Zitat von Rain_of_roses:Dieses "Hereinschlittern" oder "Hereinrutschen" ist sicher unglücklich formuliert. Niemand wird dazu gezwungen oder tut dies in völliger geistiger Umnachtung (sofern man einen Hormonrausch nicht dazu zählen möchte

). Ich denke es ist eher der Ausdruck dafür, dass man nicht bewusst nach einer Affäre Ausschau gehalten hat und dann bei sich bietender Gelegenheit nicht stark genug war, nein zu sagen. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich noch vor einem Jahr gesagt habe, mir passiert so etwas niemals! Ich habe es ganz sicher nicht darauf angelegt, meinem AM möchte ich da schon etwas mehr Kalkül unterstellen. Er hat mich jedenfalls einige Wochen recht intensiv angeflirtet und wusste am Ende genau, welche Knöpfe er bei mir drücken musste, damit ich sämtliche gute Vorsätze über Bord werfe. Auch hier betone ich wieder, dass ich die Schuld nicht auf andere schieben will, sondern mir meines Handels sehr wohl bewusst war und bin aber eben auch die Umstände zu deuten weiß.
@Rain_of_roses
nichts von dem, was du beschrieben hast, kann und darf in Frage gestellt werden - es ist "geschehen"...und Geschehenes kann nun mal nicht rückgängig gemacht werden. WIE
es geschehen ist....du sprichst die "Knöpfe" an, die der AM bei dir zu finden wusste... auch
das kann nicht revidiert werden. Daraus einen Vorwurf abzuleiten, dass du die Knöpfe hast
"berühren" lassen....nein.
Bewusst halten sicher die wenigsten "Betrüger/innen" Ausschau nach einer Affäre...und
AF wie AM haben sicher auch nicht alle eine Affäre "auf ihrem Plan", weil ganz andere Ziele
angestrebt werden. AF/AM - die meisten zumindest - wollen "den Kerl/das Weib" (nicht
missverstehen) für sich gewinnen, OBWOHL sie wissen, dass die "Betrüger/innen" gebunden
sind.
"Umstände deuten" - aus deiner Sicht sicher anders zu verstehen, als aus Sicht Außenstehender.
JEDE/R hat die eigenen Umstände im Visier und vertritt diese. Außenstehende sehen das natürlich (meist) anders, was aus deren Sicht wiederum auch verständlich ist. Das "deuten der Umstände"
macht aus meiner Sicht nur solange Sinn, bis einem die Fakten tatsächlich bewusst werden, was
mit einer Affäre angerichtet wurde....bezogen auf die Betrogenen, die Familien, die Kinder. Daran führt kein Weg vorbei.
Na ja....ob dein AM "Kalkül" eingebracht hat - das klingt dann eher danach, dass er eher auf
ein Abenteuer mit dir aus war? Spielt aber auch keine Rolle mehr....er hat den Weg zurück zu
seiner Frau gewählt. Warum auch immer er das bevorzugt - die sind die "Gesetze einer Affäre",
dass am Ende eben KEIN Happy End stehen kann. Es gibt nichts Unverbindlicheres als Affären.
Selbst Freundschaften sind verbindlicher. Und dass Affären intimer sind, macht sie keineswegs verbindlicher.
Hormonrausch - diese "verdammten" Horrormöchen! Bei uns sagt man - der Hafer habe gestochen.
Nur... weder Horromönchen schwirren dauernd, noch sticht der Hafer ständig. Aber - die Konsequenz daraus war nun mal eine Affäre - Fremdgehen, Betrug, Lüge, Vertrauensmissbrauch.
Und nein.... zu moralisieren, vorwurfsvoll zu sein, liegt mir fern. Nach langjähriger Affäre habe
"auch ich das gemacht".... Fremdgehen der verh. Frau unterstützt, deren Lügen und ihren Betrug
an ihrem EM unterstützt, zum Vertrauensmissbrauch ihrem EM gegenüber beigetragen.
Realist zu sein, Verantwortung zu übernehmen - und NICHT alles der "Deutung der Umstände" zu überantworten. Jeder Mensch ist seinen Lebens-Umständen unterworfen...und nicht alle können "umgebogen" werden...um zu erklären.
Ich finde GUT, dass du deine Situation so offen beschreibst - das geschieht selten. Sich der
insgesamten Verantwortung bewusst zu werden, trägt auch über den "Kummer" - egal wie er
benannt wird - hinweg. "Liebeskummer, ´Verliebtheits-Kummer" (beim Lesen
musste ich
schmunzeln).