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Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

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AndiY
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Hi ihr Lieben,

ich habe mich irgendwie in den letzten Wochen in eine komplizierte Situation gebracht und möchte dies einmal hier aufschreiben.

Zur Vorgeschichte: Vor 3 Jahren hatte ich hier einen längeren Thread und sehr viel Hilfe und Zuspruch erhalten, für den ich sehr dankbar bin. Aufgrund meiner Vorerfahrung in Sachen Beziehung (20 Jahre Beziehung/Ehe, eine Kurzzeitfreundin, jetzt 2 Jahre Beziehung) fehlt mir hier zum Teil die nötige Klarheit im Umgang mit Beziehungsthemen und hoffe aus etwas Klarheit durch einen gemeinsamen Austausch.

Ich bin 41, seit 3 Jahren getrennt, habe 2 Mädels im Wechselmodell (6 9). Die erste Zeit nach der Trennung war hart, ich wurde mehrfach betrogen, war in Therapie, lernte mich neu kennen und habe mich wieder neu aufgestellt. Ich bin trotz Allem ein Grund auf optimistischer Mensch, sehe das Gute in der Welt, halte viel von Moral und Wertevorstellungen und gestehe den Menschen einen positiven Umgang und positive Absichten zu. Manchmal bin ich dabei etwas naiv und romantisch verklärt unterwegs. Ich kann in emotionalen Situationen - oder Streits - dann wiederum sehr sachlich sein und Dinge wie ansprechen wie ich sie sehe – zum Teil sehr direkt und stoße damit Leute vor den Kopf. Kennt ihr Sheldon Cooper? Ich hoffe dann einfach, der Gegenüber erkennt im Zweifel ebenfalls die positive Absicht.

Seit 2 Jahren habe ich eine neue Partnerschaft mit Höhen und Tiefen. Sie hat keine Kinder und wir wohnen nicht zusammen. Sie kennt meine positive Grundhaltung, meine Art, meine Art der Sachlichkeit (hinter der sich natürlich Emotionen verbergen, über die ich später auch sehr gut sprechen kann) und ich denke das war auch der Grund weshalb sie sich in mich verliebt hat. Wir können gut über Gefühle reden und kennen unsere Macken und Trigger.

Kürzlich haben wir erfahren, dass wir schwanger sind - aktuell 24. Woche. Ich wollte eigentlich keine Kinder mehr, was für sie okay war und wir haben natürlich aufgepasst. aber wie das so ist gab es da in der Hitze des Gefechts wohl eine kleine Unachtsamkeit Es war ungeplant.
Ich hatte insgeheim gehofft, dass sie das Kind nicht behalten möchte, was ich ihr jedoch nicht gesagt habe. Sie hat sich jedoch - ohne mit mir darüber so richtig zu sprechen - dafür entschieden, zur Not auch ohne meine Unterstützung. Sie ist 34 und meint es ist wahrscheinlich ihre einzige Chance auf ein eigenes Kind und ich sei der erste Partner in ihrem Leben mit dem sie sich das vorstellen kann. Ich wollte ihr nicht vor den Kopf stoßen oder sie hängen lassen und habe zugestimmt das Projekt 3. Kind mit ihr gemeinsam zu gehen. Das klappte so bis Oktober auch ganz gut.
Im November haben wir überlegt noch vor der Geburt zusammen zu ziehen. Es war mein Vorschlag und sie hat zugestimmt und möchte es auch, obwohl sie nach eigener Aussage viel von ihrem jetzigen Lebensstandard (Großstadt, Freunde, Familie) aufgibt und zu mir in die Kleinstadt, wo sie niemanden außer mir hat, ziehen muss. Ich bin aufgrund der Kinder ortsgebunden und das war vom ersten Tag an klar. Es sind ca. 30 min Autofahrt zwischen unseren Orten, 20min mit dem Zug. Sie wollte am Anfang, dass wir zusammen „in die Mitte ziehen“, was aber durch meine Kinder nicht klappt. Meine Wohnung ist groß genug für alle (5 Zimmer) und wir haben einen guten Plan für die Zimmeraufteilung. In 3 Wochen soll der Einzug sein. Was mir Sorgen bereitet ist, dass wir im Vorfeld „nur“ im Wochenmodell – meistens ohne die Kinder - zusammengelebt haben. Wir sind zu Zweit ein gutes Paar. Sobald die Kinder dabei sind, fühlt sie sich aber nach eigener Aussage als „5ted Rad am Wagen“ und sie fühlt sich nicht in ihren Wünschen berücksichtigt. Präsent war das in einem mehrtätigen Urlaub, als sie plötzlich anfing andere Regeln für die Kinder aufzustellen, da sie findet, dass ich nicht konsequent genug bin und es bei den Aufforderungen zum Aufräumen/Hände waschen/Haare kämmen nicht so genau nehme. Das finden die Kinder natürlich doof, vor Allem wenn sie das auch hier zuhause versucht umzusetzen. Wir haben in den Wochen mit Kindern ab und zu mal gemeinsame Tage und selten Wochenenden verbracht, so richtig Routine haben wir keine. Ich hatte ihr da eine Grenze gesetzt und gesagt, dass das meine Aufgabe als Elternteil ist. Sie hat das als Zurückweisung und Kränkung empfunden und gemeint, dass wir mit dem gemeinsamen Baby auch gemeinsame Regeln brauchen und dass sie, wenn sie hier wohnt, ein paar Standards einführen möchte, die ihr wichtig sind. Ohne die Schwangerschaft wäre das Zusammenziehen auch kein Thema.

