Zitat von alleswirdbesser: Ich denke da gehört noch mehr dazu. Charakter, Umgang mit Problemen X Kommunikationsfähigkeit, Bereitschaft nach Lösungen zu suchen ohne fremdzugehen, Bereitschaft überhaupt etwas zu tun, gemeinsam und nicht im Alleingang. Werte und Einstellung. Und in erster Linie die Liebe zum Partner. Will man jemanden, den man liebt so verletzen? Mit Lügen und Betrügen?
Das hast du alles geschrieben. Und diese Aussage ist absolut klar ausgelegt.
Zitat von alleswirdbesser: Und eine Affäre soll die Lösung des Problems sein?
Nein definitiv nein! Aber es gibt eben auch andere Menschen wie dich und die geraten da hinein - ist einfach so. Gleich wie jemand Schulden macht, trinkt, zu schnell fährt - passiert. Und wenn man in dieser Spirale ist, dann ist es wie ein Strudel der dich verschluckt. Es ist schwer zu erklären, da du dir das gar nicht vorstellen kannst.
Zitat von alleswirdbesser: Und eine Affäre passiert nicht nur in 6losen Beziehungen.
Du glaubst eine Affäre ist reines rein/raus. Nein, das ist ein ONS. Bei einer Affäre geht es um viel mehr als nur 6.
Zitat von alleswirdbesser: Dieses Aushungern, was die Fremdgeher gerne schildern, ist natürlich gegeben, wenn jahrelang der 6 komplett entzogen wird. Das ist aber nicht in jeder Beziehung, in der fremdgegangen wird, der Fall. Ganz sicher nicht.
Dieses Aushungern bezieht sich auf das zwischenmenschliche Vernachlässigung. Und ich möchte hier nicht sagen, da jemand schuld oder nicht. Es ist Fakt, dass in Langzeit-Beziehungen mit vielen Nebenbaustellen wie Kindern, Hausbau etc. sich die Partnerschaft, die Zugehörigkeit, die Wertschätzung dem Bach runter geht. Meist von beiden Seiten fabriziert. Dann lebt man so dahin ohne darüber nachzudenken und dann kommt ein Mensch in das Leben und erweckt diesen Menschen wieder zu leben eben mit Wertschätzung, Beachtung etc. Es kommen Komplimente die man schon seit Jahren nicht mehr gehört hat und dann ergibt eines das andere und irgendwann ist das Bedürfnis nach Körperlichkeit eben so gewachsen, dass man es macht. Hier ergibt man sich dem Urinstinkt eines Lebewesens.
Das ist das Ausgehungert sein und bei den Meisten geht es in erster Linie nicht um 6. Sehr viele lernen sich zuerst auf emotionaler Ebene kennen und erst dann kommt es zum Vollzug.
Zitat von alleswirdbesser: Wenn ich zum Beispiel einen Partner habe, der 6uell weniger aktiv ist wie ich, dann akzeptiere ich es und genieße das, was er mir gibt oder wir sind keine Partner, weil es mir zu wenig ist, was ich bekomme. Aber ihn deshalb zu betrügen ist nicht das, woran ich denke, wenn er an einem Abend lieber schlafen geht, anstatt mit mir 6 zu haben. Und diejenigen, die keinen Wert auf Exklusivität legen, vereinbaren eine offene Beziehung. Ist auch ein Weg.
Selbstverständlich, wenn die anderen Rahmenbedingungen passen werden das wohl sehr viele so sehen. Und zur größten Not gibt es ja auch noch andere Dinge, die den Zweck erfüllen.
Die Frage ist nur was dann im Endeffekt weniger heißt. 1x pro Jahr oder 1x pro Woche oder zumindest 1x pro Monat? Wenn ich chronisch 6-Bedürfnisse haben, wird es früher oder später eskalieren, wenn Qualität wichtig ist, dann wird auch weniger ausreichen.