Löwenzeh
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Zitat von Alessandro779:Sollte ich vielleicht die Hälfte nehmen? Ich hab eigentlich keine Lust dauerhaft Tabletten zu nehmen
Ich würde nicht selbst an der Dosis rummachen.
Und ich würde meinem Hausarzt in Sachen Antidepressiva nicht vertrauen.
Ärzte haben erschreckend wenig Ahnung und wiederkäuen oft, was ihnen die Pharmalobby eintrichtert. Und die Pharmalobby arbeitet für Geld, nicht Gesundheit.
Wie lief es ab?
Du: Doc, ich bin so traurig, es geht nicht weg.
Er: *kramt in der Schublade* Versuchen Sie mal das! Das könnte helfen.
Zitat von Alessandro779:Ich werde das Medikament wohl nach 6 Tagen absetzen.
Warum weißt du nicht, dass ein Antidepressivum zwei Wochen braucht, um den nötigen Spiegel aufzubauen, um überhaupt zu wirken?
Weiß es dein Arzt selber nicht oder hat er vergessen, es zu erwähnen?
Warum wird der Serotoninspiegel nicht gemessen, ehe man dafür Medikamente verschreibt?
Ich habe sechs Jahre (18-24) unterschiedliche Antidepressiva in steigender (bis nicht mehr steigerbarer) Dosis konsumiert.
Ich jammerte bei 225mg Venlafaxin, immer noch sei nichts besser, ob wir wieder erhöhen können?
Da hieß es, höher geht nicht, das nächststärkere Medikament sei Lithium, ob ich das möchte?
Ich hatte bis dato etwas Psychiatrieerfahrung gesammelt und wusste, WAS für Leute Lithium nehmen.
Das ist die Endstation.
Es gibt keinen härteren Stoff, glaube ich.
So krank bin ich nicht!
Dieser Gedanke hat mir den Ar. gerettet.
Ich ging, traurig wie immer, aber ohne Medikamente heim.
Ich nahm sie nie wieder.
Und es ging endlich bergauf.
Endlich sah ich mich anders: nicht das arme Opfer, das die Traurigkeit nicht loswird.
Ich war jemand, der nicht krank genug für Lithium ist.
Endlich wurde ich aktiv. Endlich tat ich, was man mir so lange schon riet: besser essen und mehr bewegen.
Einfach machen. Nicht verkriechen. Raus, ob ich will oder nicht.
Du siehst ja selbst: obwohl du eigentlich noch gar nichts spüren kannst , weil du das Antidepressivum dafür noch nicht lange genug nimmst, denkst du:
Wirkt es jetzt?
Wirkt es JETZT?
Gestern war gut, waren das die Pillen?
Heute ist schlecht, wegen oder trotz der Pillen?
Bestenfalls hast du einen Placeboeffekt, der dir über eine schwere Zeit hilft.
Schlimmstenfalls nimmst du sie dauerhaft, wartest auf Wirkung, Besserung und ruinierst dir dein Leben, statt es anzugehen.
Deshalb ist das hier der beste Rat
Zitat von Maribelle:Was immer hilft, ist leichtes Ausdauertraining. Es klingt albern, aber fang mal mit Spaziergängen an, mach jeden Tag deine 10.000 Schritte. Durch das Gehen wird Adrenalin abgebaut.
Zitat von Maribelle:Moderates Joggen ist super, hat vergleichbar gute Effekte wie Antidepressiva, zumindest bei leichten bis mittelschweren depressiven Episoden. Dazu gibt es Studien.
Depressionen sind ein gestörter Hormonhaushalt.
Zu wenig Glückshormon Serotonin. Dieses wird auch durch Dro.gen- und Alk. verstärkt bzw. bedingt.
Gute Ernährung, frische Luft und Bewegung sind gut für deinen Hormonhaushalt.
Also gut essen, bewegen, raus und nichts konsumieren, was dir schadet.
Mach DAS zwei Wochen, es wird dir besser gehen, da bin ich mir sicher.