Bin ganz irritiert, wie viele hier Wert darauf legen, dass Geschenke nicht so wichtig seien.
Sicher, der Wert eines Geschenkes ist weniger entscheidend, sondern dass deutlich wird, man macht sich Gedanken wie man den anderen erfreuen könnte und vor allem: man würdigt den Anlass.
Denn egal wie Einzelne das für sich handhaben möchten, wir leben in einer Kultur in der Geburtstage von frühester Kindheit an als besondere Tage angesehen und entsprechend gewürdigt werden. Wir wachsen damit auf, dass Geburtstage gefeiert und mit Gratulationen und Geschenken begangen werden. Bedeutet, man muss als mündiger Erwachsener durchaus damit rechnen, eine andere Person vor den Kopf zu stoßen oder zu enttäuschen, wenn man deren Ehrentag übergeht - unabhängig davon, ob einem der EIGENE Geburtstag etwas bedeutet oder nicht.
Diese Haltung, sich nicht vorschreiben lassen zu wollen, wann man etwas zu schenken habe... Ich kenne einige Leute mit dieser Haltung, die schenken zum Anlass verkrampft nichts und das restliche Jahr über ganz entspannt auch nichts (oder deklarieren normale kleine Aufmerksamkeiten als Schenken). Ganz ehrlich? Wer wirklich gerne schenkt, freut (!) sich auf einen Anlass und meidet ihn nicht.
TE, ich kann deine Enttäuschung über das verspätete "Geschenk" verstehen, kenne solche Erfahrungen auch. Ich finde es eine rundum schwache Leistung von deinem Freund und du darfst das mit Fug und Recht armselig finden. Aber bestimmt hat der Gute andere Qualitäten, die hoffentlich letztlich entscheidender für dich sind
