Zitat von Secura: Das klingt unglaublich abgebrüht , wow
ja, und wenn es eigentlich heißen müsste, wir haben oder ich habe, spricht er von der distanzierenden Man-Form. Man hat sich getroffen, man war sich sympathisch, man hat sich geschrieben und es geschah, was geschehen musste, weil das Karma oder das Schicksal es so wollten. Dagegen kam MAN dann auch nicht an, weil MAN ja auch nicht dagegen ankommen wollte. Lustbefriedigung geht vor, da vergisst man die Ehefrau schon mal. Sich hinter dem MAN zu verstecken, heißt immer, dass man die Verantwortung für sich und sein Tun nicht übernehmen willl.
Aber halt, nein doch nicht, denn es war ja klar, dass er sich nicht trennen wird. Sie solo und auf der Suche nach einem Mann und er verheiratet - eine brisante Mischung it einer asynchronen Ausgangslage.
Aber MAN begab sich in das Allheilmittel der Freunschaft plus, die sowieso nie funktioniert. Denn nun will sie Jemanden kennenlernen weil sie ja irgendwann wo ankommen möchte. Völlig verständlich, nur dass jetzt die Sicherungen bei GokuOne durchbrennen. Er möchte nicht etwas hergeben, an das er sich gewöhnt hat, aber es gibt ja hier nun mal nicht die bequeme Lösung.
Entweder er investiert Zeit und Energie in seine verkorkste Ehe und stellt seine Frau wieder auf den Platz der Nummer eins oder er entscheidet sich für die Affärenfrau, die sich aber bereits distanziert hat. Es könnte dafür zu spät sein. Dann muss er damit leben dass sie vielleicht Jemanden anderen findet und er leer ausgeht.
Jetzt kommt offenbar der Zahltag, denn der kommt seltsamerweise immer.
Zitat von CleoK:
Bei jeder hier aufgeworfenen Geschichte tut es mir leid, bei jeder Geschichte frage ich mich: WARUM?
Weil viel zu viele einfach nicht wissen wie man eine Ehe hält und sie pflegt und behütet. Da kehrt der Alltag ein, das Gefühl der Verliebtheit stirbt ab, weil dieses nicht ewig halten und dann ergibt sich irgendwann und irgendwo eine andere Chance, mit dem den persönlichen Mangel kompensiert.Dass der Mangel auch von beiden verursacht wurde, wird nicht gesehen und wenn doch, hat keiner Lust, sich darum zu kümmern. Beide haben sich entfremdet und leben nebeneinander, aber nicht mehr miteinander.
Es ist bequemer und reizvoller sich das woanders zu nehmen, bis dann auch hier Probleme auftreten. Und dann ist man erst recht hilflos, denn es klappen weder die Ehe noch die Affäre. Die Bedürfniserfüllung entschwindet und man steht wieder da, wo man war. In einer Ehe, die mehr Frust als Lust gibt.
Irgendwann muss man sich entscheiden und dann eine klare Linie fahren. Entweder für die Ehe, aber dann auch richtig, denn halb verheiratet geht nicht und führt zu nichts oder für was Neues, was aber wiederum den Mut erfordern würde, die gewohnte Komfortzone der Sicherheit zu verlassen.
In diese Situation hat man sich selbst gebracht und muss irgenwann die Scherben wegräumen.
Man kann so was auch als Weckruf sehen, das eigene Leben auf den Prüfstand zu stellen und heraus finden, was einem wirklich wichtig ist. Eine Affäre ist immer nur eine Affäre und unverbindlich, aber die Gefühle hebeln wie so oft den Verstand aus und damit kommt dann die Bredouille, dass man nicht mehr weiß, wo man hingehört und was man eigentlich möchte.