In den letzten Wochen sehen wir uns in meiner Umgangswoche mit den Kindern grade sehr selten. Wir haben wenig Kontakt, und wenn dann kommt er von mir. Ich schreibe ihr was ich so mache, was ich plane und wie mein Tag war. Ich frage sie jeden Tag wie es ihr geht, was sie so macht, ob sie Unterstützung braucht, ich rufe sie an und sage ihr, dass ich sie liebe. Sie reagiert oberflächlich ist relativ uninteressiert an dem was ich so mache und erzählt wenig bis gar nichts aus ihrem Alltag oder Plänen. Sie schickt Küsschen und Herzchen, aber ohne Inhalte.
Sie selbst macht kaum Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten und kommt dann eher mal auf mein Fragen oder Planen zu mir. Kein „hey, was machst du grade, ich hab Lust dich besuchen zu kommen“ oder so. Zuletzt haben wir uns sogar in den kinderfreien Wochen zum Teil nicht gesehen, weil sie einem Gespräch über „wer kommt zu wem und was machen wir zusammen“ aus dem Weg gegangen ist und selbst es nicht zu Sprache gebracht hat. So kam es, dass jeder für sich zuhause saß und sein Zeug erledigt hat. Das hat vor einiger Zeit schonmal besser funktioniert. Vielleicht ist auch die rosarote Brille weg und der neue Alltag und das echte Leben außerhalb unserer Blase macht ihr Angst? Ich muss dazu sagen, Dass ich auch nach 2 Jahren ihren Freundeskreis nicht kenne und sie bisher keine Lust hatte meinen kennenzulernen. Ich glaube sie hat Angst nicht akzeptiert zu werden, oder sie hat einfach kein Interesse an neuen Menschen.

Es wirkt auf mich als sei sie mit ihrem Alltag – Schwanger, anstehender Umzug, Zetteleien usw. grade überfordert und zieht sich zurück. Sie macht einen unzufriedenen Eindruck und wir haben Streit zu Alltagssituationen, auf die ich gleich eingehe. Und ich frage mich ernsthaft welchen Anteil mein eigenes Verhalten daran hat und was ich tun kann, da sie regelmäßig mir die Schuld für diese Unstimmigkeiten gibt.

Nun sind in den letzten Wochen einige Dinge passiert die mir Sorgen machen. Ich habe das Gefühl sie distanziert sich von mir. Sie ist in meiner Wahrnehmung mehr auf sich fixiert als sonst und zieht sich zurück.

