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Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

E
Zitat von Nalf:
Ich finde, dass man Dir den Umstand, dass Du kein drittes Kind haben wolltest und Deine Freundin auch nie richtig in Dein Leben integriert hast, schon sehr deutlich im Handeln anmerkt.

Sehr guter Post meiner Meinung nach, alles auf den Punkt gebracht. Ich habe den TE beim Lesen auch so empfunden.

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Sonnenschein85
Zitat von Ella:
Sehr guter Post meiner Meinung nach, alles auf den Punkt gebracht. Ich habe den TE beim Lesen auch so empfunden.

Ich auch. Beim Lesen hatte ich auch eher das Gefühl das es jetzt zu schnell doch zu Ernst ist. Nur jetzt ist die Frage geht man den Weg gemeinsam oder reichen die Gefühle nicht. Nur da es als Paar ansich allein gut funkitioniert, würde ich es probieren und die anderen Gebiete( wie Kinder und Frau unter einen Hut bringen) spielen sich hoffentlich noch ein.

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A


Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

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aequum
@AndiY
Für mich ist deine Situation wie folgt zu erklären.

Innerhalb von inzwischen zwei Jahren hast du und auch deine Freundin es versäumt, deine Kinder in eure Beziehung einzubringen.

Ist es dir wirklich nie in den Sinn gekommen, dass deine Kinder langsam und behutsam an die neue Realität deines Lebens herangeführt werden müssten?

Diese Versäumnis solltest du tunlichst sofort nachholen und das bevor du und deine Freundin zusammen zieht.

Führe zunächst separate Gespräche, sowohl mit deinen Kindern als auch mit deiner Freundin.

Beide sollten verstehen, in welche Richtung sich ihr Leben verändern wird. Vermittel es Beiden sehr behutsam aber absolut ehrlich, denn beide sind aktuell emotional sehr fragil.

Bei deinen Kindern scheint es dir klar zu sein. Allerdings wohl nicht bei deiner Freundin, die gerade schwanger ist und deshalb hormonell bedingt extrem empfindlich und sensibel sein wird.

Bringe beide zusammen und übt einen liebevollen Umgang miteinander und das in einer Art und Weise, bzw. mit dem Ziel, dass sich alle gegenseitig akzeptieren.

Und noch etwas. Sowie ihr zusammen leben werdet, wird natürlich auch deine Freundin ein Recht haben, deine Kinder bis zu einem gewissen Grad zu erziehen. Schließlich wird es dann auch ihr Zuhause sein und das mit ausgeglichen Rechten und Ansprüchen zwischen dir und ihr.

Das tatsächliche Zusammenziehen würde ich ggf. solange verschieben, bis das zuvor Aufgeführte erreicht ist.

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M
Ich denke auch das deine Freundin ein Recht hat deine Kinder mit zu erziehen und es lässt sich ja auch nicht vermeiden, wenn du mal weg bist, sei es bei einem Termin, so hat deine Freundin die Verantwortung. Ihr solltet darüber reden, was sie sich unter Erziehung vorstellt und was du dir vorstellst. Vielleicht gibt es Kompromisse?
Wenn sie mit dir zusammen leben soll, sollte sie auch das Recht haben etwas zu äußern und Grenzen zu ziehen.
Deine Kinder müssen sich auf ein neues Leben einstellen und sollten jetzt behutsam dahingeführt werden.

Ich verstehe nicht so recht, wieso du damit noch nicht begonnen hast, denn deine Freundin ist ja nicht mehr am Anfang der Schwangerschaft.

Ich kann die unzufriedenheit deiner Freundin verstehen, es liest sich nicht so als würdest du sie integrieren.

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A
Danke für eure vielen Antworten. Ich bin noch unterwegs und schreibe nachher ausführlich zurück.

Bezüglich der Kinder möchte ich vorausschicken, Dass ich für die kleine quasi die Bezugsperson bin und sie würde eigentlich gerne noch viel öfter bei mir sein. Die Große liegt im Neuro diversen Spektrum (ADHS und Autismus Symptome) und braucht im Alltag Stabilität, Sicherheit, emotionale Nähe. Sie hat sehr feine Antennen und zeigte im Rahmen der Trennung mehrfach depressives Verhalten, was natürlich eine gewisse Rolle bei meiner Erziehungsgestaltung und flexibler Alltagsgestaltung spielt.

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aequum
@AndiY
Und genau deshalb ist es doch so sehr wichtig, behutsam alle Beteiligten an die neue Situation heranzuführen.

Einfach allen einen Hut überzustülpen und zu sagen so ist es ab jetzt nunmal, ist vollkommen verkehrt.

Versuche dich bitte einmal in alle Beteiligten hereinzufühlen und sie samt ihren Gefühlen, Gedanken und Ängsten zu verstehen.

