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Für alle Betroffenen einer Dreiecksbeziehung

E
@Zugaste
Ein schöner Beitrag.
Deine Fragen schildern das, was wohl jeder bearbeiten muss nach einer Affäre. Das ist richtig.
Seine Grenzen. Sein Selbstwert.
Fehler. Fähigkeiten. Bedürfnisse.

Davon unabhängig verurteile ich Lügen und Betrügen über einen langen Zeitraum in Beziehungen..

Das Eine schließt das Andere nicht für mich aus.

x 3 #6226


Vegetari
Zitat:
Davon unabhängig verurteile ich Lügen und Betrügen über einen langen Zeitraum in Beziehungen..
Zitat:


Das wird wohl fast jeder, egal von welcher Seite ,so sehen.

Nichtsdestotrotz wusstest Du ,dass er mehrere Jahre seine Frau anlügen musste,damit die Affäre mit Dir bestehen konnte. Du wusstest also ,dass er in die andere Richtung lügt...Du warst daher irgendwie" Mitwisserin"...das sind doch Fakten -oder?
Eigentlich müsstest Du daher Deinen EX Mann wegen Betrug und auch Deinen EX AM verurteilen...Wenn Du so einen Satz aussprichSt. .. Augen rollen

x 1 #6227


A


Für alle Betroffenen einer Dreiecksbeziehung

x 3


Z
Zitat von Waspy:
@Zugaste

...lässt sich letztlich schnell aufdröseln...soweit ich mich erinnere, hab ich spitzfindig auf Deinen Absatz mit Kommandostil u.ä. reagiert.
Das war Dreh- und Angelpunkt. Ansonsten konnte ich Dir gut folgen.
Aber ich guck mal, was ich da noch rausfischen kann und schick Dir ne PN dazu.
.......ok ? !
Gruss...die Sonne scheint!


OK!

#6228


K
Zitat von frischgeföhnt:
Meine Meinung über Männer, die jahrelang eine Affäre führen., ist eben so.
Dazu stehe ich.
Andere dürfen gerne anders urteilen.


@ Frischgeföhnt

Das stellt sich doch auch die Frage, was das für Auswirkungen auf Frauen hat, die jahrelange Affären hatten/haben, für Frauen die jahrelang als AF "unterwegs" waren, um dann doch jeweils nicht ans Ziel ihrer Vorstellungen gelangten!

Sind Frauen denn die besseren Menschen, weil sie innerhalb dieser Diskussionen nicht erwähnt
werden? Sind Frauen die Menschen, die immer alles im Leben im Griff haben, die alles unter Kontrolle haben, die alles geregelt bekommen, was sie "FRAU" in den weg stellt?

Wer "führt" denn eine Affäre - nur der Betrüger oder auch eine Betrügerin? Wer lässt sich denn dann
"führen".... die AF und die AM. Wenn ich mich recht erinnere, hast du dich auch "führen" lassen? Nein
... du hast als AF bei der Affäre - bei deiner Affäre - aktiv mitgewirkt. Du warst ein Teil der Affäre, deiner Affäre. Du hast ebenso deine Affäre geführt...nicht nur eine - es war deine Affäre. Du hast dich führen lassen, wie du "geführt" hast. Dein betrügender AM hat ein Signal gesendet, was du als AM "empfangen" hast - egal was du empfangen hast, bzw. verstanden hast.

Es ist so einfach, immer alles an Anderen festzumachen, was "die da" (nicht) gemacht haben,
(nicht) gesagt haben. Das KLARE Bekenntnis dazu, selbst Böcke geschossen zu haben, fehlt
mit. stattdessen erfolgt immer, "wir" AF haben uns dazu bekannt, Fehler gemacht zu haben.... nur -
WO steht das?

Wo ist mal von einer AF angeführt, dass eine AF den Anlass gab, warum ein betrügender AM die Affäre beendet hat! Ist immer nur der betrügende AM der Auslöser, dass aus einer Affäre nicht mehr wurde?

Stattdessen - kübelweise wird Hohn und Spott über betrügende AM ausgeschüttet....und diesen
"Flow" glaubt doch wohl keine einzige AF wirklich! Zum wiederholten Male - wenn eine AF leugnet,
keinen Anteil am Ende der Affäre gehabt zu haben.... wie glaubhaft ist das? Gar nicht....

