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Gefühl des Tages

Sienna
Zitat von btlwe.:
Das ist kein Gefühl des Tages, sondern eher eine Erkenntnis sagen wir des letzten Jahres. Entgültig entfaltet. Es ist schräg, wenn man so ca. seit ...

Würdest du also niemandem empfehlen sich zu verlieben oder nur dir nicht? Sind es bei allen frühkindliche Muster oder nur bei dir? Gibt ja so Theorien dem wäre so. Ich hab davon keine Ahnung, interessiert mich aber.

#4396


H
Zitat von btlwe.:
Die Projektion des eigenen Mangels

Die Erkenntnis und Bewusstmachung halte ich auch für existenziell. Verliebe ich mich in ein Bild, eine Hoffnung oder in einen Menschen, der ist wie er ist und in mir warmen liebende Gefühle auslöst und/ oder körperliche Regungen entlockt.

Zitat von btlwe.:
Es ist die Wunde

Wir haben alle unsere Kindheitswunden davongetragen und natürlich tragen wir sie mit in unsere Beziehungen, ob Freundschaft, Liebesbeziehungen, kollegiale Kontakte. Die Bewusstheit dessen, Achtsamkeit und Selbstreflexion ist hier meines Erachtens der Schlüssel.

Zitat von btlwe.:
noch GESUND. Ich glaube zb das eine Familiengruppe, ohne Umfeld, also das sogenannte Dorf, überhaupt nicht Gut oder Gesund aufgestellt ist.


Ich würde mir nicht anmaßen, über gesund und nicht gesund urteilen zu wollen. Ich kenne gut funktionierende Beziehungen und Familiensysteme. Was spricht dagegen?

Was möchtest du mit deinen Überlegungen ausdrücken?

Als soziale Wesen sind wir gerne verbunden, gehen in Verbindung, werden hormonell gesteuert und das ist gut so, spannend, emotional - mit allen Facetten.

x 3 #4397


A


Gefühl des Tages

x 3


H
Erschöpft und ich tanze und tanze…
Die verzweifelte Sehnsucht nach Lieben…
Ach Sch …

x 4 #4398


Clarinetta
Geistig erschöpft- ich finde das Zwischenmenschliche teilweise so anstrengend
Vielleicht bin ich aber auch nur anstrengend?
Egal, es ist einfach so Unwissender Smiley

x 2 #4399


Charming
Ich kann es gut leiden, wenn Termine klappen

x 2 #4400


Ameise_78
Überrascht... gleich über mehrere Dinge heute, die nichts miteinander zu tun haben...😅

x 4 #4401


Clarinetta
Zitat von Ameise_78:
Überrascht... gleich über mehrere Dinge heute, die nichts miteinander zu tun haben...😅

Ging mir heute auch so 😀

x 2 #4402


btlwe.
@Sienna also ich gestehe es mir nicht zu! ich kann nur gür mich sprechen!

bzgl. oben erwähnt: es bedarf ein ganzes Dorf ein Kind zu erziehen, da bin ich von evident überzeugt, die isolierte Familie in der Vorstadt hat zumeist keine gefestigte Gemeinschaft, welche verschiedene Talente anbietet, die Vorstadt bietet kaum ein gemeinschaftliches Umfeld an, wo auch mal der Nachbar oder andere Personen individuelle Fähigkeiten erkennen sowie fördern! Die isolierte Kleinfamilie ist zwar wunderbar für das kapitalistische Imperativ des Wirtschaftswachstum, führt aber zu Aspekten, wo die Mehrzahl des Nachwuchs ein Mangel an Zuwendung zugute kommt, einst tat dies die Großeltern oder Tanten/Vetter. Heut kenn ich wie schon mal erwähnt kaum Kinder ohne einordnungswürdige Verhaltensauffälligkeiten im ICD11. Wenn man zwei Gehälter zum Lebensstandart benötigt, kommen die Kinder halt zu kurz.

x 2 #4403


btlwe.
Zitat von Sienna:
Würdest du also niemandem empfehlen sich zu verlieben oder nur dir nicht? Sind es bei allen frühkindliche Muster oder nur bei dir? Gibt ja so ...


