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Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

C
Ich würde nicht mit ihr zusammenziehen, ganz klar.

Und dabei ist jetzt niemand der/die Böse oder so - es ist, beurteilt auf der Basis dessen, was du schreibst, einfach so sicher wie das Amen in der Kirche, dass das in der Katastrophe enden wird, vor allem dann noch vor dem Hintergrund des Stresses, den ein Neugeborenes ohnehin schon mit sich bringt.

Da ist es das kleinere Übel, wenn sie jetzt sauer ist, obwohl es natürlich anstrengender sein wird, sich in getrennten Wohnungen gemeinsam um das Baby zu kümmern. Worst case-Szenario könnte natürlich sogar sein, dass sie sich trennt. Das wäre dann so - dann müsstest du irgendwie schauen, wie du den Vater-Spagat hinbekommst. trotzdem wäre auch das aus meiner Sicht noch besser, als der Untergang mit Ansage, auf den ihr beim Zusammenziehen zusteuert.

Ggf. wäre es eine gute Idee, wenn ihr im Rahmen eines Beratungsgesprächs mit einer dritten Person (Familienberatungsstelle) die gegenseitigen Erwartungen aneinander mal komplett aufdröselt und überlegt, wie ein guter Weg für euch aussehen könnte.

Was mir bei deinem Text auch aufgefallen ist: Er enthält zwar das Wort verliebt, allerdings liest es sich für mich nicht so, als ob es von deiner (und ggf. auch von ihrer) Seite jetzt die ganz, ganz große Liebe ist. Eher so wie passt ganz gut. Kann das sein?

x 5 #16


S
Zitat von AndiY:
Hi ihr Lieben, ich habe mich irgendwie in den letzten Wochen in eine komplizierte Situation gebracht und möchte dies einmal hier aufschreiben. Zur ...

Eins fällt mir direkt auf: Sie beschwert sich, weil deine Kinder immer Nr1 auf der Prioritätenliste sind.
Das ist ein NoGo! Kinder sind immer Nummer 1, das hat sie zu akzeptieren. Tut sie das nicht, kannst du kein Leben mit ihr führen.

x 5 #17


A


Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

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VictoriaSiempre
Du bist seit 2 Jahren mit Deiner Partnerin zusammen und anscheinend habt Ihr versäumt, ein Zusammenleben mit Deinen Töchtern mal im Alltag öfter zu üben. Ich bin keine Freundin davon, Kinder zu früh in eine neue Beziehung zu involvieren - aber nach einem Jahr sehe ich es schon an der Zeit dafür.

Für mich sieht es so aus, als hättest Du es mit 3 Prinzessinnen zu tun - wobei ich Deinen Töchtern ihr Verhalten eher nachsehe als Deiner Freundin. Natürlich sieht es für sie erst einmal so aus, als ob ihnen was weggenommen wird (könnte noch schlimmer werden, wenn demnächst auch noch ein Baby da ist); sie sind klein und sollten behutsam an so eine unbekannte Situation herangeführt werden. Mit viel Verständnis von der neuen Partnerin, die schließlich wusste, dass Du Vater bist, der seinen Umgang wahr- und ernst nimmt. Das ist für alle Beteiligten erst einmal nicht einfach.

Deine Freundin, scheint mit, sieht sich aber in Konkurrenz zu Deinen Töchtern, das finde ich ganz schlimm. Dass sie ihren Platz in der Patchworkfamilie finden muss und es hier und da unterschiedliche Auffassungen in Erziehungsfragen gibt - geschenkt. Letzteres gibt es auch bei ganz „normalen“ Eltern.

Aber als die einzige Erwachsene unter Deinen 3 Frauen sollte sie in der Lage sein, zu erkennen, dass Deine Beziehung zu Deinen Kindern sich auf einer ganz anderen Ebene abspielt als die zu ihr.

Nun ja, erwachsen… Es ist nicht erwachsen, wegen Dekomaterial rumzumaulen, wenn sie plötzlich nicht mehr mitbasteln möchte. Es ist nicht erwachsen, einem Familiengeburtstag bockig wegzubleiben, weil er sich - aus gutem Grund - um eine Stunde nach hinten verschiebt. In erwachsenen Partnerschaften, so wie ich sie erlebe, kennt man nach 2 Jahren den jeweiligen Freundeskreis und hat auch Interesse daran, ihn kennenzulernen

Gefühlt (also: Mein Gefühl ) setzt sie Dich auch jetzt schon in die Bringschuld, da sie ja schließlich Dir zuliebe von der Großstadt und ihrem Umfeld verabschiedet. Nun ja. Ich glaub nicht, dass irgendwas davon besser wird, wenn Ihr zusammenlebt.

Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, auch wenn die Hormone hier und da verrückt spielen können. Aber grundsätzlich verändert sie nicht bestimmte Charaktereigenschaften. Das meiste wird Dir erhalten bleiben.

Aber nun ist es so, wie es ist. Deine Töchter haben sie nicht in ihr Herz geschlossen, sie Deine Töchter auch nicht. Vielleicht wird es besser, wenn Ihr zusammen lebt und vielleicht auch sogar, wenn das Baby da ist und Deine Mädchen sich heftig in ihr Halbgeschwisterchen verlieben. Try and Error.

x 12 #18


Winza
Zitat von AndiY:
Kinder müssen nicht zwangsweise sofort akzeptieren, dass die neue Partnerin jetzt auch ihr Leben bestimmt und über meinen Kopf hinweg neue Regeln aufstellt oder sie ihnen gehorchen muss.

Will sie bestimmen oder miteinbezogen werden?

Sie ist die Mutter deines dritten Kindes.
Dein Kind...
Und es soll weniger Zeit mit dir haben weil deinen anderen 2 Kindern Manches nicht passt?
Was hast du getan um deine Freundin, mit der du seit Jahren zusammen bist zu integrieren?
Wissen deine Kinder von ihrem zukünftigen Geschwisterchen ?
Deine Freundin wird mit dem Baby viel Hilfe brauchen und das soll in zwei verschiedenen Wohnungen passieren?

Zitat von AndiY:
Seit 2 Jahren habe ich eine neue Partnerschaft

....

x 3 #19


Blümchen75
Deine Kids sind Dir mehr Priorität als sie...was ja auch zu einem gewissen Punkt okay ist.
Aber ich kann auch Deine neue Partnerin verstehen.
Sie fühlt sich nicht gesehen und geht daher indirekt in Konkurrenz mit Deinen Kindern.
Du solltest die Situation ernst nehmen.
Sie erwartet von Dir etwas mehr Kommittment was das Baby und sie angeht.
Ich würde mich auch zurückgedrängt fühlen wenn Du Deine Kinder so priorisierst.
Wenn das mit Euch und dem gemeinsamen Patchwork funktionieren soll musst Du ihr auch etwas Spielraum einräumen um gewisse Dinge mitzuentscheiden.
Du bist das Bindeglied bzw.die Brücke zum zusammenwachsen zu einer großen Familie.
Und das muss stark sein.
Da kann es nicht sein, dass Du alle Entscheidungen selbst fällst.
Du musst sie zwingend mit einbeziehen wenn das alles funktionieren soll.
Für mich hat es aber den Anschein ob Du alles voneinander trennen willst aber das funktioniert auf die Dauer nicht.
Gib ihr nicht das Gefühl das sie sich allem unterwerfen muss was Du entscheidest sondern räume ihr auch ein Mitspracherecht ein.
Anders werdet ihr nicht funktionieren und zusammenfinden.
Auch Deine Kinderü müssen lernen, dass sie zu Deinem Leben gehört und sie werden da reinwachsen.
Du kannst nicht aus Rücksicht um sie nicht zu verletzen die Intimitäten Deiner Partnerin zurückweisen.
Patchwork will gelernt sein und funktioniert nur wenn ihr gemeinsam als Familie zusammen wachst.
Gibt es einen gemeinsamen Haushalt hat sie genauso viel Recht Entscheidungen zu treffen wie jeder andere Part der Familie auch.
Du scheinst aber die beiden Familienseiten bewusst trennen zu wollen und das spürt sie auch und fühlt sich deshalb zurück gewiesen.Dadurch entsteht ihr eine extreme Unsicherheit.
Sie möchte mit Eurem gemeinsamen Baby genauso gesehen werden wie Du die Prioritäten für Deine Kinder setzt.
Ansonsten schürt das nur Eifersucht.
Es ist jetzt an Dir auch Deinen zwei Kinder Grenzen zu setzen und die Klarheit zu verschaffen, dass sie genauso Teil dieser neuen Familie sind wie Deine neue Partnerin.
Zu gleichen Teilen!

x 7 #20


Razor_cgn
Schön das du ausführlich schreibst, den ehrlichsten Satz haben deine Eltern gebracht: Du versuchst Everybodys Darling zu sein und verspielst dabei jeglichen Respekt, bei allen Parteien. Die Motivation kann ich nachvollziehen, aber so funktioniert das nicht.