Beispiel 1:
Wir saßen mit den Kindern Abendbrottisch und haben zusammen überlegt wie ein Zusammenleben funktionieren kann und was sich jeder wünscht. Die Kinder fragten, ob wir dann – wenn sie hier wohnt – auch noch Zeit zu Dritt haben, was ich aus dem Affekt bejahte. Sie war da recht ruhig. Im Nachgang hatten wir (ohne die Kinder) einen langen Streit darüber, dass ich sie nicht ausquartieren kann wie es mir gefällt, sie sich, wenn sie hier wohnt, nicht verstecken kann und das Baby ja auch Priorität haben muss. Sie war sehr sauer, der Streit ging mehrere Tage. Sie hat daraufhin unsere Paarbeziehung angezweifelt („wir sind kein Team“) und das Zusammenleben in Frage gestellt („das baby und ich kommen auch gut alleine zurecht“). Ich möchte trotz der neuen Situation den Kindern so wenig– oder so schonend - wie möglich und Stück für Stück Veränderung in ihren Alltag bringen und sie da gut unterstützen. Sie meint darauf hin, es wird viele Veränderungen geben, das müssen die Kinder lernen und sie will da nicht in Abseits (Abstellgleis waren ihre Worte) gestellt werden und Kompromisse zu Ihren oder Lasten des Babys machen. Sie hat aber leider selbst keine Vorschläge gebracht wie sie es sich konkret vorstellt, was ihr wichtig ist und welche Kompromisse wir als Patchwork finden können. Sie meinte, ich soll einfach mehr Rücksicht nehmen und sie mit einbeziehen. Was ich aus meiner Sicht tue. Wenn ich jedoch mal eine Grenze setze oder eigene Vorstellung haben, ist das für sie „zu wenig Rücksichtnahme“ oder „egoistisch“.
Sie möchte in meine Entscheidungen gegenüber der Kinder einbezogen werden, was aus meiner Sicht selbstverständlich ist. Es gibt aber einfach Dinge, die muss ich als Elternteil auch mal spontan, flexibel und allein entscheiden (Planänderungen, flexible Entscheidungen zum Tagesablauf, Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes) ohne sie vorher zu fragen ob es für sie okay ist. Das geht halt oft einfach nicht. Ich habe sie gebeten, dass sie mir vertrauen muss, dass ich das in diesem Fällen wo ich sie nicht fragen kann im Besten Sinne für unser Familienleben entscheide und dabei gute Absichten – auch für sie – haben werden. Das reicht ihr aber nicht und sie vertraut mir da nicht, weil sie sich dann fremdbestimmt fühlt.
Bin ich da zusehe auf die Kinder fixiert? Zu unsensibel? Habe ich falsche Vorstellungen? Beziehe ich sie zu wenig mit ein? Bitte versetzt euch in ihre Lage und seid ruhig kritisch mit mir! Ich glaube ich hab da einen blinden Fleck.

Beispiel 2:
Wir (Sie, meine Kinder, ich) sitzen bei meinen Eltern am Tisch. Sie hatte zu meinem Geburtstag einen Kuchen gebacken woraufhin ich mich bedankt habe und ihr vor den Augen der Kinder einen (den für sie sichtbar ersten!) Kuss gegeben habe. Meine Große hat sich – wie 9jährige so sind – beschwert, dass sie das eklig findet. Aus dem Affekt habe ich sie gefragt, ob wir das dann lieber für heute Abend lassen sollen und wieso es sie stört. Ich habe versucht das Kind zu verstehen. In meiner Wahrnehmung bin ich auf ihre Gefühle eingegangen und wollte eine Brücke bauen zu „dann müssen wir uns alle dran gewöhnen, aber für heute küssen wir uns nur noch wenn du nicht hinsiehst“. Ich war freundlich und die Situation war danach für mich erledigt.
Meine Partnerin hat sich im Nachhinein über die Situation noch sehr geärgert. Sie hat sich ausgegrenzt, abgewiesen und „aufs Abstellgleis“ gestellt gefühlt. Sie meinte ich stehe nicht zu ihr und sie kann sich im Zweifel nicht auf meine Loyalität verlassen, sondern werde im Zweifel immer die Kinder auf Prio 1. Der Streit ging mehrere Tage und meine Versuche zu entschuldigen, zu erklären, Verbesserungsvorschläge zu machen – jedoch mit Grenzen – hat sie nicht akzeptiert. Ich bin schuld, ich nehme keine Rücksicht auf Ihre Gefühle, ich spiele ihre Gefühle runter, ich verstehe sie nicht, oder will sie nicht verstehen, ich muss was ändern, damit das nicht nochmal vorkommt.