Ich empfehle dazu "Archetypen" und "Das Ich und das kollektive Unbewusste" CG Jung bzw. "Vorlesung zur Einführung in die Psychoanalyse" Siegmund Freud als auch "Psychologie der Masse" Le Bon. Ich glaube die Tiefenpsychologen liegen ziemlich nahe an der Wahrheit, soweit man davon sprechen kann. Muster diesbezüglich, Archetypen, Traumbilder sowie Erscheinungen spiegeln sich diesbezüglich sowie historisch in jeglichen Weltreligion/Sprachräumen sowie Kulturräumen, daher bin ich davon zutiefst überzeugt.

x 1 #4404


QueenA
Zitat von btlwe.:
es bedarf ein ganzes Dorf ein Kind zu erziehen, da bin ich von evident überzeugt, die isolierte Familie in der Vorstadt hat zumeist keine gefestigte Gemeinschaft, welche verschiedene Talente anbietet, die Vorstadt bietet kaum ein gemeinschaftliches Umfeld an, wo auch mal der Nachbar oder andere Personen individuelle Fähigkeiten erkennen sowie fördern! Die isolierte Kleinfamilie ist zwar wunderbar für das kapitalistische Imperativ des Wirtschaftswachstum, führt aber zu Aspekten, wo die Mehrzahl des Nachwuchs ein Mangel an Zuwendung zugute kommt, einst tat dies die Großeltern oder Tanten/Vetter. Heut kenn ich wie schon mal erwähnt kaum Kinder ohne einordnungswürdige Verhaltensauffälligkeiten im ICD11. Wenn man zwei Gehälter zum Lebensstandart benötigt, kommen die Kinder halt zu kurz

Guten Morgen @btlw.

Der Gedanke, dass Kinder von mehreren verlässlichen Bezugspersonen profitieren, ist gut belegt. Entwicklungspsychologisch wirken stabile soziale Netzwerke, Großeltern, Nachbarschaft oder Vereine tatsächlich als Schutzfaktoren. Insofern ist der Hinweis auf den Wert von Gemeinschaft absolut berechtigt.

Allerdings erscheint mir die Argumentation an einigen Stellen zu pauschal. Erstens ist die „isolierte Vorstadtfamilie“ kein einheitliches Phänomen. Viele Familien sind stark in Kitas, Schulen, Sportvereinen oder Freundeskreise eingebunden. Die Qualität sozialer Einbindung hängt weniger vom Wohnort als vom sozialen Kapital und vom Engagement ab.

Zweitens ist der Zusammenhang zwischen Doppelverdiener-Modell und kindlichen Verhaltensauffälligkeiten empirisch nicht so eindeutig, wie hier dargestellt. Forschung zeigt, dass nicht die reine Erwerbstätigkeit der Eltern entscheidend ist, sondern Faktoren wie Bindungssicherheit, elterlicher Stress und die Qualität der Interaktion. Hochwertige Betreuung und stabile Beziehungen können Entwicklungsrisiken deutlich abfedern.

Drittens sollte man vorsichtig sein mit der Aussage, „kaum ein Kind“ sei ohne ICD-11-relevante Auffälligkeiten. Diagnosen sind in den letzten Jahren gestiegen, unter anderem durch bessere Sensibilisierung und niedrigere Schwellen für Abklärung. Das bedeutet jedoch nicht automatisch eine Pathologisierung einer ganzen Generation. 🙂

Ich würde eher sagen: Unsere Gesellschaft steht vor der Herausforderung, Erwerbsarbeit, soziale Gemeinschaft und Familienleben besser zu verzahnen. Die Lösung liegt vermutlich weniger in einer pauschalen Systemkritik, sondern in der Stärkung konkreter Unterstützungsstrukturen für Familien.

Guten Start in den Tag!

x 1 #4405


QueenA
Zitat von Sienna:
Ich empfehle dazu "Archetypen" und "Das Ich und das kollektive Unbewusste" CG Jung bzw. "Vorlesung zur Einführung in die Psychoanalyse" Siegmund Freud als auch "Psychologie der Masse" Le Bon. Ich glaube die Tiefenpsychologen liegen ziemlich nahe an der Wahrheit, soweit man davon sprechen kann. Muster diesbezüglich, Archetypen, Traumbilder sowie Erscheinungen spiegeln sich diesbezüglich sowie historisch in jeglichen Weltreligion/Sprachräumen sowie Kulturräumen, daher bin ich davon zutiefst überzeugt

@btwl.

Was ich beim Lesen wahrnehme, ist zweierlei: Einerseits beschreibst du sehr klar deinen eigenen biografischen Prozess und deine persönliche Entscheidung. Das wirkt für mich stimmig und nachvollziehbar, im Sinne von: Du hast ein Muster erkannt und leitest daraus Konsequenzen für dein Leben ab. Das ist eine individuelle Klärung, die ich respektiere.

Gleichzeitig verschiebt sich die Argumentation an manchen Stellen von der persönlichen Ebene auf eine gesellschaftliche oder gesundheitliche Bewertung, etwa wenn du fragst, ob Paarbeziehungen oder die isolierte Kernfamilie „überhaupt noch gesund“ seien. Da würde ich fachlich unterscheiden: Eine individuelle Erfahrung oder auch ein individuelles Beziehungsmuster lässt sich nicht ohne Weiteres auf eine generelle Struktur übertragen.