Die Frau ist ultra toxisch. Bei den Beispielen glaube ich, das sie sich einen Spaß draus macht, dich zu triggern und du springst jedes mal wie ein Hund. Wenn man es grob fasst, ist das wie ein Dauer-Kongurrenztest und wenn du was anmerkst, dann nutzt die Gaslighting und dreht die Verantwortung auf dich. (Shifting the Goal Post) Ernsthafte Frage, warum lässt du das mit dir machen? Wo bleibt die klare Ansage? Ich weiß nicht, ob du mal erlebt hast, aber eine gute Frau verhält sich komplett anders und ist wesentlich kooperativer, positiver eingestellt auf die Zukunft.

Sie hat dich jetzt so konditioniert, das du mehr investierst und das du Schuldgefühle hast, kann das sein? Der erste Schritt wäre, sie nie einziehen zu lassen, Grenzen setzen, durchziehen und schauen was passiert.

x 6 #21


N
Meine erste Frage wäre, ob der Noch-Vermieter Deiner Freundin schon einen Nachmieter hat oder sie einfach mit ihm das Mietverhältnis fortsetzen könnte.
Das hielte ich im Moment für alle 5 für das Beste.

Zitat von AndiY:
Im November haben wir überlegt noch vor der Geburt zusammen zu ziehen.

Warum eigentlich?
Um Dir die Fahrerei zu ersparen? Wieviel Homeoffice oder Elternzeit hast Du, um ihr viel beim Baby helfen zu können?
Oder in der Hoffnung, dass ihr dann automatisch zusammen wachst?

Zitat von AndiY:
Ohne die Schwangerschaft wäre das Zusammenziehen auch kein Thema.

Da seid ihr euch also einig, dass das Kind der einzige Grund ist, zusammen ziehen zu wollen.
Habt ihr im Detail darüber gesprochen, wie das dann aussieht?

Denn sowas hier
Zitat von AndiY:
weil sie merken, dass 2 Erwachsene im Haushalt einfach auch mehr Zeit für sie bedeuten, als wenn ich alleine mit Ihnen bin.

lässt mich ahnen, dass Deine Vorstellungen ganz anderer Natur sein könnten als ihre.
Kann es sein, dass Du sie Abendessen kochen siehst, damit Du in der Zeit mit den Töchtern spielen oder Hausaufgaben machen kannst? Und dass Deine Freundin sich eher vorstellt, dass Du 50% der Nachtschichten mit dem Baby übernimmst?
Habt ihr das konkret festgelegt?

Zitat von AndiY:
Sie hat aber leider selbst keine Vorschläge gebracht wie sie es sich konkret vorstellt, was ihr wichtig ist und welche Kompromisse wir als Patchwork finden können

Das stimmt so aber nicht. Denn sie hat Dir doch gesagt, dass ihr im gemeinsamen Haushalt konsequente Regeln (Händewaschen etc.) und Teamwork (sie vorher fragen und nicht zu bereits Geplantem dazu einladen) sowie gleichmäßig verteilte Lasten (Zusammenziehen in der Mitte) wichtig sind. Nur hast Du ihr in all diesen Punkten ja schon Mal eine Absage erteilt.

Also kein Wunder, dass sie das hier
Zitat von AndiY:
Ich habe sie gebeten, dass sie mir vertrauen muss, dass ich das in diesem Fällen wo ich sie nicht fragen kann im Besten Sinne für unser Familienleben entscheide und dabei gute Absichten – auch für sie – haben werde

nicht ernst nimmt. Sie hat es ja bislang anders erlebt. Nämlich dass Du bestimmst, was das Beste -auch für sie- ist.

Dabei weiß sie doch genau, welche Absicht die eigentlich treibende Kraft ist
Zitat von AndiY:
Ich möchte halt Rücksicht auf die Kinder nehmen und natürlich nicht, dass sie irgendwann mal sagen bei Papa gefällt es uns nicht mehr, er hat keine Zeit mehr für uns, es verändert sich alles, Papa hat uns nicht mehr lieb und sie sich dann hier nicht mehr wohl fühlen oder gar nicht mehr zu mir kommen wollen.

Diesem Ziel ordnest Du letztlich alles unter. Das darfst Du auch. Kinder haben immer Prio1. Und wenn Du Angst haben musst, dass Deine Töchter nicht mehr zu Dir kommen wollen, wenn die neue Freundin signifikant stattfindet (also eigene Regeln aufstellen darf, sichtbare Küsse bekommt und das vierte und nicht mehr fünfte Rad am Wagen im Spaßbad ist), dann wirst Du die Interessen der Freundin und des Babys immer hinter die Interessen der Töchtern stellen müssen.
Und genau das sagt Deine Freundin Dir ja. Und dennoch versuchst Du ihr zu verkaufen, dass Du irgendwie schon allen 4 gerecht werden wirst. Aber hast Du denn wirklich vor, Deine Entscheidungen weniger im Alleingang zu fällen und Deine Prioritäten auch mal zu Gunsten des neuen Kindes zu verschieben oder hoffst Du nur, dass die Freundin und das Baby eben genügsamer sind als die Töchter?