Wenn eine AF nicht an einen betrügenden AM herankommt, bzw. ein betrügender AM nicht
an die AF herankommt.... liegt das immer an dem betrügenden AM? Sind AF also die Engel
auf Erden, die dem Betrüger das Himmelreich bescheren können? Aber.... warum gehen 90 %
der Betrüger wieder zu ihren EF zurück? Warum diese 90 % wieder zur EF zurückkehren - das
liegt nur an den Betrügern? Kann es nicht sein, dass so mancher Betrüger froh ist, dass nicht
mehr aus der Affäre mit einer AF geworden ist? Und kann es nicht auch sein, dass ein Betrüger
froh ist, seine AF wieder losgeworden zu sein, weil sich dessen AF "aufgeführt" hat, was diese
für den Betrüger unerträglich hat werden lassen?

Ist das alles so abwegig?

Nein.... ohne Wertungen, ohne Be- und Verurteilung - einfach nur lesen, nicht persönlich nehmen.

x 1 #6229


Vegetari
Frischgefoehnt fragte gerade andere Ex Af in einem anderen Threat :

" Kuddel vertritt die These, dass die Affärenfrauen Fehler gemacht haben. Deswegen wurde die Affäre beendet.
Wie steht ihr dazu?"

Ich vermute , dass Kuddel " Fehler" nicht meint , sondern eher Verantwortung.
Verantwortung tragen wir ja nur fuer uns selbst , egal in welcher Art von Beziehung wir sind .

Wegen " Fehler " der AF wurde die Affaere beendet: Sowas kann ich mir kaum vorstellen.

Der hauptsaechliche tragische " Fehler" in diesem Drama ist doch : der Gebundene hat vorher nicht offiziell Schluss gemacht mit dem EP , er oder sie hat schon mal was Neues angefangen ist dann heimlich zweigleisig gefahren.
Und sowas kann ja nicht gluecklich enden mit der AF , solange er noch in der Ehe verfangen , nicht geloest ist !
Und Affaere bedeutet doch meist : Seitenspringer hat sich noch nicht endgueltig geloest vom Ep , sonst wuerde er doch sowas wie Affaere nicht anfangen!
Da eine vollstaendige Losloesung vom EP und Verarbeitung der Altlasten und eigener Probleme mindestens 1 Jahr dauert , kann m.E. eine ueberlappende Affaere doch garnicht vollstaendig und mit guten Ausgang fuer eine Affaere werden, Der Seitenspringer ist ja selbst mit sich noch nicht im Reinen. Deswegen luegt er u.a. auch !

Wenn man mit sich selbst nicht im Reinen ist , noch nicht fertig ist , ist eine befriedigende Beziehung m.E. nicht moeglich, weder zur Affaere noch zum alten Ehepartner.

#6230


A
Ob Schuld, Verantwortung oder Fehler- das sortieren bis ins letzte Detail ist doch müßig, oder? Ja, es gibt Schuldige, Verantwortliche und Fehler, die gemacht wurden. Wir müssen niemanden an den Pranger stellen, aber wir müssen Schuld, Verantwortung und Fehler nicht kleinreden. Weder die, von denen, die uns verletzt haben, noch unsere eigenen.
Ich habe meinen Absturz nicht verdient, auch wenn ich eigene Anteile habe.
Ich kann gut verstehen, dass man viel über die Verantwortung nachdenkt, besonders weil Affären bei den Betroffenen lange Nachwirkungen haben. Sie verändern uns und unser Leben, unsere Träume und Lebensphilosophie.
In einem Beziehungsdreieck- was soll man da richtig machen! Das ist fast nicht möglich, weil es nicht transparent ist, weil die Emotionen hochkochen! Die AFs berichten immer von der Nähe, die sie gespürt haben. Das glaube ich. Ich glaube auch den Betrügern, dass sie das spürten. Ich glaube jedoch, dass das evtl. nicht der Realität entspricht. Die Nähe entspringt den großen Momenten, hat aber (noch) kein Fundament! Liebe AFs, versteht es nicht abwertend! Aber ich glaube, daran scheitert es oft, dass aus den Afs eine Beziehung wird.
Die großen Momente, die Dramen sind in der Hauptbeziehung wieder da, sobald die Affäre aufgeflogen ist. Plötzliche unbeschreibliche Nähe TROTZ eines Betruges kann entstehen auf einem Fundament, dass natürlich brüchig geworden ist. Es sei denn die /der Betrogene geht sofort und ohne sich umzudrehen.
Will man aber in der Hauptbeziehung weiterhin verbleiben, dann muss Verantwortung übernommen werden (um mal wieder den Bogen zum Anfang zu nehmen). und zwar nicht nur so ein bißchen- sondern es wird schmerzen, da man viel aushalten muss. Und man muss verzeihen- nicht vergessen! das schafft man nicht!
Das ist der Preis....