Aus systemischer Sicht betrachten wir Phänomene immer im Kontext. Beziehung kann Ausdruck eines Mangels sein, sie kann aber ebenso Ausdruck von Bindungsfähigkeit, Resonanz und Entwicklung sein. Ebenso kann eine Kernfamilie isolierend wirken, sie kann aber auch tragfähig und gesund sein, wenn unterstützende Netzwerke vorhanden sind. Entscheidend ist weniger die Form als die Qualität der Beziehungen und die Einbettung in soziale Kontexte.

Deine Entscheidung, für dich andere Wege zu gehen, ist absolut legitim. Ich würde sie nur nicht automatisch als allgemeine Diagnose für gesellschaftliche Beziehungsformen verstehen, sondern als eine sehr persönliche Schlussfolgerung aus deiner eigenen Geschichte. Viele Grüße und schön von Dir zu lesen. 🙂

x 4 #4406


Ameise_78
Gefühl des Tages: glücklich, über viele Dinge...

x 3 #4407


S
Mir geht es heute gut, ich sehe nach vorne und zaudere nicht mit mir.
Wahrscheinlich aber hilft grade auch der nahende Frühling.

x 2 #4408


Sienna
@btlwe.
Also ist Liebe immer nur eine Illusion und ich bin das Opfer meiner Prägung. Ich glaube wenn man verletzt wurde nimmt man das gerne an. Und ich fühl mich gerade als wäre es immer so und als müsste es immer so sein und als wäre ich selbst Schuld.

Danke @QueenA jetzt fühle ich mich doch nicht ganz so schlecht, vielleicht bin ich doch nicht so doof bei der Auswahl der Menschen um mich rum.

Gefühl: gestresst, aber jetzt glücklich.

x 2 #4409


S
Zitat von Sienna:
Danke jetzt fühle ich mich doch nicht ganz so schlecht, vielleicht bin ich doch nicht so doof bei der Auswahl der Menschen um mich rum.

Ja, das gibt es.

Ich will dazu eine nette Geschichte erzählen, von ein Paar was ich kennengelernt hatte.

Der Hintergrund, mein Technikchef und ich sind von einen Kunden von uns, ein Gewerbeverein, mit Sack und Pack (Familie🙂) eingeladen worden, weil wir ein Projekt von denen gerettet hatten und sie waren sehr dankbar dafür.

Es war ein Wallfahrtsort in Bayern, sie machten uns jeden Tag Programm, ging mit uns Essen, private Stadtführungen, etc
und der Höhepunkt war das jährliche Fest, so ähnlich wie das Oktoberfest, nur im Sommer und kleiner.

Im Gewerbeverein engagierten sich primär die Senioren, weil die Zeit haben dafür, weil ihre Unternehmen schon von den Kindern geführt wurden.

Mit den Tagen lernte man sich besser kennen. Es waren alles sehr herzliche Menschen.

Und da gab es ein Paar, der Mann machte die Öffentlichkeitsarbeit, sie waren 55 Jahre verheiratet und gingen immer noch total liebevoll miteinander um, es war so schön den beiden zuzusehen.

Sie waren so nett, ihren Enkelkind mitzunehmen, weil der Junge im Alter von meinen Sohn ist, damit es ihnen nicht im Festzelt so langweilig ist und Coupons für die Fahrgeschäfte gab es auch noch gratis dazu.

Wir saßen da, mittlerweile schon beim Du und ich fragte die Frau dann, wo das Geheimnis steckt, dass man nach solange Zeit noch zusammen ist und das man sieht, das sie noch glücklich sind.

Sie meinte, dass wenn man damals zusammen sein wollte, heiraten musste und sie beide von Anfang an selbstständig waren und es keine finanzielle Abhängigkeit gab und man sich immer respektvoll auf Augenhöhe begegnet ist.
Aber ich glaube es gab noch mehr Geheimes, die sie aber als Selbstverständlichkeit angesehen haben - ich hab da die zum Beispiel die Sanftmut und Herzlichkeit gesehen, bei ihr wie auch bei ihm.

Das war ein unglaublich süßes Paar, einfach unglaublich mit über 70, auch unheimlich reflektiert und offen, auch der Umgang mit dem Enkelkind war so nett und freundlich, die strahlten so was Positives aus!

Und seid dem glaube ich fest daran, dass es sowas gibt, wie die Liebe fürs Leben - und ich werde nicht aufhören weiter danach zu suchen.

Nachtrag:
Und ich will mit der Geschichte alle ermutigen auch daran zu glauben!

x 3 #4410


A


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