Denn Deine Freundin hat aus ihrer Sicht schon große Opfer für Dich gebracht
Zitat von AndiY:
obwohl sie nach eigener Aussage viel von ihrem jetzigen Lebensstandard (Großstadt, Freunde, Familie) aufgibt und zu mir in die Kleinstadt, wo sie niemanden außer mir hat, ziehen muss.


Aus Deiner Sicht sieht das so aus
Zitat von AndiY:
Ich bin bereit dafür viel zu investieren, Zeit, Geld, Geduld.


Zitat von AndiY:
Ich hatte ihr von Anfang an klar gemacht, dass ich in meinem Ort bleiben muss und dass der Kindesumgang und das Wochenmodell nur so funktioniert.

Du wärst bereit, Zeit, Geld und Geduld zu investieren. Aber nicht für Fahrtwege. Nicht für die Integration der Freundin als Deiner Partnerin vor den Kindern. Nicht als Wertschätzung für Ihre Zeit.
Zitat von AndiY:
Dabei hatte sie mir vorher auf Nachfrage nicht erzählt was sie so macht.

Wenn sie Dir also nicht sagt, dass sie Pläne hat, darfst Du über ihre Zeit verfügen, unzuverlässig sein und wegen etwas, das Dir wichtiger erscheint, den gemeinsamen Plan umwerfen?
Du erwartest von ihr ständig Anpassung.
Wo passt Du Dich an?

Zitat von AndiY:
Aus dem Affekt habe ich sie gefragt, ob wir das dann lieber für heute Abend lassen sollen und wieso es sie stört.

Da wird eher das Kind gefragt, ob Du Deine Freundin küssen sollst, als selbst eine Haltung zu haben oder auch Mal die Freundin zu befragen. Affekt bedeutet doch nicht, dass Deine Freundin das gut finden muss oder Dir den Affekt verzeihen muss. Die Zeit und Geduld, das auszubügeln und dafür zu sorgen, dass Du gegenüber einer Frau, mit der Du ein Kind bekommst, auch normale Zuneigung zeigen kannst und das nicht jede zweite Woche verstecken musst, hast Du noch nicht gehabt. Das kannst Du doch so nicht stehen lassen.

Zitat von AndiY:
Sie selbst macht kaum Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten und kommt dann eher mal auf mein Fragen oder Planen zu mir

Ja klar. Die hat das Vertrauen verloren und sich zurückgezogen. Wundere Dich bitte nicht, wenn was beim Umzug dazwischen kommt oder sie zwar mit Kartons einzieht, aber nur sehr selten zu Hause ist.

Wie ist da eigentlich der Plan für die Zukunft?
Wird das Baby, sobald es etwas größer ist, mitbekommen, dass in seiner Woche vor dem Essen die Hände immer gewaschen werden und in der anderen Woche nur, wenn man Lust hat? Und dass sich in seiner Woche die Eltern küssen, aber in der anderen Woche nicht mehr?
Mit scheint eine Patchworkfamilie, die nur darauf ausgerichtet ist, die Besuchskinder an sich zu binden, auf sehr tönernen Füßen zu stehen.

Warum denkst Du denn, dass Deine Kinder Dich nicht mehr sehen wollen, wenn Du ihnen sagst, dass sie sich öfter die Hände waschen sollen oder sie Dich die Mutter ihres Geschwisters küssen sehen? Warum ist die Bindung zu Deinen Kindern so fragil? Du musst Dich bei Deinen Kindern doch auch Mal unbeliebt machen können, um sie gut erziehen zu können.

Zitat von AndiY:
Kurz darauf hatte ich einen Tag Spaßbad mit den Kindern geplant. Ich hatte sie darüber informiert, dass wir da morgen hinfahren - worauf sie nicht reagiert hat. Kein „hey, das klingt gut, kann ich mitkommen“ oder so,

Das ist das, was Du nach einem Zusammenziehen spätestens ändern musst. Bislang ist Deine Freundin zu Gast bei Deinen Kindern und in der kinderfreien Woche zu Gast bei Dir.
Und auch Deine Eltern sehen ja überhaupt keine Notwendigkeit, dass Du für sie und Dein drittes Kind Dir ein Bein ausreißen müsstest. Eher noch soll die Neue Dich unterstützen, so scheint es
Zitat von AndiY:
Meine Eltern sagen mittlerweile, dass ich mich verändert habe, mir zu viele Gedanken mache, zu viel im Haushalt, in der Vorbereitung für die Wohnung mache

Wie kann man denn im eigenen Haushalt zu viel machen? Wer soll es denn sonst machen?

