Zitat von frischgeföhnt:Der Betrüger hat sich selbst verletzt.
Liebt er noch seine EF und möchte mit ihr weiterleben, hat er ihr mit dem Betrug auf unglaubliche Weise wehgetan... er hätte dann Schuldgefühle?
Liebt er die AF, geht zurück zur EF,.betrügt er sich und seine EF, denn so kann nichts heilen.
Liebt er keine von beiden, und nur sich, wohl eher nicht. Aber seine ursprüngliche Sehnsucht nach etwas wird bleiben. Das schmerzt.
Es bleiben Zweifel und Trauer über die eigene Handlung, Schuld, Wut, Reue oder was auch immer, je nach Motivation für die Affäre.
Auch der Betrüger ist im Inneren mit sich allein. Man kann vielleicht jeden blenden oder belügen . Aber nie sich selbst. Dieses wird auch in ihm arbeiten.
Hier gehe ich aber von langen Affären und einem Auffliegen aus.
Ich würde da noch weiter gehen. Bei meinem Mann hatte ich recht früh den Eindruck, er fühle sich selber als Opfer.

da war ich ziemlich fassungslos. Er bestätigte mir das auch noch recht selbstbewusst. Was mich noch fassungsloser machte.

aber klar, 1. wenn er das so erlebt, dann hat er, wenn man es gemeinsam aufarbeiten will, das Recht, dass man sich das auch anschaut, 2. natürlich fühlt er sich als Opfer, weil er hatte für sich ja keine andere Lösung als so eine Affäre mehr gesehen. Ist zwar etwas bizarr, aber eigentlich nachvollziehbar.
Eine Affär eist ein Dilemma. Wie Föhni schrieb, egal wie man sich entscheidet als AM, der Preis ist hoch. Mein Mann einte gerade am WE, als wir uns damals zum ersten Mal wieder gesehen hatten, war sofort wieder eine starke Verbindung da. Diese Verbindung hätte er mit seiner damaligen Frau so nie gespürt. Er hätte sie folglich, unabhängig von unserer Geschichte, früher oder später verlassen "müssen", denn so hätte er nicht weiterleben wollen. Das hätte er auch bestimmt gemacht, so wie es ch ihn kenne. Aber nicht jeder ist so konsequent wie er. Zu bleiben oder zu gehen. Beides hat einen Preis. Eine Affäre konfrontiert den AM mit der Realität. Und auch wenn er sie danach versucht zu unterdrücken, das Erleben wird weiter wirken.
Und bleibt er bei der EF, wie bei uns, dann leidet er auch. Mein Mann hat gelitten und es wird letztlich länger an ihm nagen, als bei mir. Das er gelitten hat, hat mir gut getan. Gebe ich ehrlich zu. Ich wollte auch sicher gehen, dass er "genug" gelitten hat. Hat er und jetzt reicht es. Wenn es mir schlecht geht und ich "böse" sein wollte, dann könnte ich ihn problemlos mitleiden lassen. Den Punkt bei ihm kenne ich nun. Sein Glück ist, dass ich es nicht mache.