Zitat von AndiY: Ani in der neuen Konstellation eine Distanz zwischen uns spürt. Dass ich damals aufmerksamer war, mehr bei ihr, mehr Nähe und dass sie sich in unserer Beziehung oft alleine fühlt. Sie möchte mehr „Wir“, mehr „Nähe, mehr „Vertrautheit“ und nicht das 4te Rad am Wagen sein. Gleichzeitig hat sie das Gefühl, dass die Kinder sie ablehnen und sie nicht dazugehört. Dafür gab es aber tatsächlich auch noch nicht die Zeit, dass es sich einspielen konnte. Entweder ist sie zu ungeduldig, oder ich zu zögerlich. Sie sagt, dass sie sich plötzlich zuhause alleine fühlt wenn wir zu Dritt in der Umgangswoche zusammen sind. Und wenn sie bei uns ist, fühlt sie sich abgelehnt.
Zitat von AndiY: Ich hingegen versuche ihr immer wieder zu sagen, dass ich ihr aktuell nur das Wechselmodell anbieten kann und ich mich für sie nicht verbiegen kann, damit sie wieder diese Nähe spürt und sich nicht alleine fühlt.
Ich weiß natürlich, dass man in einer Partnerschaft Kompromisse machen muss. Aber ich habe Probleme damit, dass es so scheint, als würden wir die Kompromisse zulasten der Kinder und meiner eigenen Bedürfnisse machen, zu dem Zwecke dass sie sich nicht allein und abgelehnt fühlt.
Zitat von AndiY: Seitdem konnten wir uns auch in der Wechselwoche 1-2 mal sehen. Wir hatten auch mal ein gemeinsames Wochenende zusammen. Ich empfand diese Alltagssituation sehr schön und angenehm. Ani bemängelte später, dass ich in dieser Zeit keine Zeit für sie habe, sondern die Kinder im Fokus stehen, wir keine Paarzeit haben und sie sich fühlt wie das „4te Rad am Dreirad“. Meine Große akzeptiert meine Freundin erst ganz gut. Irgendwann drehte sich das (nachdem sie immer mal wieder mit ihrer Mama über Ani gesprochen hatte). Da bekam Angst hat, dass sie Papazeit verliert, mich teilen muss und auch Mama es blöd findet und traurig, wenn meine Freundin da ist.
Zitat von AndiY: Ja, sie geht auf die Kinder zu. Aber ich glaube sie kann besser damit umgehen, wenn die Kinder funktionieren und sie akzeptieren. Sie kann auch schnell gestresst sein, wenn die Kinder laut und bockig und abweisend sind. Ihr fehlt irgendwie diese mütterliche, wohlwollende Art.
Letztens hatten wir auch einen schönen Tag zusammen. Sie fand es im Nachhinein trotzdem schade, dass wir für uns Zwei wenig Zeit haben
Zitat von AndiY: Wir konnten uns wegen der Kinder seit Samstag nicht sehen. Sie hatte in der letzten Woche schon in den Raum gestellt, dass ihr unser „Wir“ fehlt und sie sich ihrer Gefühle nicht sicher ist. Sie fühlt eine Distanz und denkt, dass unsere Beziehung ein Ablaufsatum hat. Und das obwohl wir uns eine ganze Woche am Stück gesehen hatten und viel unternommen haben, lachen, küssen, sechs, Fernsehabend. Das fühlte sich also schon komisch an.
Diese Zitaten habe ich aus dem alten. Thread, Oktober 2024. Die Problematik mit Kinder und Paarzeit und Wechelmodell bestand schon von Anfang an, Es kam sogar zu Trennungen. Du wolltest trotzdem dabei bleiben, ihr habt eine Paartherapie gemacht, obwohl die Beziehung noch so jung und schon problematisch war. Und nun ein Jahr später - das gleiche Problem wie damals nur mit einem weiteren Kind im Bauch, diesmal gemeinsames Kind. Wie gesagt, meine Meinung dazu habe ich damals schon geschrieben, die aktuelle Entwicklung überrascht mich deshalb nicht. Und wenn man bedenkt, dass Ani an Depressionen leidet plus ADHS, kann man erahnen wie schwierig die Patchworksituation und das baldige Zusammenleben für sie sein könnte. Dazu die Eifersucht, Konkurrenzdenken und Wunsch nach mehr Zeit zu zweit. Und dann die schlaflosen Nächte und ein Baby, dass 24/7 versorgt werden muss (für sie völlig neue Erfahrung) und kein soziales Umfeld mehr in der Nähe. Schwierig milde gesagt.
Und du meinst, zumindest hast du es erwähnt, du hättest mehr Zeit für deine Kinder, sobald Ani bei euch einzieht und zwei Erwachsene für die Hausarbeit da sind? Ich glaube da hast du ganz falsche Vorstellungen von eurer Zukunft.