Oder soll sich Deine Freundin einfach nahtlos in die noch offenen Lücken einpassen?
Zitat von AndiY:
Ich sehe eher nicht die Geduld und den Wunsch mitzumachen bei meiner Partnerin

Du planst, sie macht mit.
Und wenn sie Dir vorher ihre Pläne mitteilt, berücksichtigst Du sie.
Es sei denn, Du hast wichtige(re) Gründe (z.B. 20 Minuten längere Fahrtzeiten oder die Prio1 funkt dazwischen).
Das System nennt sich in den USA benevolent patriarch und wird von religiösen Menschen als genau richtig empfunden und von Atheisten eher abgelehnt. Bist Du religiös?

Zitat von AndiY:
Ich hatte sie wieder gefragt ob sie schon Vormittags kommen möchte

Wenn wir Mal ehrlich sind, hast Du ihr gesagt, dass sie am Vormittag willkommen wäre und Du gerne möchtest, dass sie schon früher kommt. Was sie möchte, besprecht ihr doch gar nicht. Denn das müsste ja schon viel früher passieren und nicht erst, wenn Deine Pläne schon feststehen. So war diese Frage im Grund nur die Information, wo im Tag eine Lücke wäre, in die sie sich nahtlos einfügen könnte.
Diese Vorgehensweise fliegt Dir spätestens mit der Geburt des Babys um die Ohren.
Denn dann wirst Du nicht mehr begründen können, warum die Töchter Prio1 haben und das Baby sich ebenfalls in die Lücken fügen muss, um Deine Bindung zu den Töchtern nicht zu gefährden.

Aus meiner Sicht hast Du die Konkurrenz, die zwischen der Frau und den Töchtern entstanden ist und zwischen den Töchtern und dem Baby entstehen wird, selbst herbeigeführt, indem Du die Bedürfnisse Deiner Freundin stets aus Rücksicht um Deine Töchter bzw. Deinen Stand bei Deinen Töchtern weit von Dir gewiesen hast und Deine Freundin bei Dir stets nur Gast und Nachgedanke und 5. Rad ist. Das wird sich auch durch ihren Einzug nicht ändern.

Zitat von AndiY:
Dann wird aus 15min Fahrt zur Schule/Kita/Exfrau mal locker 30-40 Minuten pro Strecke, was definitiv nicht mehr alltagstauglich und für die Kinder zumutbar ist.

Was machst Du denn, wenn die Töchter Dich fragen, ob ihr zu dritt was unternehmt, wenn das Baby geboren ist?
Und was machst Du, wenn Deine Freundin eine andere Kita für passender für euer gemeinsames Baby hält? Ist Dir dann die zusätzliche Fahrzeit nicht zu viel? Oder steht das gar nicht zur Debatte, wenn die nicht auf dem Schulweg der Töchter liegt und Deine Freundin Dich eben als Papa von zwei Töchtern kennen gelernt hat?

Ich finde, dass man Dir den Umstand, dass Du kein drittes Kind haben wolltest und Deine Freundin auch nie richtig in Dein Leben integriert hast, schon sehr deutlich im Handeln anmerkt.
Vielleicht belässt ihr es einfach dabei und Du akzeptierst, dass Deine Freundin sich jetzt mit Baby von Dir zurück zieht und am Ende ihr eigenes Ding macht, einfach, statt sie aufzufordern, bei Dir mitzumachen, ohne dass Du bei ihr wirklich mitmachst oder sie bei Dir mitgestalten lässt.

x 8 #22


MissNextDoor
Zitat von Blümchen75:
Ich würde mich auch zurückgedrängt fühlen wenn Du Deine Kinder so priorisierst.

Ich nicht. Weil es vollkommen normal und richtig ist, dass Kinder grundsätzlich priorisiert werden.
Und wer damit ein Problem hat, der sollte sich am besten einen Partner ohne Kinder suchen.

Ich lese hier (nur mein subjektiver Eindruck!) auch nichts von großer Liebe... das geschilderte Verhalten der Frau empfinde ich ebenfalls als sehr unreif.

Das Zusammenleben wird m.E. nicht funktionieren... in Anbetracht der ganzen Umstände und mit dem Stress eines Neugeborenen.

Ich würde gerne etwas ermutigenderes schreiben, aber tatsächlich tun mir alle beteiligten Kinder sehr leid. Ich fürchte, da wird es noch viel Frustration und verletzte Gefühle auf allen Seiten geben.