Beispiel 3:
Sie hatte mich gebeten sie für Planungen rund um Weihnachten und Kinder mit einzubeziehen. Ich hatte dann vorgeschlagen an Tag X einen Adventskranz bastelt. Sie hatte die Deko, ich das Grünzeug und für die Kinder einen Nachmittag freigemacht - 3 Tage in der Zukunft. Sie meinte dann später plötzlich, dass sie dafür grade keine Zeit hat und sie es nicht gut findet, wenn ich ihre Zeit einplane ohne das vorher abzusprechen. Wir haben dann alleine gebastelt - woraufhin sie sich beschwert hat, dass wir „ihre“ Basteldeko benutzt haben… Ich habe tief durchgeatmet, mich entschuldigt und die Sache war erledigt.
Kurz darauf hatte ich einen Tag Spaßbad mit den Kindern geplant. Ich hatte sie darüber informiert, dass wir da morgen hinfahren - worauf sie nicht reagiert hat. Kein „hey, das klingt gut, kann ich mitkommen“ oder so, Am Abend nach dem Ausflug hat sie sich beschwert, wieso ich sie nicht mitgenommen habe…

Übersehe ich was? Stellt euch bitte mal an die Stelle der schwangeren Frau und sagt mir was ich falsch gemacht haben könnte.

Beispiel 4:
Wir hatten am Montag Nachmittag einen gemeinsamen Termin bei mir in der Nähe. Wir hatten alle noch frei (die Kinder waren hier) und ich hatte sie gefragt ob Sie schon vormittags für etwas gemeinsame Zeit vorbeikommen möchte. Wir hatten uns 4 Tage nicht gesehen. Sie hat darauf nicht wirklich reagiert und kam dann exakt zum Banktermin. Abends ist sie wieder heimgefahren, obwohl sie hier ein Bett hat und wir am nächsten Tag ebenfalls Feiertag hatten und zum Geburtstag eingeladen waren. Die Begründung war „sie hat grade keine Sachen zum Schlafen dabei und noch viel zu tun“-
Am Folgetag waren wir 14 Uhr zum Geburtstag meines Vaters verabredet. Ich hatte sie wieder gefragt ob sie schon Vormittags kommen möchte - sie hatte aber keine Zeit. Ich hatte ihr dann irgendwann geschrieben, dass wir es erst zu 15Uhr schaffen, was für meinen Vater okay war. Ich musste noch einen Kinderschrank aufbauen und es stellt sich als zeitintensiver raus als ich dachte. Und ich hätte mich auf einfach über ihre Hilfe gefreut. Sie war daraufhin total sauer, weil sie auf 14 Uhr eingestellt war und ich ihr damit jetzt Stress bereitet habe, mit ihrer „Zeit spiele“ und sie nun bei mir zuhause „eine tote Stunde hat die sie nicht selbst planen und einteilen konnte“. Dabei hatte sie mir vorher auf Nachfrage nicht erzählt was sie so macht.
Ich habe ihr gesagt, dass sie mich natürlich immer über ihre Bedürfnisse und Pläne informieren kann und wenn sie mehr Zeit braucht wir auch gemeinsam eine Lösung gefunden hätten. Meine Familie hätte es verstanden, wenn sie nicht kommen kann. Aus meiner Sicht also alles gut. Ich sagte ihr das auch so.
Fazit: Sie erklärt mir ich sei übergriffig und sie ist wieder nach Hause gefahren und kam nicht mit zum Geburtstag.