x 3 #6231


K
@

was ist denn daran falsch zu sagen, dass es vorkommt, dass aus Fehlern durch AF Affären beendet werden - durch betrügende AM. Im Umkehrschluss würde das doch heißen, dass AF vollkommen fehlerfrei sind und immer nur "die AMänner" für die Fehlerhaftigkeit verantwortlich sind, und dann
die AF die Affären beenden.

"Wer ohne Fehler ist, werfe den 1. Stein!"

Nun aber..... @ Frischgeföhnt. Wie sieht das bei dir aus?

Als doppelt Involvierte - in "betrogen-worden-sein" und als AF - kann man davon ausgehen, dass
Frischgeföhnt eine 2-fach indizierte Frau ist, die immer noch un immer wieder aus der Enttäuschung heraus argumentiert?
Warum immer noch diese totale Antipathie Betrügern und AM gegenüber, wenn eine psycho-therapeutische Betreuung angeblich erfolgreich abgeschlossen wurde?

#6232


K
...Nachtrag

@

das "heroisieren" vieler AF, die sich offenbar selbst als "Gutmenschen" sehen, geht gar nicht.
Das würde bedeuten, alle Betrüger sind "schlechte" Menschen und nur diese Menschen machen
Fehler, bringen Unheil über die AF.

"Meine" Affäre - sie ging auseinander, weil Fehler gemacht wurden... von mir, aber nicht allein
durch die von mir begangenen Fehler. "Meine" AF hat ebenso Fehler gemacht. Sich zusammenzu raufen - es war oft möglich...sonst wären es nicht knapp 9 schöne Jahre, über weite Strecken wunderbare Jahre, geworden. Beide haben wir daran gearbeitet...und es war schwer genug. Keine Sekunde möchte ich missen.

Viele AF/AM wollen die Affären-Zeit aus ihrem Leben gestrichen wissen - warum? Das muss Gründe haben, die in den Menschen selbst liegen, die diese Jahre gestrichen haben wollen - nicht im AP.

@ angel09

mit deinen Hinweisen gehe ich konform....

#6233


A
Jeder konstruiert eine Wirklichkeit! Das ist normal! Und weil ich konstruiere, konstruiere ich es so, dass ich es ertragen kann.
Ist nicht jeder ein bisschen "Gutmensch"
Ich nehme mich da nicht aus.
Konstruktivistin eben... zwinkern

x 2 #6234


K
@ angel09

jeder Mensch hat seine Stärken, wie jeder seine Schwächen hat. Stärken wie Schwächen machen
einen Mensch aus...egal wie!
Was einen "Gutmensch" angeht... sich selbst Anderen gegenüber auf den Sockel zu heben - no way!
Selbst zu wissen, wie die eigene Realität aussieht, wird sich nie selbst als "Gutmensch" bezeichnen... oder?
Sich selbst "irgendwie" zu konstruieren - was ist daran ehrlich im Umgang mit sich selbst? Es ist "irgendwas" okay oder es ist es nicht. Und wenn ich etwas auf mich selbst Bezogenes ertragen soll,
bröckelt die eigene Fassade, an die Frau/Mann selbst Hammer und Meißel ansetzt.
Sich der eigenen Stärken und Schwächen WIRKLICH bewusst zu sein; ist nicht einfach. Frau wie
Mann neigt sehr schnell zur Über-/wie zur Unterschätzung.