Nur dann wirst du das voll umfängliche Ausmass deiner aktuellen Herausforderung verstehen und einschätzen können.

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Sonnenschein85
Zitat von aequum:
@AndiY Und genau deshalb ist es doch so sehr wichtig, behutsam alle Beteiligten an die neue Situation heranzuführen. Einfach allen einen Hut ...

Das stimmt. Das geht nicht von heute auf Morgen mit Ansage. Aber man kann es Schritt für Schritt behutsam versuchen das dort eine Annäherung stattfinden kann. Das es nicht mehr parallel gehalten wird. Partnerschaft und Kinder..weil es nunmal bei einem zusammen wohnen eine Einheit sein wird.

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J
Hallo Andy,

vieles ist schon geschrieben worden, deshalb konzentriere ich mich auf neue Aspekte: Eine wichtige Person taucht in deiner Beschreibung überhaupt nicht auf. Was ist mit der Mutter deiner Kinder, wie steht sie zu deiner neuen Partnerschaft und dem erwarteten Nachwuchs? Ihre Haltung dazu könnte einen nicht unwesentlichen Einfluss auf deine Kinder haben.

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alleswirdbesser
Zitat von AndiY:
Danke für eure vielen Antworten. Ich bin noch unterwegs und schreibe nachher ausführlich zurück. Bezüglich der Kinder möchte ich vorausschicken, ...

Ist die Überlegung vom Wechselmodell zum Residenzmodell bei der Mutter überzugehen inzwischen wieder vom Tisch? Darüber hast du in deinem alten Thread berichtet.

Meine Meinung zu deiner Situation habe ich ja bereits dort geschrieben, das hast du damals noch etwas negativ aufgenommen.

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alleswirdbesser
Zitat von justawoman:
Hallo Andy, vieles ist schon geschrieben worden, deshalb konzentriere ich mich auf neue Aspekte: Eine wichtige Person taucht in deiner Beschreibung ...

Ein bisschen was kann man in dem alten Thread nachlesen, die letzten Seiten.

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alleswirdbesser
Zitat von AndiY:
Ani in der neuen Konstellation eine Distanz zwischen uns spürt. Dass ich damals aufmerksamer war, mehr bei ihr, mehr Nähe und dass sie sich in unserer Beziehung oft alleine fühlt. Sie möchte mehr „Wir“, mehr „Nähe, mehr „Vertrautheit“ und nicht das 4te Rad am Wagen sein. Gleichzeitig hat sie das Gefühl, dass die Kinder sie ablehnen und sie nicht dazugehört. Dafür gab es aber tatsächlich auch noch nicht die Zeit, dass es sich einspielen konnte. Entweder ist sie zu ungeduldig, oder ich zu zögerlich. Sie sagt, dass sie sich plötzlich zuhause alleine fühlt wenn wir zu Dritt in der Umgangswoche zusammen sind. Und wenn sie bei uns ist, fühlt sie sich abgelehnt.


Zitat von AndiY:
Ich hingegen versuche ihr immer wieder zu sagen, dass ich ihr aktuell nur das Wechselmodell anbieten kann und ich mich für sie nicht verbiegen kann, damit sie wieder diese Nähe spürt und sich nicht alleine fühlt.
Ich weiß natürlich, dass man in einer Partnerschaft Kompromisse machen muss. Aber ich habe Probleme damit, dass es so scheint, als würden wir die Kompromisse zulasten der Kinder und meiner eigenen Bedürfnisse machen, zu dem Zwecke dass sie sich nicht allein und abgelehnt fühlt.


Zitat von AndiY:
Seitdem konnten wir uns auch in der Wechselwoche 1-2 mal sehen. Wir hatten auch mal ein gemeinsames Wochenende zusammen. Ich empfand diese Alltagssituation sehr schön und angenehm. Ani bemängelte später, dass ich in dieser Zeit keine Zeit für sie habe, sondern die Kinder im Fokus stehen, wir keine Paarzeit haben und sie sich fühlt wie das „4te Rad am Dreirad“. Meine Große akzeptiert meine Freundin erst ganz gut. Irgendwann drehte sich das (nachdem sie immer mal wieder mit ihrer Mama über Ani gesprochen hatte). Da bekam Angst hat, dass sie Papazeit verliert, mich teilen muss und auch Mama es blöd findet und traurig, wenn meine Freundin da ist.