Meine Eltern sagen mittlerweile, dass ich mich verändert habe, mir zu viele Gedanken mache, zu viel im Haushalt, in der Vorbereitung für die Wohnung mache und dann noch auch noch um die Streitigkeiten meiner Partnerin kümmere. Natürlich alles neben dem Job und dem Umgang mit den Kindern. Meine Kinder sagen mir ebenfalls, dass ich mich in ihrer Gegenwart anders verhalte - ich werte das aber als Trick der Kinder, damit meine Partnerin nicht so oft kommt. Sie wollen mich für sich allein. Die Große vertraut Stiefmüttern sowieso nicht (aufgrund der vielen Märchen mit bösen Stiefmüttern)
Ich fühle mich hingegen so, dass ich mehr für sie da sein müsste. Mehr Zeit für sie als schwangere Frau, mehr Zeit für gemeinsame Babyentscheidungen, für das packen ihrer Sachen bei sich zuhause, usw. Es ist grade einfach viel. Ich glaube sie hat aus ihrem Familien- und Freundeskreis auch keine Hilfe, bzw. sie fragt nicht danach oder nimmt sie nicht an. Ich weiss es ehrlich gesagt nicht.
Im Normalfall würde ich jetzt die Beziehung hinterfragen, da ich mit der Kommunikation und den Streitigkeiten aus den Alltagssituationen nicht glücklich bin.
Ich merke aber auch, dass sie grade sehr unzufrieden ist. Sie ist schwanger, fühlt sich wahrscheinlich allein, wahrscheinlich überfordert, hat Ängste wegen der Veränderungen und dem Allein sein in einer neuen Umgebung und der Abweisung die sie hier eventuell von den Kindern (oder mir!) erfährt . Ich kann ihr diese Ängste auch mit noch so viel positivem Mindset nicht nehmen. Ihre Wohnung ist gekündigt und es ist geplant, dass sie in 3 Wochen hier einzieht.
Wenn ich sie frage, sagt sie, es ist alles gut und braucht keine Unterstützung, sie kommt allein zurecht.
Ich denke ihr den Vorschlag zu unterbreiten nicht mit einzuziehen, sondern getrennte Wohnungen zu behalten, wird sie als massive Zurückweisung empfinden. Und es ist auch kein gutes Konzept für ein Baby. Würde aber – jedenfalls auf meiner Seite – für emotionale und körperliche Entlastung sorgen. Ich habe tatsächlich Angst, dass eine gemeinsame Wohnung in der Patchwork Konstellation nicht funktioniert und uns alle unglücklich macht. Ich sehe aber auch meine Verantwortung als Papa für das 3te Kind und die Mutter da zu sein. Ich kann sie ja nicht einfach wieder ausladen…

Sorry für den langen Text. Musste ich einfach mal loswerden. Danke für alle die bis hierhin gelesen haben.

x 5 #1


HeavyDreamy
@AndiY Hey

Zitat von AndiY:
Ich denke ihr den Vorschlag zu unterbreiten nicht mit einzuziehen, sondern getrennte Wohnungen zu behalten, wird sie als massive Zurückweisung empfinden. Und es ist auch kein gutes Konzept für ein Baby. Würde aber – jedenfalls auf meiner Seite – für emotionale und körperliche Entlastung sorgen.


Ich habe aber genau den Gedanken und weisst du warum?

Deine Kinder akzeptieren deine Freundin nicht, genauso auch deine Freundin akzeptiert deine Kinder nicht.

Da ist kein gemeinsamer Nenner da.

Das wird zu massiven Konflikten führen, solle sie bei euch einziehen.

Man kann ein Baby auch aufziehen, in dem man nicht miteinander zusammenwohnt. Ist zwar natürlich umständlicher, aber machbar mit Absprachen.

Ich denke auch, da sie sich nicht wohlfühlt, auch ausgeschlossen fühlt, dass sie genauso denkt, nur will sie nicht der Buhmann sein.

Für deine Kinder wäre es aber wirklich gut, wenn sie sich mit der Stiefmutter eben auch verstehen würde. Tun sie aber nicht.

Dann lieber weiterhin getrennte Wohnungen haben, wo du dich eben ausserhalb um das Baby kümmerst.
Ob die Partnerschaft selber dann trotzdem hält, werdet ihr sehen. Wenn nicht, dann ist das eben so.

Aber mit Zwang und weil es so gemacht wird zusammenziehen, halte ich eher für kontraproduktiv unter diesen Umständen, weil keine gute Connection.

x 8 #2


A


Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

x 3


Fenjal
Zitat von AndiY:
Kürzlich haben wir erfahren, dass wir schwanger sind - aktuell 24. Woche. Ich wollte eigentlich keine Kinder mehr, was für sie okay war und wir haben natürlich aufgepasst. aber wie das so ist gab es da in der Hitze des Gefechts wohl eine kleine Unachtsamkeit Es war ungeplant.