"Nur Gutmenschen" - gibt es die? Nein. Die Macken machen "aus", was sogar menschlich machen
kann. Schwächen zeigen zu können.... das ist das menschlichste, was es gibt. Immer einen auf Stärke zu machen...wie monoton und langweilig ist das denn!?

Und wenn jeder bei sich selbst anfängt, vor der eigenen Türe zu kehren, hat jeder mit sich selbst
genug zu tun. Und zu glauben, alles besser als Andere zu wissen... na ja!

"Ich weiß nichts besser - ich weiß es bestenfalls anders!"

x 1 #6235


A
Konstruktivismus besagt, dass sich jeder seine Wirklichkeit aus den eigenen Erfahrungen, der eigenen Wahrnehmung, usw. Selber schafft. In sofern konstruiert sich tatsächlich jeder selbst. Und seine Wirklichkeit. Drei Leute im Dreieck,drei Wirklichkeiten. Das ist so. Das ist auch nichts Schlimmes. Es muss einem nur bewusst sei, dass es andere Perspektiven gibt. Insofern gehe ich mit @kuddel konform, dass man nicht das Recht dazu hat, die eigene Meinung als die einzig richtige darzustellen. Aber das machen die Wenigsten hier.
Die anderen Perspektiven sind für mich wichtig. Ich kann mich bestätigt fühlen, ich kann mich dran reiben, ich kann darüber nachdenken. Ich kann sie annehmen oder verwerfen. Da sind wir wieder beim Konstruktivismus. Und es liegt, zum Glück, auch in der Natur der Sache, dass man Wahrheit erträglich konstruiert. Wie sollte man sonst das Leben ertragen?

x 4 #6236


K
@ angel09

natürlich laufen unterbewusst viele Dinge ab, die Auswirkungen haben, Frau/Mann selbst
aber gar nicht so wahrnimmt. "Andere" könnten das eher wahrnehmen - durch das Verhalten
/Benehmen, was nach außen signalisiert wird. Dass das sowohl erfreulich sein kann, als
auch höchst unerfreuliche Erscheinungsbilder von sich geben kann. da ist wohl was dran.

"Wahrheit konstruieren?" - für wen? Für einen selbst? Für Andere? Heißt das nicht auch,
sich ggf. anzupassen? Macht das einen Sinn, nur um auf diese Weise Anderen gefallen zu
wollen, Anderen einen Gefallen zu tun, um bequem/er, um angenehmer zu erscheinen?

Es wird nach "Typen" gefragt, "Typen" werden verlangt - als Frau, als Mann! Was haben "Typen"
an sich - "Konstruiertes" sicher nicht. Da ist eher Authentizität das Maß der Dinge. Es gibt keine
"Typen", die sich wie ein Aal winden, bis etwas "genehm/bequem" erscheint. "Typen" winden
sich nicht. Oder doch?
Typen sind "geradeaus" - Frau wie Mann! Die Pferde nicht sicher auf einer Koppel - mit "Typen"
kann man Pferde stehlen. Typen winden sich nicht. Typen sind da, wenn sie gebraucht werden,
unterstützen, wenn Unterstützung gefragt ist. und stutzen auch zurecht, wenn "Bedarf" ist.
Ja. Typen grenzen auch ab. Typen wahren ihren Bereich, ohne verschlossen zu sein. Typen
l(i)eben "klare Kante". und sind dennoch bereit, DA zu sein - egal in welchen Situationen.
Da wird sicher nichts "konstruiert", um nach außen so erscheinen zu wollen. Ein Typ, eine "Typin"
braucht nicht zu konstruieren - sie/er ist so!

Das in einer Dreiecks-Geschichte - geht das? Zeigt ein Typ/eine Typin Schwäche, Teil einer
Dreiecksgeschichte zu sein? Als Betrüger/in, als Betrogene, als AF/AM? Ist ein Typ/eine Typin
immer nur stark, niemals schwach, niemals sentimental, niemals verletzbar, steht immer
"drüber", egal was geschieht?

Wenn wir das alles wüssten. es bräuchte diese Foren nicht.