Das Hauptproblem sehe ich hier bei der unreifen Partnerin, die sich in Konkurrenz zu den Kindern sieht.
Selbst mit Hilfe von Familienberatung Co. wird sie kein anderer Mensch werden und ihren Charakter und ihre Einstellung grundlegend verändern.

Ich kenne Fälle wie diesen tatsächlich aus dem realen Leben, da gab es trotz mannigfaltiger Bemühungen auch keine Wunder.

@AndiY bitte lasse dir von niemandem einreden, dass deine Kinder nicht deine Priorität sein sollten... denn das sollten Kinder immer sein, und reife Partner, die den Anderen lieben verstehen und respektieren das.
Aus einer solchen Liebe und einem solchen Respekt kann dann auch ein echtes familiäres Gefühl für alle Beteiligten entstehen. Auch das habe ich schon miterlebt/beobachtet, und das ist einfach etwas vollkommen anderes als das, was bei euch läuft.

Deine Partnerin wird mit der Schwangerschaft und allem sicherlich nicht den Kopf haben, ihre eigene Persönlichkeit und ihre Einstellungen anzuzweifeln... und das muss sie grundsätzlich auch nicht.
Es ist an dir, dich zu fragen ob du wirklich glücklich mit allerem bist und auf Dauer damit leben kannst...

Ich würde genauso wie alle anderen zu getrennten Wohnungen raten. So schade es für das Baby ist, ich denke in diesem Fall würde es eher davon profitieren. Von einem schiefen Haussegen, ständigen Streits und Missstimmung profitiert am Ende niemand.

Alles erdenklich Gute für euch!

x 8 #23


MissNextDoor
Zitat von Nalf:
Du erwartest von ihr ständig Anpassung.
Wo passt Du Dich an?

Die Frau wusste vorher worauf sie sich einließ, dass er bis zu einem gewissen Grad unflexibel und ortsgebunden ist.
Warum sollte er da weitere Fahrtwege für sich und die Kinder in Kauf nehmen..?

Wenn man sich als Mensch ü30 auf einen Partner mit Kind/ern einlässt, so weiß man einfach, was das bedeutet.
Und wenn man das nicht wahrhaben will und dem Anderen dann Vorwürfe macht, dass er sich nicht anpassen will sollte man sich lieber selbst fragen, warum man sich niemand alleinstehenden gesucht hat.

Ein Freund meines NM hat einen Freund, dessen neue Ehefrau nonstop mit seinem Sohn (5) konkurriert und sich vor dem Kind ständig schrecklich daneben benimmt. Der Kleine hat es schwer genug, und es fehlt mir absolut an Verständnis für so etwas... wie kann man als erwachsener Mensch so egoistisch und kindisch sein, mit einem Kind (oder mehreren Kindern) deren Leben ohnehin schwierig ist, weil sie ihren Elternteil nur noch an bestimmten, seltenen Tagen sehen können, in Konkurrenz zu treten.
Kinder haben es in solchen Situationen so schwer, und es ist eine Katastrophe, wenn neue Partner es ihnen noch schwerer machen. (Hängt für mich auch nicht vom Geschlecht ab, es gibt sowohl Männer als auch Frauen, die mit den Kindern der Partner konkurrieren, das gibt sich alles nichts...)

x 7 #24


HeavyDreamy
Guten Morgen zusammen

Zitat von AndiY:
Ich hab das Gefühl sie findet das halt alles doof und muss nun halt weil ja das Kind kommt.

Richtig, aber das ist bei dir ja auch der Fall, denn eigentlich, so wie du geschrieben hast, wäre es dir lieber gewesen, sie hätte das Kind gar nicht erst behalten wollen.
Ein Schutz bei Säx wäre also auch sinnvoll gewesen, aber es ist jetzt zu spät dafür und jetzt gilt es, gut überlegt zu handeln und nicht, weil ein Kind unterwegs ist, einfach zusammenzuziehen, wo es ja schon von vornherein eben Probleme gab.

Es liest sich einfach insgesamt mehr negativ AAlleine schon aus Liebe zu deinen Kindern.
Und wie eine Userin schon schrieb: Kindern fühlen sehr gut, obs passt oder nicht.

Auf Gedeih und Verderb das klassische Bild einer Familie zu bekommen, obwohl wissentlich man eher ein negatives Gefühl hat deswegen: Nein, lieber dann sein lassen.

Und ihr seid ja schon zwei Jahre zusammen. Wenn als jetzt nicht schon etwas im Einklang ist, dann wird das auch in den nächsten Jahren nichts wirklich werden.

x 2 #25


A
Zieht nicht zusammen. Wenn sie auch noch aus ihrem gewohnten Umfeld raus ist, wirds bitter. Versprochen.