Männlich, Alter über 40, hat 2 Kinder, kein weiteres Kind gewünscht, Vasektomie, nein, obwohl die richtige Lösung.
Schläft mit gebärfähiger Frau, Kind entsteht, natürlich ungewollt.
Scheitern vorprogrammiert, 2 Kinder aus 1. Beziehung, in Kürze 1 Kind aus Nachfolgerbeziehung,.... Zeitmanagement und Finanzen erfahren volle Breitseite, von emotionalem Brettergang reden wir nicht, in Therapie war man schon.
Was soll man sagen? Alles nicht gewollt, ... tja,...
Für mich, sorry, ist soetwas verantwortungsloses Handeln, gute Zeit und stell dich zumindest jetzt deiner Verantwortung. Versprich keinen Eierkuchen, sondern Zahlung und Zeitinvest.

x 11 #3


ElGatoRojo
Du läßt dir also von deinen kleinen Prinzesschen vorschreiben, wie du deine neue Beziehung gestaltest? Mit einer Fvau, die ein gemeinsames Kind bekommt und für das du ebenso verantwortlich bist? Da wüßte ich aber, wo meine Prioritäten sind.

x 11 #4


A
Zitat von Fenjal:
Männlich, Alter über 40, hat 2 Kinder, kein weiteres Kind gewünscht, Vasektomie, nein, obwohl die richtige Lösung. Schläft mit gebärfähiger Frau, Kind entsteht, natürlich ungewollt. Scheitern vorprogrammiert, 2 Kinder aus 1. Beziehung, in Kürze 1 Kind aus Nachfolgerbeziehung,.... Zeitmanagement und Finanzen ...

Ich war da eigentlich sehr zuversichtlich, dass man das gut hinbekommt. Bekommen andere ja auch und ist jetzt nicht total aus der Welt, dass solche Familienkonzepte funktionieren. Und am Anfang war da ihrerseits auch Zuversicht und wir wollten es ja beide. Ich bin bereit dafür viel zu investieren, Zeit, Geld, Geduld. Ich will sie ja in meinem Leben uns ich denke, dass man das auch mit den zwei Kindern gut kommuniziert und organisiert bekommt, wenn alle mitmachen.

Nur etwas hat sich bei ihr verändert und ich frage mich was es ist, ob ich einen blinden Fleck im Umgang mit ihr habe, was ich tun kann, ob sich jemand aus dem Forum da reinversetzen kann oder die Erfahrung schon gemacht hat.

x 1 #5


HeavyDreamy
Zitat von AndiY:
ich denke, dass man das auch mit den zwei Kindern gut kommuniziert und organisiert bekommt, wenn alle mitmachen.

eben, wenn alle mitmachen.

Aber deine Kinder sagen dir ja jetzt schon, dass sie sich wünschen, mit dir auch alleine zu sein - kein gutes Zeichen in meinen Augen, wenn deine Freundin bei euch einzieht.

x 2 #6


A
@ElGatoRojo Jain. Woran machst du das fest? An dem Beispiel mit dem Kuss, oder neuen Regeln?
Ich möchte halt Rücksicht auf die Kinder nehmen und natürlich nicht, dass sie irgendwann mal sagen bei Papa gefällt es uns nicht mehr, er hat keine Zeit mehr für uns, es verändert sich alles, Papa hat uns nicht mehr lieb und sie sich dann hier nicht mehr wohl fühlen oder gar nicht mehr zu mir kommen wollen. Ich möchte das gut kommunizieren und vermitteln.

x 3 #7


ElGatoRojo
Zitat von AndiY:
Jain. Woran machst du das fest?

Du hast doch selbst einige Situationen beschrieben. Da erhebt sich für mich die Frage, was du willst. Du kommst nicht heraus aus der Situation, allen drei deiner Damen zu verklickern, dass sie gegeneinander Rücksicht nehmen müssen. Deine Töchter auf die Mutter vom neuen Geschwister und deine Liebste, dasss sie sich den Töchtern vorsichtiger annähern muss.

Die Hälfte der Zeit sind die Kleinen doch ja wohl bei der Mutter. Wie steht es damit? Und eigentlich hast du dann doch genug freie Zeit mit deiner neuen Partnerin.

x 3 #8


A
Zitat von HeavyDreamy:
eben, wenn alle mitmachen. Aber deine Kinder sagen dir ja jetzt schon, dass sie sich wünschen, mit dir auch alleine zu sein - kein gutes Zeichen in meinen Augen, wenn deine Freundin bei euch einzieht.

