Zitat von Mosaik: Ich selbst bin auch öfter mal wütend, ich bin einfach so. Es stört mich auch nicht, wenn andere in meinem Umfeld wütend und aggressiv sind, hab damit einfach kein Problem und bin da nicht so eine Mimose.
Ich bemerke aber, dass viele damit ein Problem haben (z.B. Chef oder Kollege, der öfter mal ausfallend wird, schlecht gelaunt ist, flucht,…) und mich das null stört.
So ist das eben. Manche reagieren darauf sensibel oder allergisch, manche sind dagegen immun und nehmen es vor allen Dingen nicht ansatzweise persönlich.
Ich habe seit gestern, als ich deinen Beitrag gelesen habe, überlegt, ob ich etwas dazu sagen soll. Und auch wenn diesbezüglich nun schon einige User genatwortet haben, möchte ich dennoch meine Gedanken dazu loswerden.
Ich gehöre ebenfalls zu den sogenannten "Cholerikern" und kenne es nur zu gut, wenn man in seiner Wut Dinge sagt, die man gar nicht so meint.
Ich kenne das von zuhause auch nicht anders. Da gab es keinen "normalen" Umgangston; Abwertungen, Beleidigungen und Gebrülle -und ich rede hier nur von der psychischen Gewalt- waren meine Normalität.
Diese Normalität habe ich fast 1:1 aus meinem Elternhaus übernommen.
Ich habe ewig und drei Tage nicht verstanden, warum jemand auf meine Wutausbrüche so empfindlich reagiert.
Wie kann man jemanden mit Worten verletzen, wenn man sie gar nicht so meint und sie "einfach so" rausrutschen, weil man eben wütend ist und die Wut raus muss?
Mich selbst stört es auch nicht, wenn ich im Streit mit Ausdrücken, ganz gleich welcher Art, belegt werde. Alles schon tausendfach gehört (und selbst verwendet) und so normal für mich, dass mich das überhaupt nicht treffen kann
😴 Und das ist der Punkt. Man stumpft ab. Nicht die anderen sind überempfindlich, sondern man selbst stumpft ab und hält Dinge für "normal", die nicht normal sein sollten.
Vielleicht kann ich nicht unbedingt nachempfinden, was mein Verhalten und meine Worte beim anderen anrichten, aber ich habe verstanden und akzeptiert,
dass es etwas beim anderen auslöst, weil meine Normalität eben nicht die des anderen ist. Deswegen ist der andere keine Mimose, "nur" weil er sich nicht anschreien oder beleidigen lassen möchte.
Zitat von Mosaik: Ich selbst bin auch öfter mal wütend, ich bin einfach so.
Schöne Ausrede, um sein eigenes mieses Verhalten zu rechtfertigen, um sich nicht eingestehen zu müssen, dass man sich mies verhält und vielleicht etwas ändern sollte.
Bei mir liegts am südländischen Temperament. Kann man nichts machen, ne?