Ansonsten ist das ziemlich komplex:

Ich finde auch, sie geht zu sehr in Konkurrenz mit den KINDERN.

Aber wenn ihr zusammenwohnt, muss es Regeln geben, die für alle passen. Es kann nicht sein, dass die dann als Erwachsene alle mitbespaßt aber nichts zu sagen hat.

Dann zum Teil dieses infantile Verhalten von ihr - was mich auch stutzig macht ist auch das Desinteresse an deinen Freunden etc.

Abschließend: Ihr bekommt ein Kind zusammen und da ist es wichtig dass ihr Kommunikation lernt und übt. Auch für den Fall, dass ihr auseinander geht. Eltern bleibt ihr.

x 6 #26


Sonnenschein85
Ich lese sehr viele Zweifel heraus und jetzt schon läuft vieles nicht gut, eher schleppend und mit unzufriedenheit von euch beiden.

Ich verstehe das du dir Sorgen machst zusammen zu ziehen. Alledings gibt es ja noch euer Kind. Ich finde auch wie jemand hier schrieb dass das Kind eher Rand Thema ist bei dir. Auch dieses Kind hat dann Bedürfnisse nach seinem Papa und Nähe. Es ist schade das man das irgendwie nicht unter einen Hut bekommen zu scheint. Das die Konkurrenz zwischen Frau und Kindern so gegeben ist. Sich da viel angestaut hat.

Würdest du die komplette Beziehung anzweifeln würde ich nicht raten zusammen zu ziehen. Aber es liest sich als sei zu zweit alles gut, nur in Kombi mit deinen Kindern nicht. Erkläre ihr in Ruhe das deine Kinder nicht das Gefühl bekommen dürfen nun unwichtig zu sein. Das sie dich auch brauchen. Und das es für sie auch schwer ist mit der neuen Situation.

Redet nochmal in Ruhe. Vielleicht braucht es klare Regeln ja. Aber vielleicht müssen auch alle ein stück weit aufeinander zugehen und Konpromisse machen. Pendeln als Paar mit gemeinsamen Kind stelle ich mir schwer vor und führt wahrscheinlich zu noch mehr Konflikt Potenzual.

x 2 #27


F
@AndiY

Hallo, ich vermute sehr stark, dass deine Freundin eifersüchtig auf deine Kinder ist. Sie fühlt sich nicht als die Nummer 1 an deiner Seite, wenn die Kinder bei dir sind.

Ich denke dies liegt daran, dass sie selbst noch keine Mutter ist. Ich habe dieses Gefühl selber mal empfunden und hab mich dafür echt geschämt. Ich war, als mein Mann und ich noch keine Kinder hatten, richtig eifersüchtig, auf das Patenkind meines Mannes. Mein Mann hat eine sehr enge Bindung zu seinem bzw. unserem Neffen gehabt und viel mit ihm auch unternommen. Ich war da ehrlich eifersüchtig, weil ich mich dann wie ausgeschlossen fühlte. Andererseits empfand ich das Gefühl überhaupt nicht richtig und hab mich dafür auch geschämt. Als mein Mann und ich dann selber ein Kind hatten, war dieses Gefühl nicht mehr da. Ich konnte dann aus einer ganz anderen Perspektive denken und zwar als Mutter, für die das Kind das Wichtigste im Leben ist. Ich habe alles nachvollziehen können, warum mein Mann so gehandelt hat und ich konnte reflektieren, wieso ich Eifersucht empfunden hatte, die aber wirklich nicht angebracht war.

x 3 #28


Birkai
@AndiY die Situation ist für euch beide wohl nicht so einfach. In gewissen Punkten kann ich deine Freundin verstehen, in anderen reagiert sie mMn deutlich über.

Wie seid ihr denn das Thema angegangen? Die gemeinsame Abstimmung für das Zusammenleben war nett gedacht, aber ging ja ziemlich nach hinten los. Hast du dich mal mit deiner Freundin und deinen Kindern getrennt hingesetzt und die Wünsche an ein Zusammenziehen besprochen.

Das Bedürfnis deiner Kinder nach Zeit mit dir allein ist total nachzuvollziehen. Deine Aufgabe ist es eine Kompromiss auf Basis dieses Wunsches mit deiner Partnerin abzustimmen. Eine Papa-Töchter-Nachmittag pro Umgangswoche o.ä. Nach der Geburt des Kindes sind ja nicht mehr nur die Bedürfnisse deiner älteren Kinder vorhanden sondern auch die des Babys. Dies wird wohl auch ein Thema sein, was deine Freundin umtreibt.