Ich denke sie haben Angst, dass die Neue ihnen etwas wegnimmt. Ich denke, mit Routinen, Erfahrung und mit der Zeit wird diese Angst verschwinden, weil sie merken, dass 2 Erwachsene im Haushalt einfach auch mehr Zeit für sie bedeuten, als wenn ich alleine mit Ihnen bin. Und es spricht nichts dagegen zu Dritt einen Ausflug zu machen oder geplant zu Dritt zuhause zu sein, wenn die Partnerin ihrem Hobby nachgeht, zur Familie oder Freuden fährt usw. Es geht um abgestimmte, planbare Zeitfenster und nicht wann es den Kinder eben passt. Ich sehe eher nicht die Geduld und den Wunsch mitzumachen bei meiner Partnerin. Oder erwarte ich da zuviel?


Ich frage mich eher was hinter dem aktuellen Verhalten und Streits steckt.

x 4 #9


HeavyDreamy
Zitat von AndiY:
Ich sehe eher nicht die Geduld und den Wunsch mitzumachen bei meiner Partnerin

Das genau meine ich ja.

Auch den Wunsch, dass ihr in der Mitte zusammenzieht ist von ihr da. Weil sie sich in deinem Heim nicht wirklich wohl fühlt, es nicht ihrs auch ist, sondern nur deins.


Zitat von AndiY:
Ich frage mich eher was hinter dem aktuellen Verhalten und Streits steckt.

Vermute wie bei dir, dass sie sich Gedanken macht, ob es wirklich passt oder nicht.

x 2 #10


A
@ElGatoRojo Für die kinderfreie Zeit sehe ich aktuell wenig Konflikte, außer der Unzufriedenheit. In meiner Welt sollten Erwachsene in für sie schwierigen Lebenslagen Rücksicht auf Kinder nehmen und sie emotional abholen.
Kinder müssen nicht zwangsweise sofort akzeptieren, dass die neue Partnerin jetzt auch ihr Leben bestimmt und über meinen Kopf hinweg neue Regeln aufstellt oder sie ihnen gehorchen muss. Ich denke da dürfen sie auch mal Nein sagen, eigene Grenzen setzen und das halt mit mir besprechen.

x 6 #11


M
Hi @AndiY,

ich finde, du hast in vielen Punkten recht und dich auch richtig verhalten. Besonders beim ersten Beispiel. Hier geht es nicht darum, sie auszuschließen, sondern um den Halt, den deine Kinder brauchen und in dem Moment eingefordert haben. Hierfür wollten sie nur deine Zustimmung haben.

Man sollte meinen, eine erwachsene Frau steht über diesen Dingen und könnte schmunzeln über diese kinderlichen Fragen. Sie wird bald selbst Mutter sein und erkennen, dass Kinder immer Prio 1 haben. Es bringt einfach nichts, mit einem Kind diskutieren zu wollen, wie mit einem Erwachsenen. Dass sie ihren Platz bei euch erst finden muss, verstehe ich vollkommen. Aber sie muss auch verstehen, dass man mal zugunsten der Kinder einfach nachgibt, ob logisch oder nicht. Alles andere sind aus meiner Sicht Machtkämpfe, was absolut unnötig ist, da jeder seinen Wert kennen sollte.

Was ich etwas schade finde: dass euer gemeinsames Kind noch eher ein Randthema zu sein scheint. Ihr seid noch zu sehr mit dem Aufbau eurer Beziehung beschäftigt. Ja, eine Schwangerschaft kann verdammt anstrengend sein. Es ist kräftezehrend, verunsichernd und man muss sich ein Stück weit von seinem alten Leben verabschieden. Trotzdem sollte man die anderen um sich herum nicht vergessen.

Deine Partnerin hingegen darf auch sagen, was sie sich für ein gemeinsames Zusammenleben vorstellen würde. Nur nicht stur darauf beharren, dass es auch genau so eingeführt wird. Eine Familie kann auch Dinge demokratisch regeln. Sie hat keine leichte Rolle, das stimmt. Sie kommt in eine Familie, die bereits vor ihr „gelebt“ hat. Ich finde trotzdem, dass wenn man wirklich will, da irgendwie Kompromisse erwarten kann - auf beiden Seiten.