Was wirkt denn im Forum "konstruiert". bei den unterschiedlichen "Gruppen" der an Affären
Beteiligten? Wirkt etwas konstruiert? Wird "konstruiert" - um selbst besser dazustehen? Kann
das Konstrukt ausgemacht werden, wenn es denn eines ist? Wird durch ein eigenes Konstrukt
eher projiziert, um das Konstrukt nicht kippen zu lassen, um Schein zu wahren? Geht das alle
an Affären Beteiligten gleichermaßen etwas an? Kann/darf gewichtet werden? Sind Betrogene
eher weniger auf ein eigenes Konstrukt bedacht?

Ja. es kommt immer auf die jeweilige Position und die jeweilige Situation an. oder?

Keine Wertung, keine Be- und keine Verurteilung, keine Vorurteile - einfach nur viele Fragen.

x 1 #6237


A
Es geht ja weniger darum, dass man sich selber konstruiert, sondern seine Wirklichkeit.
Gerade Betrogene sind auf Konstrukte angewiesen, um für sich Erklärungen und Antworten zu finden- eine Wahrheit zu finden. Das eigene Konstrukt der Wirklichkeit zu hinterfragen geschieht ja nicht immer ganz freiwillig. Wozu auch! Solange das Leben funktioniert, muss man das ja auch gar nicht.
Erst wenn man erkennt, dass man so nicht weiterkommt, fängt man doch an, das eigene Ich zu hinterfragen. Das heißt aber nicht, dass dann sichtbar für andere etwas anders ist.
Mein Ich ist ja auch, unter anderem, Ergebnis meines Konstruktes. Trotzdem ist man authentisch. Das hört sich widersprüchlich an, ist es aber gar nicht, wenn man näher darüber nachdenkt.

" Wenn das die Lösung ist, will ich mein Problem zurück" Diese Postkarte hängt in meinem Büro. Darüber muss ich oft schmunzeln- es ist soviel Wahres daran. In jedem von uns...

#6238


In meiner Hilflosigkeit hab ich in meinem Umfeld allen mut zusammen genommen und Betrogene angesprochen. Ganz vorsichtig.
Denn das ganze Thema ist doch recht komplex.
Im Gespräch kamen Sätze beginnend mit
"Ja ich hab doch....
Er wusste doch...
Ich hab alles für ihn ihn gemacht...
Bin mir keiner schuld bewusst...
Dem ging zu gut...
Meine Cousine hat gesagt,probiert es doch, ihr wart schon soooo lange zusammen. ....

Schier überfordert war ich damit.
Sicher ein tolles Konstrukt, um den Ehemann vielleicht doch ganz schmackhaft zu ertragen,oder?

#6239


K
@ angel09

kann auf ein selbst gebildetes Konstrukt aufgebaut werden? Vorübergehend müssen Konstrukte
her, um irgendwie klarzukommen...das sehe ich ein. Auf lange Sicht mit einem eigenen Konstrukt zu leben - geht das? "Verkauft/verliert" man sich nicht mehr und mehr selbst? So hilfreich Konstrukte
sind, wenn sie sein müssen, um überhaupt über die eigenen Runden zu kommen - ist das etwas,
was auf Dauer Bestand haben kann/wird? Klar... schwierig wird es, eigene Wege zu finden und
diese auch gehen zu wollen. Muss da unbedingt ein Konstrukt her? Muss da ein Konstrukt sein, um neue Wege zu gehen?
Wenn der Rücken mal so RICHTIG zur Wand steht, der Popo auf Grundeis geht, wenn es nur noch besser werden kann, weil "nach hinten" kein Platz mehr ist - dann geht das nur mit eigenem Willen, oder die Lichter gehen ganz aus! Ja...dann braucht es "Konstrukte"...in welcher Form auch immer, die von außen kommen und die vorübergehend von innen sein müssen - aber nicht auf Dauer. Eine "Gehhilfe" auf Dauer? Oder ist es nicht besser, der Gehhilfe eine gewisse Zeit einzuräumen, um
sich dann aller Gehhilfen, aller Konstrukte zu entledigen?

Konstrukte zu haben, um mit Anderen klarzukommen - EP, Familie, Kinder, Freunde, Bekannte, Kolleg/innen...wie lange geht das gut? Sich anzupassen, sich anzugleichen... wie sehr verfälscht
sich das eigene ICH?

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