Huhu.... Jetzt ist viertel vor neun hier und ich habe mir für heute vorgenommen eine to-do-liste zu schreiben, die ich angehen werde sobald ich wieder da bin.... Vor einigen Tagen habe ich meiner besten Freundin folgende Email geschrieben, die mich exzellent beschreibt:
Sorry, wenn ich die letzten Tage so abwesend und teilweise auch patzig war, aber wie du gemerkt hast bin ich gerade nicht in bester Verfassung und genervt von allem und jedem!
Ich lese gerade ein Buch nach dem anderen um einfach in eine andere Welt abzutauchen um mich von meiner zu lösen. Eigentlich dachte ich, die letzten Jahre bzw die trennung mit A verarbeitet zu haben, doch ich habe mich nach dem debakel mit M wieder dabei erwischt wie ich in einige gleiche Muster verfallen bin, was mich a) sehr schockt und zurückwirft und b) nervt!
ich tu mich auch sehr schwer darüber zu reden, weil ich mich dafür schäme so labil zu sein und immer wieder in ein tiefes Loch ohne Boden zu fallen scheine.
und da kommen auch immer wieder die fragen auf:
- Warum bin ich so wie ich bin--> muss tiefenpsychologisch einiges kaputt sein und wie reparabel sind die "Schäden"
- warum hasse ich mich so sehr und bin so selbstzerstörerisch?
- warum halte ich mich für eine abscheuliche, verabscheuungswürdige Person?
- wie kann man mich mögen, wenn ich selbst so hasserfüllt bin mir selbst gegenüber?
- wieso habe ich soviel und fühle mich trotzdem leer und einsam?
- ich halte diese Einsamkeit nicht mehr aus, wie lange soll das noch so gehen?
- bin ich es überhaupt wert geliebt zu werden?
- kein wunder, dass ich niemanden finde, wenn ich so bin?!
- wie lange bleibe ich noch so alleine?
- finde ich überhaupt mal jemanden, der mich akzeptiert?
- was an mir ist so abschreckend, dass ich keinen finde?
-....
und gerade so geht die Liste ewig weiter

...
ich tu mich gerade echt schwer die tränen zurück zu halten. Habe auch meine Psychologin angerufen um das ganze jetzt mal anzugehen. Hoffe sie ruft bald zurück.
Ich weiß gerade keinen Ausweg. Ich bin einfach nur "lebensmüde" und nicht im Sinne von " ich bringe mich jetzt um" sondern im Sinne von mein Leben gefällt mir nicht und macht mich müde".
ich bin 30 Jahre alt und habe es noch zu nichts gebracht, ich schäme mich meiner extrem. Lebe noch in meinem Kinderzimmer, finde keine Wohnung, die ich mir leisten könnte, bin also noch an daheim gebunde, mich nerven meine Eltern (obwohl sie nichts machen und mich unterstützen so gut es geht), mich nerven glückliche lachende menschen, mich nerven Paare, mich nerven Kinderwägen, mich nerven Singelportale, mich nerven Dates, mich nerven Apps...... doch am meisten nerve ich mich, dass ich darin gefangen bin und keinen Ausweg finde.....ich gehe aus, ich mach mich hübsch, ich pflege mich....doch nichts macht mich glücklich und zaubert ein Lächeln in mein Gesicht, eher das gegenteil ich bin immer frustrierter und trauriger.
Vllt kannst du mein Verhalten jetzt besser verstehen....