifft der Blitz. Geredet hat zu dieser Zeit allerdings niemand mit mir. Im Gegenteil. Ich bekam noch einen Anschiss von meinem Vater, weil ich unfreundlich und ignorierend weitergelaufen bin in meinem Schreck.
@ Hanna111
es geht bei den Fragestellungen darum, DASS Fragen gestellt werden - ein/e Außensehende/r
hat nicht zu bewerten, ob diese Fragen falsch oder richtig sind. So wird auch immer reklamiert,
dass "jede/r den eigenen Weg der Aufarbeitung" gehen soll/darf/muss...und wie schnell/langsam
das vonstatten gehen kann/soll/darf/muss.
Dass Betrogene EP andere Fragestellungen als AP haben, liegt nun mal in der Natur der Sache,
weil vollkommen andere Voraussetzungen vorherrschen. Es entsteht der Eindruck, als würden Betrogene sogar noch als Täter/innen dargestellt, WEIL diese eine ganz andere Fragestellung zur Aufarbeitung haben.
Was bei der Aufarbeitung bei Betrogenen wie AP und Betrüger/innen "produktiv", bzw. "kontraproduktiv" ist, hat JEDER selbst zu entscheiden. Es ist anmaßend, Anderen eine "Produktivität" zu, bzw. absprechen zu wollen, oder gar eine "Kontra-Produktivität" zu unterstellen. Auch was bei einer Verarbeitung "quält" oder nicht quält, entscheiden die, die
sich in der Aufarbeitung befinden...und keine Außenstehenden.
Übrigens - eine Aufarbeitung, die wie "geschmiert" läuft, die weder Unbehagen hervorruft, noch quälend ist, hat dann wohl eher einen Kaffeeklatsch und -Tratsch-Charakter und verdient die
Bezeichnung "Aufarbeitung" nicht. Jede/r gute Therapeut/in würde eine solche "Aufarbeitungs-Philosophie" sofort für beendet erklären, weil vertane Zeit der/des Therapeut/in.
Jeder geht anders damit um. Es gibt Beteiligte, die wollen etwas verändern, andere wollen weiter
vor sich hindümpeln...im eigenen Saft...