Zitat von KeinHeld: Ja wie ist die momentane Situation?
Ich habe mich entschieden mich zu trennen, versuche für die kleine und mich ein geordnetes leben aufzubauen.
Leider versucht die Kindsmutter, mir mit jeden fiesen Trick den Umgang mit meiner Tochter zu unterbinden.
Angefangen von androhungen körperlicher Gewalt wenn ich einen Arzttermin der kleinen mit wahrnehmen möchte, über Widersprüchlichen Aussagen wenn ich sie zu mir holen kann.
Mittlerweile wird mir gedroht meine verbliebenen Sachen zu zerstören, bzw auf die Straße zu setzen, jetzt will sie eine größere Entfernung zu mir umziehen mit der kleinen, damit kein Wechselmodell was wir gerade betreiben mehr möglich ist.
Ja so sieht es aus, ich werde bedroht, mir wird die kleine vorenthalten, und ich lebe in Angst was mit meinen Sachen geschieht.
Hast du inzwischen mal einen Anwalt beauftragt oder das Jugendamt eingeschaltet?
Bei deinen Beiträgen fällt mir auf, dass du eine fatale Art hast an der falschen Stelle deiner Ex Steine bei ihrer Gesundung in den Weg zu legen und an anderer Stelle wiederrum viel zu passiv agierst.
Du kämpfst auf der Elternebene kaum, während du (hier) auf der persönlichen Ebene rumjammerst.
Mir scheint, dass du in der "Warum hat sie mich nicht mehr lieb? Ich war doch nur etwas unfair" Haltung verharrst (siehe meine vorher markierte Stelle als Beispiel).
Deswegen hier meine erste "Wahrheit" für dich:
Deine Ex wird dich für eine sehr lange Zeit, vielleicht sogar für immer, hassen.
Das kannst du nicht mehr ändern. Der Schaden deiner Aktionen ist dafür zu groß (und deine Ex zu emotional) um das "einfach so" zu kitten.
Akzeptiere das und hör auf deswegen rumzujammern.
Zweite Wahrheit:
Du hast den Selbstwert, die Selbstbestimmund und das Ego deiner Ex massiv verletzt.
Dagegen kannst du etwas tun, in dem du versuchst dich ernsthaft zu entschuldigen und empathisch deine Ex zu verstehen.
Das ist aber schwer und erfordert, dass du erstmal deine Rolle in der Gesamtsituation annimmst. Anders ausgedrückt: Du musst dein Ego erstmal aus der Gleichung nehmen und deiner Ex, auf der persönlichen Ebene, kurz das Gefühl geben, dass sie auch mal Oberwasser hat.
Das könnte etwas Druck aus dem Kessel nehmen.
Dritte Wahrheit:
Du zeigst deiner Ex in Bezug auf dein Kind nicht die Grenzen auf.
Wo du auf der persönlichen Ebene mal etwas Demut und Reue an den Tag legen solltest, musst du auf der Elternebene mehr Härte zeigen.
Wenn ein direktes Gespräch mit deiner Ex nicht möglich ist, schlage ihr alternative Klärungsformate vor. Mediation, indirekte Kommunikation, Kommunikation über das Jugendamt wären da ein paar Stichpunkte.
Bei Drohungen im Bereich des Kindes musst du sofort dicht machen. Ignoriere die Nachrichten (bis sie sich wieder einkriegt), lege auf (und rufe später nochmal an),.... Biete schlicht keine Angriffsfläche. Sei erwachsen.
Wenn alle Stricke reißen brauchst du halt einen Anwalt und das Jugendamt an deiner Seite.
Vierte Wahrheit:
Zitat von KeinHeld: Ich hoffe einfach das sie sich beruhigt und einsieht das wir als Eltern weiter da sein können für unsere Tochter.
Sorry, aber du machst dir große Illusionen, wenn du glaubst, dass ihr auf absehbare Zeit ein Elternteam sein könnt.
So kommt es nämlich in all deinen Beiträgen rüber: "Warum können wir nicht einfach nur gemeinsam Eltern sein...."
Das wird, gemessen an dem was du hier geschrieben hast, auf Jahre nicht möglich sein. Dazu ist zu viel passiert und deine Ex ist zu verletzt....
Diese Realität gilt es zu akzeptieren und nicht weiter auf Luftschlösser zu bauen.