Ich habe auch im schwangeren Zustand den Wohnort für meine Partner gewechselt. Da waren viele Unsicherheiten und auch Ängste, gerade wenn es das erste Kind ist. Da hast du eben auch eine Erfahrungsvorsprung zu deiner Freundin.

Zitat von AndiY:
Sie hatte das einfach als naja, du willst das ja nur nicht, weil du keine Lust auf die Extra Fahrerei hast - Aber ich muss dafür dann ja mehr in meine Stadt pendeln. was ich nicht fair fand, da sie 100% Homeoffice hat, die Kita im Ort ist und Familie/Freunde nicht täglich besucht.

Hast du das ihr gegenüber so kommuniziert oder ihre Bedenken erst genommen. Prinzipiell hat sie nur einen Fakt ausgesprochen, der ja auch tatsächlich so ist. Das sie für das Zusammenziehen einiges an persönlichen Nachteilen in Kauf nimmt, kann man ja durchaus anerkennen. Der Wegfall des sozialen Umfeldes ist schon nicht so einfach.

Zitat von AndiY:
als sie plötzlich anfing andere Regeln für die Kinder aufzustellen, da sie findet, dass ich nicht konsequent genug bin und es bei den Aufforderungen zum Aufräumen/Hände waschen/Haare kämmen nicht so genau nehme. Das finden die Kinder natürlich doof, vor Allem wenn sie das auch hier zuhause versucht umzusetzen. Wir haben in den Wochen mit Kindern ab und zu mal gemeinsame Tage und selten Wochenenden verbracht, so richtig Routine haben wir keine. Ich hatte ihr da eine Grenze gesetzt und gesagt, dass das meine Aufgabe als Elternteil ist. Sie hat das als Zurückweisung und Kränkung empfunden und gemeint, dass wir mit dem gemeinsamen Baby auch gemeinsame Regeln brauchen und dass sie, wenn sie hier wohnt, ein paar Standards einführen möchte, die ihr wichtig sind. Ohne die Schwangerschaft wäre das Zusammenziehen auch kein Thema.

Die Regeln, welche du benennst, sind jetzt aber auch keine wo man groß drüber streiten muss. Hände waschen und Haare kämmen sind grundsätzliche Themen, bei denen schon die Verantwortung beim Erwachsenen liegt, dies konsequent einzufordern. Aufräumen wird gerade mit einem Neugeborenen ein wichtiges Thema sein.

Wie seid ihr denn im Hinblick auf das gemeinsame Zusammenwohnen dort verblieben? Habt ihr euch gemeinsam hingesetzt und über die Grundregeln gesprochen? Für das gemeinsame Kind braucht ihr ja auch einen Kompromiss in Sachen Erziehung.

Dir muss auch bewusst sein, dass alle Kompromisse eingehen müssen. Das schließ deine Töchter nicht aus.

Hast du denn mit deinen Tochter mal das Gespräch gesucht? Meine Kinder haben am Anfang die neue Freundin ihres Vaters auch abgelehnt. Das lag aber gar nicht an ihr sondern an den Loyalitätskonflikten, die die Kinder innerlich umgetrieben haben. Ich habe dann lange mit ihnen drüber gesprochen. Mir ihre Gedanken und Ängste angehört. Damit konnten wir ganz viel aus der Welt schaffen und mittlerweile läuft es ganz gut. Es gibt immer mal wieder Situationen, wo sie in die Ablehnung gehen, weil ihnen der Verlust der Kernfamilie dort noch zu schaffen macht. Aber auch das lässt sich durch Gespräche lösen.

Wie steht denn deine Ex der neuen Beziehung gegenüber. Dies kann ja den Blick der Kinder auch nochmal beeinflussen?

Das Gerangel um Selbstbestimmung der Zeit, Aufmerksamkeit in der Paarbeziehung ist alles bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar. In der Konsequenz deiner Partnerin finde ich es übertrieben und an vielen Stellen auch wirklich kindisch.

x 4 #29


Luto
Zitat von AndiY:
als sie plötzlich anfing andere Regeln für die Kinder aufzustellen, da sie findet, dass ich nicht konsequent genug bin und es bei den Aufforderungen zum Aufräumen/Hände waschen/Haare kämmen nicht so genau nehme.

An der Stelle blieb ich beim Lesen irritiert hängen.
Klar, kann das nerven, wenn der Partner in den eigenen Augen nicht konsequent genug ist, und es wäre ja auch überhaupt nicht schlimm, das auch mal anzusprechen ... aber anfangen, eigenmächtig dann eigene Regeln aufzustellen? Das geht eigentlich nur, wenn alle viel Humor haben, aber den lese ich hier leider genau gar nicht raus ...

x 2 #30


A


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