Was mich stutzig macht: Dass deine Tochter nicht mit deiner Partnerin auszukommen scheint. Glaube mir, wenn ich dir sage, dass Kinder oft feine Antennen haben und wenn sie sich mit jemandem nicht wohlfühlen, solltest du da nochmal genauer hinsehen und ernst nehmen. Das ist unheimlich wichtig, sonst fühlt sie sich irgendwann bei dir unsicher, wenn du ihr nicht vertraust. Rede mit ihr und finde heraus, was dein Mädchen stört. Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten, die man aus dem Weg räumen kann. Ich kann dir nur sagen, wie grässlich es war, mit einem Partner meiner Eltern zusammenzuleben, mit dem es überhaupt nicht harmoniert hat. Als Kind ist man dem völlig ausgeliefert. Es soll nicht heißen, dass deine Tochter deine Partnerin aussucht, sondern nur, dass du ihre Gefühle ernst nimmst.

Die Idee mit einer separaten Wohnung, sehe ich persönlich momentan als die idealste Lösung. So nimmst du daheim etwas Druck raus, ihr könnt als Paar noch wachsen und eure Beziehung festigen. Kümmere dich nur um einen guten Umgang mit deinem Baby. Und binde deine beiden älteren von Anfang an als Geschwister mit ein. Sie sind und bleiben wichtig und haben als große Schwestern eine tolle neue Aufgabe. Deine Partnerin sollte die Annäherung der Geschwister auch zulassen. Und wenn etwas Ruhe eingekehrt ist und ihr seht, dass ihr gut funktioniert, denkt über ein gemeinsames Zusammenleben nach. Vielleicht hilft es, etwas den Druck rauszunehmen und eines nach dem anderen anzugehen.

x 7 #12


A
Zitat von HeavyDreamy:
Das genau meine ich ja. Auch den Wunsch, dass ihr in der Mitte zusammenzieht ist von ihr da. Weil sie sich in deinem Heim nicht wirklich wohl fühlt, es nicht ihrs auch ist, sondern nur deins. Vermute wie bei dir, dass sie sich Gedanken macht, ob es wirklich passt oder nicht.

Auch hier ein klares Jain.

Ich hatte ihr von Anfang an klar gemacht, dass ich in meinem Ort bleiben muss und dass der Kindesumgang und das Wochenmodell nur so funktioniert. In ihre Richtung zu ziehen heisst von dem zweiten Zuhause, Schule, Kita usw. der Kinder wegzuziehen. Dann wird aus 15min Fahrt zur Schule/Kita/Exfrau mal locker 30-40 Minuten pro Strecke, was definitiv nicht mehr alltagstauglich und für die Kinder zumutbar ist.

Sie hatte das einfach als naja, du willst das ja nur nicht, weil du keine Lust auf die Extra Fahrerei hast - Aber ich muss dafür dann ja mehr in meine Stadt pendeln. was ich nicht fair fand, da sie 100% Homeoffice hat, die Kita im Ort ist und Familie/Freunde nicht täglich besucht. Ich hatte ihr angeboten in meiner Gegend irgendwas rauszusuchen was ihr gefällt. Eine neue Wohnung, ein Mietshaus, usw. Das wollte sie aber auch nicht. Ich hab das Gefühl sie findet das halt alles doof und muss nun halt weil ja das Kind kommt.

x 3 #13


H
Ich finde deine Freundin geht zu sehr in Konkurrenz mit deinen Kindern. Sie versucht sich auch in deine Erziehung einzumischen, ist mir klar, dass das den Kindern nicht gefällt.

Ich habe sowieso den Eindruck, du bist in der ganzen Beziehung zu deiner Freundin nicht voll dabei, wenn du verstehst was ich meine.
Du willst in Wirklichkeit auch nicht, das ihr zusammen zieht.

Mein Gefühl sagt, ihr solltet das lassen. Es wird nicht funktionieren. Du wirst ständig in der Mitte stehen und der Buhmann sein.

Kümmere dich um deine ersten beiden Kids in der einen Woche, und in der anderen um die Freundin und das Baby.

x 11 #14


Violettsloth
@AndiY
Sorry, aber deine Freundin liest sich nicht sonderlich reif. Man könnte fast meinen, du hast mit ihr ein weiteres Kind. Man sollte in diesem Alter mehr Reife erwarten. Von ihr kommt so gut wie kein Verständnis für dich und deine Situation. Sie liest sich wie ein trotziger Teenie. Alles in allem sehe ich ein Zusammenziehen sehr sehr kritisch und glaube nicht, dass es zum aktuellen Zeitpunkt eine gute Idee wäre.

x 7 #15


A


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