Zitat von AndiY:
Ja, sie geht auf die Kinder zu. Aber ich glaube sie kann besser damit umgehen, wenn die Kinder funktionieren und sie akzeptieren. Sie kann auch schnell gestresst sein, wenn die Kinder laut und bockig und abweisend sind. Ihr fehlt irgendwie diese mütterliche, wohlwollende Art.
Letztens hatten wir auch einen schönen Tag zusammen. Sie fand es im Nachhinein trotzdem schade, dass wir für uns Zwei wenig Zeit haben


Zitat von AndiY:
Wir konnten uns wegen der Kinder seit Samstag nicht sehen. Sie hatte in der letzten Woche schon in den Raum gestellt, dass ihr unser „Wir“ fehlt und sie sich ihrer Gefühle nicht sicher ist. Sie fühlt eine Distanz und denkt, dass unsere Beziehung ein Ablaufsatum hat. Und das obwohl wir uns eine ganze Woche am Stück gesehen hatten und viel unternommen haben, lachen, küssen, sechs, Fernsehabend. Das fühlte sich also schon komisch an.

Diese Zitaten habe ich aus dem alten. Thread, Oktober 2024. Die Problematik mit Kinder und Paarzeit und Wechelmodell bestand schon von Anfang an, Es kam sogar zu Trennungen. Du wolltest trotzdem dabei bleiben, ihr habt eine Paartherapie gemacht, obwohl die Beziehung noch so jung und schon problematisch war. Und nun ein Jahr später - das gleiche Problem wie damals nur mit einem weiteren Kind im Bauch, diesmal gemeinsames Kind. Wie gesagt, meine Meinung dazu habe ich damals schon geschrieben, die aktuelle Entwicklung überrascht mich deshalb nicht. Und wenn man bedenkt, dass Ani an Depressionen leidet plus ADHS, kann man erahnen wie schwierig die Patchworksituation und das baldige Zusammenleben für sie sein könnte. Dazu die Eifersucht, Konkurrenzdenken und Wunsch nach mehr Zeit zu zweit. Und dann die schlaflosen Nächte und ein Baby, dass 24/7 versorgt werden muss (für sie völlig neue Erfahrung) und kein soziales Umfeld mehr in der Nähe. Schwierig milde gesagt.

Und du meinst, zumindest hast du es erwähnt, du hättest mehr Zeit für deine Kinder, sobald Ani bei euch einzieht und zwei Erwachsene für die Hausarbeit da sind? Ich glaube da hast du ganz falsche Vorstellungen von eurer Zukunft.

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Sonnenschein85
Zitat von alleswirdbesser:
Diese Zitaten habe ich aus dem alten. Thread, Oktober 2024. Die Problematik mit Kinder und Paarzeit und Wechelmodell bestand schon von Anfang an, Es ...

Ja das ist tatsächlich schwierig. Auch für den Te. Der irgendwie dazwischen hängt. Da ist wenig Verständnis gegenseitig da und kein richtiges Miteinander.

Habt ihr die Paartherapie gemacht?

x 2 #57


D
@AndiY

mm hast du alles Unternommen um keine Angriffspunkte für deine Ex zu liefern, was in meinen Augen falsch war.
Kinder sind ja nicht Dumm und erkennen schon was sich im Dunklen Abspielt, du hättest mit den Kindern reden müssen ihnen die Trennung erklären und behutsam an die neue Beziehung heranführen, anstatt sie zu Verstecken.
Auch müssen die Kinder lernen das nicht immer alles nach ihrem Kopf geht, so ist das Leben

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M
Vielleicht könnte ja eine Familienberatungsstelle was sein, so geht es ja nicht weiter. Und deine Freundin vor den Kindern nicht zu küssen, ist mMn der völlig falsche Weg.
Ich hätte mich auch abgelehnt gefühlt.
Da diese Problematik schon länger besteht sehe ich wirklich schwarz für das baldige Familienleben

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Sonnenschein85
Zitat von Mia83333:
Vielleicht könnte ja eine Familienberatungsstelle was sein, so geht es ja nicht weiter. Und deine Freundin vor den Kindern nicht zu küssen, ist mMn ...

Wie alt sind denn die Kinder?

Ich finde zwar auch das man eine neue Partnerin langsam an die Kinder heran führen sollte und in einem Tempo was für die Kinder ok ist. Aber die Freundin quasi zu verstecken und raus zu halten finde ich auch keinen gesunden Umgang mit der Situation. Das führt natürlich zu Frustration von seiten der Partnerin.

Man muss nicht vor den Kindern rum knutschen aber ich finde man darf durchaus zeigen das man nun zusammen gehört so wird es auch für die Kinder normaler. Je mehr sie ausgegrenzt wird desto mehr lehnen die Kinder die Frau wahrscheinlich intuitiv ab.
Und das widerrum spürt sie. Das ist ein bisschen wie ein Hamsterrad.
Und sich mal einen Kuss zu geben, sehe ich auch nicht als dramatisch an. Die Kinder können da langsam rein wachsen.

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A


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